Eine kleine, stilisierte Moschee statt der großen in Köln

von Dilek Zaptcioglu

Im Krieg gerät man schnell zwischen die Fronten.
 

Ich stehe zwar der Regierung Erdogan in der Türkei sehr skeptisch gegenüber, lehne jedoch die Anti-Islam-Hysterie in Deutschland mit größerer Vehemenz ab.
 

Der antimuslimische Rassismus im Westen und der Islamismus als politische Bewegung im Osten sind perfekte Spiegelbilder.
 

Beide gehen von einer besonderen Gattung Mensch, dem Homo Islamicus aus.
 

Die einen verteufeln, die anderen preisen ihn.
 

Das Leben lehrt uns jedoch, daß weder das eine noch das andere richtig sind.
 

Der Mensch ist wandelbar! Jeder Mensch ist anders. Und was er ist, bestimmt nicht nur er selbst.
 

Die Muslime dürfen nicht vor die Wahl gestellt werden, entweder den politischen Islam oder die Leugnung und Verteufelung ihres Glaubens zu wählen! Denn das werden sie, wir, niemals tun.

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Die Kocatepe-Moschee in Ankara, entworfen von Vedat Dalokay

 

Der Islam ist keine “rückständige Hirtenreligion”, sondern ein sinnstiftender Glaube, aus dem ich persönlich – wie viele Abermillionen Menschen – sehr viel schöpfen kann und ohne dessen kulturelles Klima ich nicht dauerhaft leben wollte.
 

Denn der westliche Lebensstil allein, den wir alle leben, hat für mich, die auch die “andere Kultur” in sich trägt, nun einmal nicht genug Tiefgang. Und wie ich diesen Mangel behebe, ist meine persönliche Angelegenheit. Der Islam ist der “saubere”, gute Glaube meiner Großmutter, von der ich Bescheidenheit, Herzensgüte, Hilfsbereitschaft und Demut gelernt habe. Er ist Rumi, er ist der abendliche Gebetsruf, der Friedhof auf meinem Nachhauseweg, er ist der schöne, friedliche Innenhof einer Moschee, das Gebet, die Magie der gesungenen Verse…Was ich dem Islamismus vorwerfe ist, daß er den Glauben auf das Weltliche und die Person der Politiker reduziert, die in seinem Namen sprechen und Geschäfte machen. 

 

Der Glaube gehört niemandem und allen, vor allem gehört er tief in die Privatsphäre und nicht in ein Regierungsprogramm.  
 

 

Ich finde es unerträglich, daß diese Religion in den deutschen Medien immer offener und immer dreister in den Schmutz gezogen wird. Daß die Mehrheitgesellschaft auf einen “Kreuzzug im Namen der liberalen Freiheit” geht, und auf die Minderheit mit Kanonen schießt, ist unvereinbar mit den Grundrechten des Menschen und dem Recht der Minderheit auf Schutz seiner menschlichen Würde.
 

Ich finde, daß es eine Heuchelei ist gleichzeitig für Minderheitenrechte weltweit einzutreten und den Islam als eine “rückständige, nicht reformierbare Religion” zu brandmarken und damit Hunderttausende gläubiger Menschen zuhause, die niemandem etwas getan haben, und das Allgemeinwohl mit ihren Steuern und Abgaben mit finanzieren, dermaßen zu zermürben und zu verbittern.

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Von türkischen Archiekten entworfene Moschee auf der Insel Kinaliada vor Istanbul 

Daß die DITIB in Köln eine große Moschee bauen will, wird zum Anlaß genommen, um mit dem Islam per se und den Muslimen abzurechnen – als ob es die en bloc geben würde.
 

Es geht in Köpfe, die mit dem deutschen Kollektivverständnis großgeworden sind, offenbar nicht rein, daß sie damit Hunderttausende von Menschen über einen Kamm scheren und pauschalisieren.  
 

Ich gebe die Hoffnung langsam auf, daß man/frau in Deutschland als Einwanderer zweiter, dritter, fünfter, siebter Generation leben kann ohne täglich beweisen zu müssen, daß man die armen, arglosen, guten Einheimischen nicht umbringen, ausbeuten, hintergehen, beklauen und belügen will.
 

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Kein Istanbul ohne seine Moscheen! 

Aber stopp.
 

