23.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Ich muß eine Blogpause machen und hoffe, daß Ihr sie auch sinnvoll nutzen könnt.

Atatürks Yacht “Savarona” in Hamburg
Artikel aus:http://www.turkinfo.at/index.php?id=1696Die Savarona ist die größte, nicht einem königlichen Besitz zugehörende Yacht, die jemals erbaut wurde. Ihre Gesamtlänge beträgt 136 m, der Mast 16 m, der Rumpf 6,1 m. Ihre höchste Geschwindigkeit liegt bei 18 Seemeilen, die Fahrtgeschwindigkeit bei 16 Seemeilen. Neben der Hauptsuite befinden sich auf ihr 17 Luxussuiten, deren Durchschnittsgröße 50 m beträgt.
Die Savarona ist die größte, nicht einem königlichen Besitz zugehörende Yacht, die jemals erbaut wurde. Ihre Gesamtlänge beträgt 136 m, der Mast 16 m, der Rumpf 6,1 m. Ihre höchste Geschwindigkeit liegt bei 18 Seemeilen, die Fahrtgeschwindigkeit bei 16 Seemeilen. Neben der Hauptsuite befinden sich auf ihr 17 Luxussuiten, deren Durchschnittsgröße 50 m beträgt.Die Savarona begann ihre Fahrten unter Emily Roebling Cadwallader, der Tochter des Architekten der Brooklyn-Brücke John Roebling. Frau Cadwallader ließ die Yacht… weiter lesen
20.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Der mutmaßliche Mörder von Hrant Dink, dem armenischen Minderheitenvertreter, ıst gefaßt, ın Samsun am Schwarzen Meer. Dıe Fernsehanstalten sendeten gerade dıe Bılder von der Festnahme.
Er heißt Ogün S. und ist 17 Jahre alt. Er stammt aus Trabzon am östlichen Schwarzen Meer. Hier wurde im vergangenen Jahr von einem schizophrenen Jugendlichen der örtliche italienische Priester ermordet.
Ogün S. sagte vor drei Tagen seinem Vater, daß er für einige Tage nach Istanbul fahren wird. Seine Eltern ließen sich scheiden. Ihr Zuhause wurde im letzten Jahr durch einen Erdrutsch zerstört, die Familie lebt in einer Notunterkunft.
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Türkische Polizei nimmt mutmaßlichen Mörder Dinks fest
Vierte Zusammenfassung
Nach Veröffentlichung von Fahndungsfotos – Kritik an
mangelndem Schutz für türkisch-armenischen Journalisten
Von Benjamin Harvey
Istanbul (AP) Die Polizei hat den mutmaßlichen Mörder des
armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink festgenommen. Die
Fahnder entdeckten den Verdächtigen nach einem Hinweis von dessen
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20.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Hier die Fotos des Attentäters von Hrant Dink, dem armenischen Publizisten und Minderheitenvertreter.

