Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Sebastian Brux, einem ehemaligen Vorstand der Grünen Jugend und aktuellem Mitarbeiter des “Der Stern”-Projekts “Mut gegen rechte Gewalt” und dem mecklenburgischen Landtagsabgeordneten und “Endstation Rechts”-Mitbegründers Mathias Brodkorb bringt Interessantes in Sachen Humor, Parodieverständnis und Deutungshoheit zu Tage. Diese liegen weniger im persönlichen und daher langweiligen Kleinklein der beiden Herren, denn im Verständnisses, was man denn nun aus dem Dritten Reich zu lernen und wie damit umzugehen habe.
Auslöser war ein in der Tat etwas geschmackloser und ebenso witzloser Twitterbeitrag der “Endstation Rechts”, der Brux zu einer grundsätzlichen Kritik an Parodien wie der “Front deutscher Äpfel” brachte:
“Junge, sich selbst als links und gegen-Nazis definierende Menschen, schließen sich bisweilen der antifaschistischen Spaßguerillia „Front Deutscher Äpfel“ an, die in schwarzen Uniformen, roten Armbinden, Fahnen und Standarten den Faschisten der 1930er und 40er Jahre spielen. (…) Und gerade das autoritär-faschistische Verhalten zaubert manchen ein Funkeln in die