Wer sich in Deutschland selbst als Muslim bezeichnet, oder als solcher gerufen wird, muß auch endlich und dringend seine Agonie und Ignoranz abwerfen und sich solche Fragen stellen wie:
 

  1. Was habe ich bisher gemacht, um meine eigene Lage und die meiner Familie zu verbessern?
  2. Warum nehme ich nicht laut Stellung zu den internen Problemen der Gemeinde wie diese unsäglichen Ehrenmorde, den Rassismus, die Arbeitslosigkeit, die Lage der Jugendlichen usw? Habe ich diese jemals in meiner Moschee angesprochen? Habe ich darüber nachgedacht, was man gemeinsam dagegen tun könnte ohne immer den Beleidigten zu spielen, weil diese Probleme nicht von den Deutschen gelöst werden können, sondern nur von uns selbst?
  3. Kann ich mit der Vogel-Strauß-Taktik dauerhaft hier leben?

 

Die muslimische Gemeinde in Deutschland ist mitnichten mit den Juden zu vergleichen.
 

Als solche Männer wie Mendelssohn damals aufstanden, um das jüdische Gemeindeleben zu reformieren, stießen sie auch innerhalb der Community auf großen Widerstand.
 

Dennoch haben sie nicht locker gelassen, denn sie wußten:
 

Das Ansehen eines Juden in Deutschland steigt mit dessen Kultur und nicht mit dessen Geld.
 

Zwar nutzte der Erfolg später nicht!
 

Dennoch haben jüdische Intellektuelle, Wissenschafter, Schriftsteller, Politiker ihre Namen sozusagen in goldenen Lettern in die deutsche Geschichte eingraviert.
 

 

Die Türken in Deutschland haben (trotz aller berechtigter Gründe) angesichts von hier geborenen Generationen, die sie selbst gezeugt haben, nicht mehr den Luxus, sich in ihre Nische zurückzuziehen und über die Deutschen und ihre Ignoranz zu schimpfen.
 

Daß das nicht “ihr Land” ist, zeigt die Mehrheit ihnen täglich.
 

Und es ist verdammt nochmal nicht ihr Land! Sie sind hier genauso eine Minderheit wie die Minderheiten in der Türkei – ja, sogar noch stärker, denn die Kurden oder Griechen Anatoliens leben seit jeher dort, aber die Türken nur seit einem halben Jahrhundert hier, und viele nicht einmal so lange.

Wenn sie da bleiben wollen, dann müssen sich trotz des Gefühls, daß es letztendlich nichts bringt, den Stein immerfort den Berg hinaufrollen.
 

Sie müssen intern alles für eine “Reformierung” ihres Zustandes tun.
 

Sie müssen sich besser organisieren. Ihre bestehenden Organisationen müssen sich mehr nach Außen öffnen, mit den Anderen zusammenarbeiten.
 

Sie müssen endlich ihre internen Grabenkämpfe aufgeben und versuchen klug und  effektiv zu handeln!  
 

Und DITIB muß endlich den Plan dieser “Groß-Moschee” in Köln aufgeben.
 

Während die muslimischen Einwanderer überall in Europa mit so großen internen wie externen Problemen zu kämpfen haben, müssen sie nicht auch noch an solchen umstrittenen Projekten festhalten und sich neue Feinde schaffen.
 

Mit dem Geld, das hier hereingesteckt werden soll, müssen sie zum Beispiel Deutschkurse für Kinder, Jugendliche und Frauen aufmachen. Es gibt viel zu tun.
 

Eine Moschee in Deutschland muß auch nicht unbedingt ein Minarett wie die Süleymaniye in Istanbul haben. Ein einziges, kleines an der Ecke einer stilisierten Moschee genügt auch.
 

Ein riesiger, umstrittener Bau steigert das Prestige des Islam viel weniger als eine kultivierte Gemeinde inmitten einer ihr nicht besonders wohl gesonnenen Umgebung. Es ist endlich Zeit, den Verstand einzuschalten! Nur so entreißt man den Hubers, Keleks und Giordanos ihre Argumente. Nur so kommt man weiter!
 

Wer nichts tut, sollte auch nicht klagen!
 

Wer aber selbst so viel tat wie etwa Feridun Zaimoglu, der darf nicht von einem respektablen Mann wie Ralph Giordano nicht angegriffen werden.
 

Ich lernte Giordano zum ersten Mal als halbes Kind in den 1970ern im Fernsehen mit seiner WDR-Reportage über die “Gastarbeiter” kennen, die ich damals auf Tonband aufnahm und unbeholfen niederschrieb, weil sie einmalig gut war. Ich erinnere mich an seine gute Stimme, wie er über die Italiener aus dem “Mezzogiorno” erzählte, die ihr Glück in Deutschland versuchten. Und dabei den Rassismus anprangerte.
 

Wer damals so kritisch mit der Mehrheitsgesellschaft umging, muß nicht heute in deren Namen so pauschal mit dem Vorschlaghammer auf eine Minderheit losgehen, die in sich dermaßen differenziert ist und so gute Leute hervorgebracht hat.
 