Man hat die weiße Mütze des Täters gefunden, damit wohl auch DNA-Spuren.
Wenn man ihn bereits identifiziert hätte, wäre er wohl namentlich gesucht. Vielleicht
hält sich die Polizei auch bedeckt. Jedenfalls hat man ersmals ein Foto des Attentäters.
Die Istanbuler Polizei nimmt Hinweise entgegen, auch aus dem Ausland.
Die Telefonnummern sind:
(0090) 212 636 29 50 und 212 636 12 53.
155@iem.gov.tr
webmaster.tem@iem.gov.tr
20.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Zuerst die Information: Hrant Dink wird am Dienstag nachmittag in Istanbul beerdigt. Die Bestattungsfeier findet in der armenischen Kirche Meryem Ana (Heilige Maria) in Kumkapi statt. Hant wird anschließend auf dem armenischen Friedhof Balikli Istanbul bestattet.
Seine Bestattungsfeier wird zu einer Massendemonstration für das friedliche Zusammenleben der Türken und Armenier.
In Istanbul gibt es nach dem Attentat an dem armenischen Minderheitenvertreter Hrant Dink keine Fortschritte in den Ermittlungen. Acht Festgenommene wurden wieder freigelassen. Das ist jetzt das Wichtigste: Die Aufklärung dieses hinterhältigen politischen Mordes. Die Festnahme aller Hintermänner. Die Aufklärung der Umstände.
Von dem Attentäter existieren Aufnahmen. Was im Fernsehen gesendet wurde: Wie er mit der Waffe in der rechten Hand wegläuft. Er ist schlank, athletisch, trägt eine Jeansjacke, ca 30 Jahre alt. Die Polizei erklärte, daß es auch Aufnahmen von ihm an einem Geldautomaten gibt. Frontal. Er sei darauf gut zu erkennen. Sein Name wird mit M.B. abgekürzt – aber ob das… weiter lesen
20.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
In seiner Eigenschaft als Chefredakteur der armenischen Wochenzeitung “Agos” lernte Hrant seine eigenen Leute besser kennen. Viele, die bisher als muslimische Türken lebten, kamen und outeten sich als Armenier. Hrant schätzte zuletzt die Zahl der konvertierten Armenier in der Türkei auf 500 000 Menschen. Es gab auch viele, die unbemerkt kamen, um ihre Heimat zu besuchen.
Eines Tages bekam er einen Anruf aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Sivas in Ostanatolien. Der Dorfvorsteher rief die Armenierzeitung in Istanbul an, um mitzuteilen, daß eine armenische Touristin in ihr Dorf gekommen und dort plötzlich gestorben sei. Niemand kannte sie und man wußte auch nicht, wie man ihre Verwandten erreichen konnte.
Nach wenigen Telefonaten, sagte Hrant, fand er die Identität der Frau heraus. Eine Tochter wurde gefunden. Von ihr erfuhr man, daß die 70jährige eigentlich in Frankreich lebte.
Es stellte sich heraus, daß die Frau als Kind von ihrem Heimatdorf vertrieben worden war. Obwohl sie in Frankreich groß… weiter lesen
19.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Unbekannte haben heute nachmittag den armenischen Publizisten und Minderheitenvertreter Hrant Dink in Istanbul, vor seiner Wochenzeitung “Agos” ermordet.

Hrant Dink 1954-2007
Das politische Attentat gilt in erster Linie dem Mann, dessen Leben es gefordert hat. Ein streitbarer Mann, ein armenischer Anatolier, ein emotionaler Streiter für armenische Belange in der Türkei, mit dem man nicht hundertprozentig übereinstimmen mußte um ihn zu mögen. Er selbst liebte seine Heimat über alles und wußte, daß er nicht woanders leben wollte. Auf die Vorwürfe, daß “die Armenier mit Völkermord-Vorwürfen türkisches Territorium einfordern”, sagte er: “Ja, die Armenier wollen türkisches Land, nicht um darauf zu leben, sondern um darin begraben werden zu können.” Hrant wurde während der “Armenierkonferenz” in Istanbul vor zwei Jahren zur Zielscheibe der extrem nationalistischen Presse. Warum er jetzt, wo es um ihn relativ still geworden war, ermordet wird, ist eines der Rätsel.
Hrant Dink war neben dem Patriarchen das heimliche Obrhaupt der Armenier. Die Mörder wollen alle Diskussionen über die Vertreibung und Massaker… weiter lesen
19.01.2007 von Dilek Zaptcioglu

