Selten wurde in der Türkei so viel über Politik gesprochen wie in diesem Jahr. Das Ganze hatte eigentlich mit dem 11. September (2001) begonnen. Kaum jemand glaubte an einen rein muslimischen Terrorakt. Nach meinen inoffiziellen Umfragen denken heute noch mindestens 80 Prozent der Türken (und zwar nicht nur in der Türkei), dass 9/11 von „irgendwelchen fanatischen und verrückten“ Kräften innerhalb der USA (und Israel) inszeniert worden sei. Die folgenden US-Angriffe auf Afghanistan und Irak erscheinen als die schrittweise Umsetzung eines umfassenden und von langer Hand geplanten Projektes. Demnach gilt es, die amerikanische Welthegemonie zu sichern und Israel ein für alle mal eine sichere Existenz im Nahen Osten zu verschaffen.
Als die US-Außenministerin Condoleezza Rice vor einigen Tagen sagte, dass die „Zeit für einen neuen Nahen Osten gekommen“ ist, steigerte sich hier bei uns die Aufregung. Das „Greater Middle East Project“ Pentagons wird im Türkischen als… weiter lesen