Und da müssen sich auch Leute wie Zafer (Senocak) fragen, ob sie mit ihren Schriften weiterhin Argumente für so pauschal-hetzerische Positionen liefern wollen.

Es sei denn, sie verfassen eine Gegenschrift, wenn sie in diesem Zusammenhang (“Der Islam ist das Problem”) zitiert werden.  


-24 Kommentare zu "Eine kleine, stilisierte Moschee statt der großen in Köln"

  1. Gut geschrieben selbstkritik und ehrlichkeit wären mal der erste schritt,ich wage aber zu bezweifeln das die masse muslime dies so sieht.Die Realtität zeigt aber leider das Gegenteil das soll nicht heissen das alle muslime radikal sind aber die Grenze verläuft fliessend und ihr ursprung ist der text den gott gesandt hat!!!???

  2. Der Islam ist ein sinnstiftender Glaube?

    Sure 98:6 “Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen): Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten”.

    Sure 8,55: “Siehe, schlimmer als das VIEH sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben.”

    “Der antimuslimische Rassismus im Westen … ”

    Seit wann ist der Islam eine Rasse?

    Islamkritik / Korankritik als “rassistisch” zu diffamieren, wirkt angesichts der (gültigen medinischen) Haßverse nur lächerlich und peinlich.

    Sinnstiftend?

    Sure Al Maida, Vers 49:
    “Die Gesetzgebung gebührt niemandem ausser Allah!”

    Sure 9,29: “Kämpft mit Waffen gegen diejenigen, die nicht an Allah glauben, noch an den jüngsten Tag glauben, und die nicht für verboten erklären, was Allah und sein Gesandter Mohammed für verboten erklärt haben, und die sich nicht nach der rechten Religion (dem Islam) richten – von denen, die die Schrift erhalten haben (d. h. Juden und Christen) – kämpft mit der Waffe gegen diese, bis sie die Minderheitensteuer abgeben als Erniedrigte!”

    “Der Koran ist die verbale Offenbarung Gottes [Allahs]”
    (Islamische Charta, Art. 3, Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.).

  3. Pingback: Eine kleine, stilisierte Moschee statt der großen in Köln « Watchblog Islamophobie

  4. “Mit dem Geld, das hier hereingesteckt werden soll, müssen sie zum Beispiel Deutschkurse für Kinder, Jugendliche und Frauen aufmachen. Es gibt viel zu tun.”

    Das ist wahrhaftig eine vernünftige Idee, um aus dem Ghetto herauszukommen.

    Bruno

  5. “Als ob perfekte Deutschkenntnisse vor Rassismus schützten!” höre ich manche sagen.

    Perfekte Deutschkenntnisse machen uns doppelt verletzlich, sie helfen aber auch, dem Rassismus wortgewaltig zu begegnen.

    Sprache ist eine Waffe der Selbstverteidigung.

  6. Bei diesem langen Text, dem ich an vielen Stellen gerne zustimme, fehlt auffälligerweise die Auseinandersetzung mit den Gewalttätigen, die allerorten im Namen Allahs unterwegs sind und eine tödliche Spur hinter sich herschleifen.

    Diese “tatkräftigen” Moslems finden hierzulande immer wieder Zustimmung: “klammheimliche” bei Erwachsenen, fröhliche bei Kindern im Kindergarten und lautstarke bei Jugendlichen in den Schulen.

    Das irritiert die “Ungläubigen”.

  7. “Als ob perfekte Deutschkenntnisse vor Rassismus schützten!” höre ich manche sagen. Perfekte Deutschkenntnisse machen uns doppelt verletzlich, sie helfen aber auch, dem Rassismus wortgewaltig zu begegnen.”

    Natürlich schützt die Kenntnis der Landessprache keinesfalls vor Rassismus.

    Ich dachte auch bescheidener daran, dass die Schüler ihre Lehrer verstehen und damit beim angebotenen Lernstoff besser mitkommen. Aber auch daran, dass die Einwanderer im Alltag sich diffiziler mit den Landesbewohnern unterhalten und meinetwegen auch auseinandersetzen können, mit einer Sprache, die nicht sofort die “Klappe” beim Gegenüber fallen läßt (krass uncoll, Alder).

    Dass Sprachkenntnisse allein auch kein Allheilmittel sind, liegt auf der Hand: wie die “Sozialunrast” in den französischen Vorstädte von Clichy-sous-Bois, Rennes, Strassburg, Toulouse oder Nantes uns zeigen.

    Dazu wären noch “einige” andere Aktivitäten auf “beiden” Seiten von Nöten. Es bleibt mir seit vielen Jahren als Minderheit in einer von Zuwanderern bewohnten Straße (Wahlbeteiligung 17%) unverständlich, weshalb sich so wenig bewegt.

