
“Zwei Klischees sind lächerlich, hundert sind ergreifend” hat Umberto Eco einmal gesagt. Das mag richtig sein, schließt allerdings nicht aus, dass zwei Klischees sich zu einer hübschen Melange an Mythen verbinden und Kritik und Witz hervorbringen.
Der deutsche Künstler Ottmar Hörl etwa, bekannt durch seine Figurplastiken (etwa den DPA-Mann, schwarz-rot-goldenen, nicht hörenden, sehenden, sagenden Abgeordneten, Armeen an Hessischen Löwen oder Berliner Bären) hat so eine Verbindung geschaffen.
Hörl hatte sich zwar schon in der Vergangenheit mit dem Gartenzwerg als “soziologisches Phänomen, das seinen Ursprung in der europäischen Mythologie hat und in Form des Gartenzwerges zum Ende des 19. Jahrhunderts eine populäre Form bekam” (Zitat Hörl) beschäftigt, dem Spiel mit dem Gnom aber nun eine weitere Ebene hinzugefügt, indem er eine kleine, an die chinesischen Terrakottasoldaten gemahnende Armee mausgrauer Gartenzwerge beim “deutschen Gruß” zeigt.
Das allerdings nicht nur lustig, sondern… weiter lesen