Murat Kurnaz, dessen Nachname als „schlau“ ins Deutsche übersetzt werden kann, ist alles andere als schlau gewesen. Sonst wäre er nicht nach 9/11, als jeder betende Muslim zum Terroristen erklärt wurde, nach Pakistan gereist, um in den dortigen religiösen Seminaren zu studieren.
Dennoch hat er sich an keiner strafbaren Handlung beteiligt.
Das wussten die Amerikaner anfangs nicht, als sie Murat in Pakistan gefangennahmen und in ihr berüchtigtes Lager verschleppten. Wie die Hunderten von Gefangenen in dem rechtsfreien Raum namens „Guantanamo“ wurde Murat verhört und gequält. Ganz offensichtlich haben sich auch deutsche, „befreundete“ Agenten an den Verhören, mindestens einmal, beteiligt. Das ist völlig glaubwürdig, besteht doch eine Zusammenarbeit zwischen den USA und den EU-Ländern (auch der Türkei).
Was aber Reuters heute meldet, ist interessant:
„Der heutige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat einem Zeitungsbericht zufolge daran mitgewirkt, eine frühzeitige Rückkehr des Deutsch-Türken Murat Kurnaz aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo… weiter lesen
13.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Die Entscheidung des Rastatter Gemeinderats von Ende November, an den
Schulen der Stadt künftig keinen muttersprachlichen Unterricht für
“Ausländerkinder” mehr durchzuführen, ist auf scharfe Ablehnung gestoßen.
Heute wird demonstriert.
Rastatt ist laut Internet bei Karlsruhe in Baden-Württemberg. Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:
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Deshalb gibt es heute um 13.45 Uhr auf dem Festplatz von Rastatt eine Demo, an der Türken, Italiener, Kurden, und wessen Kinder sonst noch davon betroffen sind, teilnehmen. Das Motto der türkischen Vereine: Wenn du noch mit deinen Enkelkindern Türkisch sprechen willst, dann komme am 13. Januar nach Rastatt.
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Meldung von Hürriyet heute:
Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, daß bilinguale Menschen im Schnitt ca 5 Jahre später Altersdemenz bekommen als monolinguale. Ich würde hinzufügen: Wenn überhaupt, denn wir sind bewiesenermaßen klüger. Unser… weiter lesen
10.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
Es ist Nacht und es gibt Nebel. Was für einen. So dick, daß der Bosporus und die Dardanellen alle beide dem Schiffsverkehr gesperrt sind. Nicht einmal die städtischen Fähren verkehren mehr, ja, nicht einmal die zwischen Üsküdar und Besiktas, wo die Überfahrt nur knappe 10 Minuten dauert. Die großen Tanker, die für das kaukasische Öl die Meerengen durchqueren, warten jetzt am Schwarzen Meer. Flugzeuge zum zentralen Atatürk-Flughafen werden umgeleitet und müssen nach Sabiha Gökcen auf die asiatische Seite. Da keine Schiffe durchfahren, und man das andere Bosporusufer nicht sehen kann, und auch die Brücke nicht zu finden ist, steht man wie eine taubstumme Blinde am Bogaz und staunt: Wo ist Istanbul? Verloren!

Istanbul heute nachmittag
Hängt die außerordentliche “Bewegung” auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Süden der Türkei mit dem Nebel zusammen? Nein. Es herrschten heute dort sehr gute Sichtverhältnisse, als plötzlich nach drei Jahren Pause schwere Awacs- und F-16 Kampfflieger anflogen.… weiter lesen
07.01.2007 von Dilek Zaptcioglu
What a surprise: Im irakischen Parlament soll ein Ölgesetz verabschiedet werden, was das irakische Öl den westlichen Konzernen öffnet. Nutznießer werden US-amerikanische und britische Firmen sein.
Die englische “Independent” kritisiert in ihrem Leitartikel dieses Gesetz und sagt: Man braucht nicht Verschwörungstheoretiker zu sein, um die Verbindung zu der Besetzung des Landes herzustellen.
Deswegen sei es “legitim” zu fragen, “ob man Al-Maliki unter Druck gesetzt hätte”, damit dieses für die westlichen Oilcompanies so profitable und die Bewohner dieser Hemisphere so notwendige Gesetz durchkommt.
Pardon me. Ist der Irak nicht just durch Truppen dieser Staaten besetzt? Besteht da etwa ein Zusammenhang? Wer glaubt, daß im Irak wirklich eine freie Regierung herrscht!? Unter schwerer Besatzung?! Im Bürgerkrieg? Manche Dinge sind einfacher als man denkt.
Apropos Bürgerkrieg. Ilhan Selcuk von der Cumhuriyet hat neulich eine interessante Frage gestellt:
Wieso ist ständig nur (noch) von “Sunniten” und “Schiiten” im Irak die Rede? Sind das nicht Araber gewesen? Der panarabische… weiter lesen