  8. Lesen Sie die älteren Blogbeiträge, und meine Bücher

    “Die Geschichte des Islam” (Campus, 2002)

    “Türken und Deutsche” (Brandes & Apsel, 2006)

    Da werden diese Fragen lang & breit diskutiert.

  9. Pingback: Too Much Cookies Network » Weiche Grenzen beim Moscheenstreit von Köln

  10. Selam :-)

    Erstmal vielen Dank für den guten Beitrag. Er spricht mir in weiten Teilen aus dem Herzen, auch wenn ich gar kein Türke, oder türkischsstämmig oder sonstwie orientalisch bin, sondern einfach “nur” jemand, der sich dem Islam zugehörig fühlt, weil der den Koran verstanden hat.

    Sie schreiben:

    Ein riesiger, umstrittener Bau steigert das Prestige des Islam viel weniger als eine kultivierte Gemeinde inmitten einer ihr nicht besonders wohl gesonnenen Umgebung. Es ist endlich Zeit, den Verstand einzuschalten! Nur so entreißt man den Hubers, Keleks und Giordanos ihre Argumente. Nur so kommt man weiter!

    Hiermit musste ich etwas knabbern, lese es aber so, dass Menschen wie Huber, Kelek und Giordano es wert sind, dass man sich mit ihnen überhaupt auseinandersetzt. Erstere beiden kenne ich nicht so gut, aber das mit Giordano entsetzt mich auch. Ich bin selber Antifaschist und habe Giordano immer hoch geachtet. Seine Äußerungen in letzter Zeit kann ich nicht mehr nachvollziehen. Er übernimmt sogar das Vokabular der Neuen Rechten.

    Wenn Giordano aber sagt, der Islam sei das Problem und nicht die Moschee, dann frage ich mich, wie man ihn überhaupt noch erreichen kann.

    Weiter schreiben Sie:

    Die muslimische Gemeinde in Deutschland ist mitnichten mit den Juden zu vergleichen.

    Weiß ich nicht, ob man das so pauschal sagen kann. Uns verbinden doch auch sehr viele Dinge mit den Juden. Wir stehen dem gleichen Feind gegenüber, nämlich den Neonazis und anderen “Politisch Inkorrekten”, die nicht mehr unterscheiden wollen, sondern in einer Art Parallelgesellschaft leben, in der es eine große Weltverschwörung zur Ausrottung des Abendlandes gibt und lauter solche Dinge. So wie die Nazis früher den Tanach und den Talmud aus dem Zusammenhang rissen und die abenteuerlichsten Dinge gegen die Juden erfanden (also was sie glauben müssten und was geboten und verboten sei), so passiert es nach 1:1 dem gleichen Strickmuster heute gegen uns (die Muslime).

    Aber das wissen Sie ja selber. Nur finde ich als Deutscher, dass wir uns genau die historischen Anfänge und theoretischen Grundlagen und Methoden des Antisemitismus anschauen müssen. Ein wissenschaftliches Werk über den neuen Antiislamismus (der seit 2-3 Jahren entsteht) wäre längst überfällig.

    Wie Sie selber sagen, wir haben es mit einem antiislamischen Rassismus zu tun, der etwas mehr ist als “normale” Fremdenfeindlichkeit, der man noch durch Integration entgehen könnte. Wie beim Antisemitismus spielt es hier aber keine Rolle mehr, ob du urdeutsch und sonstwie integriert bist.

  11. Zu Bruno, Michaela usw.:
    “Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom”.
    Albert Einstein (1879-1955), dt.-amerik. Physiker (Relativitätstheorie), 1921 Nobelpr.

  12. @Prawda / “Wahrheit”

    Wie wär’s mit Argumenten und Fakten?

    Z.B.: Islamische “Religionsfeiheit”

    > Fatwa über die Bestrafung für Muslime, die sich vom Islam abwenden

    Alle muslimischen Rechtsschulen fordern die Hinrichtung

    Von Dr. Yussuf al-Qaradawi
    (Institut für Islamfragen, dh, 8.11.2006)

    Frage: “Ein Muslim ist vom Islam abgefallen. Ein Bekannter, der davon erfahren hat, hat den Abgefallenen getötet … , obwohl der Getötete zuvor nur mit seinem Freund darüber gesprochen hatte. Die Frage ist: Muss ein Abgefallener vom Islam mit dem Tod bestraft werden?”

  13. ZU MICHAELA UND ALLEN LANGWEILERN MIT KORANZITATEN:

    MUSS MAN MIT DER BIBEL ZURÜCKSCHLAGEN, IST DAS EUER NIVEAU?

