30.12.2006 von Dilek Zaptcioglu
Am besten wäre es wohl, zuhause zu bleiben und sich nicht diesem Vergnügungsstreß auszusetzen. Warum habe ich das bis heute nicht geschafft, und werde es auch dieses Jahr nicht bringen? Motto fürs neue Jahr: Nur das tun, was man auch selbst wirklich will?
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Opferfest & Silvester fallen zusammen. Man debattiert heftig über den Sinn des Opfertieres, zumal viele ein Tier schlachten lassen und nicht wie vorgesehen nur einen Bruchteil des Fleisches für sich behalten und den größten Teil an die Armen verteilen, sondern das meiste selbst aufessen und einfrieren. Anti-Islamisten schicken demonstrativ Festtagsgrüße, in denen von einem ”unblutigen Fest” (kansiz bayram) die Rede ist. Man sieht aber zumindest in den Großstädten kein Blut mehr, weil die Opfertiere auf den dafür vorgesehenen Schlachthöfen geschlachtet werden.
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Die Verlogenheit der Gegner des Opfertieres: Siesind zumeist keine Vegetarier und sagen guten Lammkoteletts oder einem saftigen Entrecote niemals nein. Wozu also der… weiter lesen
25.12.2006 von Dilek Zaptcioglu
25.12.2006 von Dilek Zaptcioglu
Weihnachtsservice des istanbulblog:

(ohne Gewaehr!) bei www.opodo.de
6 Tage Istanbul ab 212 Euro (ich würde das Kariye-Hotel für 321 Euro nehmen. ist sehr zentral und recht schön)
bei www.worldtraveler.de
ab ca 320 Euro, hier würde ich das Grand Halic Hotel nehmen (4 Sterne, Taksim)
www.de.lastminute.com
ab 246 Euro (Ant Hotel ist zentral und nicht schlecht)
WETTER: KALT UND DICHT BEWÖLKT 7 Grad Celsius
Diese Woche bis Freitag: 7 (Mo) – 3 – 5- 4 – 7 (Fr.) Grad erwartet
Am Dienstag (morgen) könnte es schneien. 
Neujahrssitten
Von Zeyda Üstün
Wie überall auf der Welt werden auch in der Türkei am Silvesterabend merkwürdige Sitten und Braeuche ausgeübt.… weiter lesen
13.12.2006 von Dilek Zaptcioglu
…des Orhan Pamuk gestaltet sich als schwierig. Während der immer etwas schräge Nachrichtenkanal Habertürk die Zuschauer mit einem Orhan-Logo links unten am Bildschirm den ganzen Tag über zum Empfang am Flughafen aufruft, weiß niemand, wann der “verlorene Sohn” heimkommt. Es heißt, er hielte seinen Rückflug geheim, weil er “Provokationen vermeiden” will.
Es gebe viel zu dem Thema zu sagen, aber diese Karikatur (von Tan Oral) spricht Bände:
“Ich habe gehört, du hast den Nobelpreis gekriegt. Das soll bloss nicht noch mal vorkommen!”
Was sich Istanbuler in diesen Tagen noch sagen: Der Nobelpreis ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Wenn sie den schon einem Türken verleihen…
Lachen? Ja. Über sich lachen? Am allerbesten.
Istanbul ist stolz, auch wenn sie es sich nicht anmerken läßt.
09.12.2006 von Dilek Zaptcioglu
Liebe istanbulblog-Leser,
einmal kurz in eigener Sache:
Wer schreibt, ist in der Regel einsam, denn das Schreiben ist keine kollektive Aktion. Wer zwischen den Fronten schreibt, muß sich in diesen Zeiten zudem mutlos und geschlagen fühlen. Das Beste, was mir in den letzten Monaten passieren konnte, sind die Kommentare der Leser dieses Blogs. Sie sind sehr interessiert, klug und aufbauend!
Als junge Journalistin hatte ich einen Chefredakteuren, der mir mit seinen knapp 40 Jahren schon steinalt erschien, und für meinen Geschmack ein richtiger Säufer und Zyniker war. Er war zugleich ein leidenschaftlicher Journalist. Ich sagte ihm einmal: “Ich weiß nicht, ob ich mit dem Schreiben weitermachen oder lieber an der Uni bleiben soll. Diese Schreiberei ist doch endlos und vergeblich, so, als ob man täglich einen Stein in einen Brunnen wirft, und zwar bis zur Ewigkeit.” Er schaute mich an und antwortete: “Ja, das Leben ist wirklich eine endlose, vergebliche Geschichte, aber eine total spannende.”
Hier gibt… weiter lesen