    5. Mose 21 (Todesstrafe für den ungehorsamen Sohn)

    Zitat:
    18 Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme seiner Mutter nicht hört, und sie züchtigen ihn, er aber hört [weiterhin] nicht auf sie,
    19 dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn hinausführen zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tor seines Ortes.
    20 Und sie sollen zu den Ältesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist störrisch und widerspenstig, er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und Säufer!
    21 Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen, daß er stirbt; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten.

    4. MOSE 31ff (Befehl zum Genozid)
    Zitat:
    7 Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war.
    [...]
    9 Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie,
    10 und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnung und alle Zeltdörfer.
    [...]
    15 Warum habt ihr die Weiber leben lassen?
    [...]
    17 So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind;
    18 aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben.

    HOSEA 14,1 (Befehl zum Genozid)
    Zitat:
    Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden.

    Lukas 19, 27 (Intoleranz gegenüber Andersgläubigen)

    Zitat:
    Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.

    Etwas andere Version:

    Zitat:
    Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürgt sie vor mir!

    http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=2474

    ALSO MICHAELA,

    SCHLUSS MIT SOLCHEN “KOMMENTAREN”

  14. Selam Dilek,

    Bitte lass dich nicht auf diese Niveau herab. Der Koran kann aus sich selber erklärt werden. Das Aufsatteln von jüdischen oder christlichen Überlieferungen aus der Bibel bringt doch gar nichts, sondern es irritiert eher die Leute, von denen ich oben meinte, dass man sie noch erreichen können muss.

    Auch wenn es sehr schmerzhaft ist was “sie” mit uns hier machen, aber wir dürfen auch nicht auf eine Verhöhnung Muhammads mit einer Jesus-Karikatur antworten. Das weißt du doch selber, dass du dich und uns alle damit verleugnen würdest.

    Und weißt du warum? Ich glaube nicht, dass diese Leute überhaupt an Gott glauben. Es ist also falsch, ihnen die Bibel vorzuhalten, auf die sie doch genauso spucken.

    Just my 5 cents … ;)

  15. Lieber ARNE,

    der Sinn der Bibelzitate:

    Es wird in Deutschland immer lauter und öfter behauptet, daß NUR der Koran Hinweise auf die Unterordnung der Frau, Gewalt, Krieg usw. enthielte, und das Christentum von solchen Inhalten völlig frei sei. Das ist einfach Unsinn. Und ein wichtiger Aspekt des KRIEGES der Religionen, wie er von manchen genüßlich ausgebreitet wird.

    Dazu gehört zum Beispiel der User mit dem Nickname MICHAELA:..

    …die unaufhörlich einen “Kommentar” nach dem anderen eingibt umzu zeigen, daß Muslime allesamt Verbrecher und Unmenschen sind.

    Jeder, der im Net irgend etwas Positives über den islam schreibt, und ernst genommen wird, wird sofort von solchen fleißigen Usern beschossen, deren Kommentare gelöscht werden müssen, weil sie keine Kommentare sondern nur plumpe anti-islamische Propaganda sind.

  16. ein kleiner tip für streitende: niemals den gegner als individuum schlechtmachen/verhöhnen/kritisieren, wohl aber seine handlungen und unterlassungen (die auch handlungen sind). also z.b. nicht “der giordano ist ein schuft”, wohl aber “er übernimmt die sprache der rechten”, etc. am besten im kommentar üben :-) )
    das klingt jetzt so weise, aber in wirklichkeit bin ich auch unsicher, zerrissen und traurig.
    “das buch” ist für mich seitdem ich mich erinnern kann, das grösste und schönste. “was würdest du auf eine einsame insel mitnehmen?” – dabei denke ich immer zuerst und sofort an bücher…
    und nun die bibel, der koran, die thora…. immer und ewig nur wörtlich auszulegen, für immer unveraenderlich.. aber fragt euch selbst, wozu das geführt hat?
    vielleicht ist eigene urteilskaraft etwas anderes als angelesenes und geglaubtes wissen, und selbst berge von diesem können ein eigenes kleines urteil nicht ersetzen?
    sorry für die kleine spitze, ich zitiere kant:
    “Der Mangel an Urtheilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.”
    Grüsse von der Küste
    Thomas

  17. Liebe Dilek

    Ich weiß das doch nur zu genau und bin im Internet täglich damit konfrontiert. Wir müssen bloß vermeiden, uns darauf einzulassen, die Bibel gegen den Koran auszuspielen. Die Bibel ist auch für Muslime ein heiliges Buch. Ich habe mir angewöhnt, in solchen Diskussionen viel selbstverständlicher von den Grundaussagen aller Buchreligionen zu berichten, nämlich vom liebenden und barmherzigen Gott, von den Propheten, die uns immer das gleiche gelehrt haben, nämlich das Gute zu tun usw. Letztlich kann man durch den Koran belegen, dass religiöse Toleranz ein wichtiges Prinzip ist.

    Wir sollten also selbstbewusst auf Verse wie diesen verweisen:

    In der Thora haben Wir den Juden vorgeschrieben: Seele um Seele, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn und Wunde um Wunde. Wer auf sein Vergeltungsrecht verzichtet und dem Täter großzügig verzeiht, sühnt damit manches begangene Vergehen. Diejenigen, die nicht nach den von Gott offenbarten Rechtsbestimmungen urteilen, das sind die Ungerechten. [al-Ma'ida 5:45]

    Das meine ich, wenn ich sage, der Koran lässt sich besser aus sich selbst heraus erklären. :)

    Salam
    Arne

  18. zu Dilek und der Notwendigkeit, mit der Bibel zurückzuschlagen

    So sehr ich auch Deinen Ursprungstext in Vielem teile, so erstaunt bin ich von Deinem o.a. Zwischenruf. Es gibt meines Wissen keinen gläubigen Christen, der sich auf alttestamentarische Zitate beruft! Für diese allein relevant ist das Neue Testament! Das solltest Du eigentlich wissen! Nach wie vor manifestierft sich der fundamentale Unterschied zwischen Christen und Moslems, so bitter das auch aufstoßen mag, in folgendem Vergleich: Christus ist auf die Welt gekommen, um getötet zu werden (er gab sein Leben hin für die Sünden der “Welt”), Mohamed kam um zu töten! Als Korankennerin weißt Du sicher besser als ich, daß er – nachprüfbar – eigenhändig getötet hat!
    Selbstverständlich soll jeder seinen Glauben leben können, keine Frage! Aber wäre hierbei nicht etwas mehr Sensibilität angebracht? Es gibt in Deutschland ca. 2.000 Moscheen, das sei nur angeführt um die Toleranz dieses Landes zu dokumentieren. Was allerdings auf verständliche Ablehnung stößt ist der Versuch, in einem sensiblen Stadtgebiet ein architektonisches Monstrum zu installieren – und dies`auch noch dreist als Gewinn für die Stadt verkaufen zu wollen ( O-Ton Alboa!) Ob es den Muslimen nun paßt oder nicht, so verhält man sich nicht in einem Gastland, welches auf eine mehrtausendjährige christlich/jüdische Tradition zurückblickt, wo man gerade erst seit ca. 40 Jahren sporadisch vorhanden ist! Überdies ist es auch kein Zeichen besonderer Sensibilität, wenn man viele Moscheen mit dem Namen türkischer Eroberer versieht! Sollte das tatsächlich als Vorankündigung zukünftiger demographischer Tatsachen zu sehen sein? Dann allerdings ist mit dem härtesten Widerstand der autochthonen Bevölkerung zu rechnen! Wie Giordano schon sagt, gibt es zu einem friedlichen Miteinander keine friedliche Alternative! Das sollte uns allen bewußt sein und wir sollten es vermeiden den Gedanken derer Vorschub zu leisten, die über andere Alternativen nachdenken, und, auch das weißt Du sicher, diese gibt es auf beiden Seiten!

  19. Was solche Leute wie du nicht begreifen ist. daß Menschen ihre Religion ganz unterschiedlich auslegen und leben können. Jesus sei zum Sterben gekommen und Muhammed zum Töten – was für ein Unsinn. Wer es nicht so sieht, der lebt den Islam anders – und wer das Christentum nicht so wie du sieht, hat in zwei Jahrtausenden bis zur Stunde so viel getötet und gemordet, daß die muslime dagegen wie Straßenkinder mit selbstgebasteltem Bogen und Pfeil ausschauen!
    Oder wurden die Massenvernichtungswaffen der USA, Rußlands, Israels, der europäischen Länder mit JESUS CHRIST SUPERSTAR IN SANDALEN im Kopf aufgebaut?

    Vielleicht denkst du darüber nach, warum gerade Deutschland, Frankreich, Belgien…alles Länder mit “autochtoner christlicher Bevölkerung” die ganze Erde mit Waffen ausstatten – um anschließend für den Frieden zu beten!

    Das alles kannst du OHNE POLITIK und NUR MIT RELIGION niemals verstehen.

    Du drohst – trotz des friedlichen Jesus´- mit Krieg?

    Mein Lieber, du bist mit dem, was du schreibst, schon selbst der Religionskrieg!

  20. Dilek
    Was Du anscheinend nicht begreifst ist der Umstand, das der Islam einer Exegese ausdrücklich nicht zugänglich ist (nachzulesen an vielen offiziellen Stellen, am eindrücklichsten in der These, jeder Buchstabe komme direkt von “Allah”) Deine These von der Möglichkeit, Deine Religion “ganz unterschiedlich auslegen zu können” ist unhaltbar, wie Du doch weißt! Jede Form von Auslegung ist Apostasie, und was darauf in Deiner Religion steht muß ich Dir wohl nicht erläutern!
    Was ist an meine Worten bzgl. der verschiedenartigen Missionen von Jesus und Mohamed “Unsinn”? Gar nichts, und Du weißt es zu genau! Also bleibe doch bitte sachlich, ich verhöhne Deine Thesen doch auch nicht! Erstaunlich und Deinem ansonsten gezeigten intellektuellen Niveau unwürdig ist der Versuch, die im Namen der jeweiliegn Religion Getöteten gegeneinanderzustellen.Auch und gerade die Zahl der im Namen des Islam Getöteten ist Legion. Nicht zuletzt geht der erste Genozid des vorigen Jahrhunderts auf das Konto eben des Islam (Armenier!). In dem Zusammenhang solltest Du Deine Aussage von “Straßenkindern mit selbsgebasteltem Bogen und Pfeil” einer nochmaligen Prüfung unterziehen!
    Jeder liest und versteht einen Text wohl nur so, wie es ihm in den Kram paßt – wie kommst Du auf die abenteuerliche Idee, ich würde mit Krieg drohen? Das ist doch absurd! Ich warne ausdrücklich vor Hitzköpfen auf beiden Seiten, wobei ich traurigerweise auch hier zu dem Ergebnis komme, daß die letzte Drohung von Seiten eines Ditib – Funktionärs im Zusammnenhang mit der Forderung nach Deutschkenntnissen und Erhöhung des Nachzugsalters von Importbräuten ausgesprochen wurde, als er behauptete, er könne nicht dafür garantieren, daß seine “Schäfchen”, gemeint waren wohl Mitglieder seines Verbandes, ruhig bleiben würden.
    Wer ist jetzt wohl der “Religionskrieg”?

    Zum Thema Waffenausrüstung, zwar neben der Sache, aber immerhin – auch hier ist es doch wohl so, daß es besser ist für den Frieden zu beten als nach Auslieferung der Waffen zum Krieg zu hetzen (Iran liefert an Syrien,an die Hamas etc. ausdrücklich, um Israel zu vernichten!)

  21. “Der Mensch ist wandelbar! Jeder Mensch ist anders. Und was er ist, bestimmt nicht nur er selbst.”

    Natürlich. Nur, wir müssen uns an das halte was IST. Der Mohammedaner in Europa ist häufig sozial bedürftig, häufig arbeitslos und häufig nicht integrationsbereit. Häufigkeiten, die bei anderen Einwanderergruppen nicht in der Art vorkommen.

    “Der Islam ist keine “rückständige Hirtenreligion”, sondern ein sinnstiftender Glaube, aus dem ich persönlich – wie viele Abermillionen Menschen – sehr viel schöpfen kann und ohne dessen kulturelles Klima ich nicht dauerhaft leben wollte.”

    Der Islam ist in seiner tatsächlichen Erscheinungsform weltweit zu 95% totalitär, gegen die Menschenrechte und gegen die Demokratie. Wie schon Giordano sagte: Die Mohammedaner erklären die Ausnahme zur Regel.

    “und damit Hunderttausende gläubiger Menschen zuhause, die niemandem etwas getan haben, und das Allgemeinwohl mit ihren Steuern und Abgaben mit finanzieren,”

    Lol. Die Allgemeinheit finanziert euch! Ihr seid Einwanderer in die Sozialsystme, die ökonomisch nichts beiträgt, sondern im Gegenteil eine riesige Last ist. Pro Person eine noch viel größere Last als sie jeder Ossi ist.

    “Ich gebe die Hoffnung langsam auf, daß man/frau in Deutschland als Einwanderer zweiter, dritter, fünfter, siebter Generation leben kann ohne täglich beweisen zu müssen, daß man die armen, arglosen, guten Einheimischen nicht umbringen, ausbeuten, hintergehen, beklauen und belügen will.”

    Den Eindruck haben die Deutschen auch nicht. BEI NICHT-MOHAMMEDANISCHEN MIGRANTEN!

    “Wenn sie da bleiben wollen, dann müssen sich trotz des Gefühls, daß es letztendlich nichts bringt, den Stein immerfort den Berg hinaufrollen.”

    Besser sie gehen. Für den Frieden im Land. Würde man die Sozialleistungen streichen, wären 80% der Türken sowieso sofort weg.

  22. Jeder Nachtrag erübrigt sich.

    Da fragt man sich manchmal, warum man noch Deutsch spricht…

  23. zu locuta, egon usw., auch wenn ich das gefühl habe mich zu wiederholen:
    “Dummheit = Der Glaube, genug zu wissen.”
    Anita Daniel (1902-82), rumän.-amerik. Schriftstellerin

  24. Sorry, ich will das hier nicht als Forum missbrauchen aber sei’s drum:

    @Locuta:

    Ob es den Muslimen nun paßt oder nicht, so verhält man sich nicht in einem Gastland, welches auf eine mehrtausendjährige christlich/jüdische Tradition zurückblickt, wo man gerade erst seit ca. 40 Jahren sporadisch vorhanden ist!

    Das ist in mehrfacher Hinsicht einfach unwahr.

    - Seit wann sind denn die Deutschen überhaupt vollständig christianisiert? Seit irgendwas mit Karl dem Großen, oder so, nicht wahr? Ich selber bin sächsischer Abstammung, daher ist also “mein” Volsksstamm von jenem Karl zwangschristianisiert und unterworfen worden. Immerhin, man nennt diesen Sachsenschlächter “den Großen”.

    - bis vor 60 Jahren wurden die Juden in diesem Land noch verfolgt, ja sogar am Ende beinahe ausgerottet. Das nennst du also “christlich-jüdische Tradition”? Es ist eine Frechheit angesichts der Geschichte der Juden in Deutschland und des Antijudaismus der Kirche, sowas in den Mund zu nehmen! Ein Freund von mir, er ist Rabbiner, sagt gerne “Philosemiten sind Antisemiten, die Juden lieben.”

    - Also kann man “seit 40 Jahren” vielleicht — und auch dank der demokratischen Studentenbewegung der 60er-Jahre — von einem endgültigen (!) Ankommen Deutschlands in der Zivilisation reden. Möge diese Errungenschaft unumkehrbar sein!

    - Dass sich der Islam erst in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Deutschland in Form von Menschen gezeigt hat, die Muslime in Deutschland sind, ist zudem kein Beleg dafür, dass unsere Zivilisation und Kultur selbstverständlich auch auf arabisch-islamischen Wurzeln aufbaut. Alleine die Aufklärung wäre ohne die Araber im Mittelalter gar nicht denkbar gewesen.

    - Der Islam ist kulturell alles andere als ein Monolith. Sehr viele Muslime fügen sich wunderbar in unsere Gesellschaft ein und bewahren dennoch ihre Identität. Für mich als Deutscher stellt sich die Frage eh nicht, denn ich habe gar keine andere Heimat und Kultur als die deutsche “in mir”.

    - Es muss einfach mal Schluss sein mit dem zersetzenden Gedanken, dass ein Muslim außerhalb dieser Gesellschaftsordnung zu stehen hat. Dass ein Muslim ein “Fremder” zu sein hat.

  25. Begriffe:

    Eine Möglichkeit sich zu verständigen und für die Realität eine gesellschaftliche Übereinkunft oder wissenschaftlichen Zuordnung. Aber die Wirklichkeit ist, sie bleiben ein herantasten an an die Wahrheit und das wie im Dunkeln.

    Das Ideal der Gleichheit gegenüber des (Gleichheit – Rassismus) (Islamismus – Anders) – wird eine Illusion oder nie die Wirklichkeit sein.

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    Die Diffusion die realistischste Annahme der Wirklichkeit.

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  26. Der Blog-Artikel macht ein paar durchaus richtige Gedankengänge und Vorschläge. Auch ist richtig, dass die deutsche Politik Verantwortung trägt, z.B. hat sie durch ihre langjährige Einwanderungspolitik mit dem Massenzuzug traditional-verwurzelter Muslime ohne ein Integrationskonzept die Basis für entsprechende Probleme gelegt. Dazu muss aber auch gesagt, werden dass die Mehrheit der Deutschen stets gegen die aktuelle Migrationspolitik eingestellt war, sei es das Asylrecht oder früher die Anwerbung von Gastarbeitern. Wenn die Politik jahrzehntelange eine Bevölkerungspolitik gegen die Mehrheit macht, kann dies dem gesellschaftlichen Klima gar nicht zuträglich sein.

    Zur Debatte über den Fundamentalismus des Islam steht die Frage im Vordergrund, ob der Islam reformierbar immer Sinne der Aufklärung ist oder nicht. Ob sich ein “deutscher” bzw. “europäischer” Islam mit integrativ wirkenden Verbänden herausbilden wird oder nicht. Und ob die korantreue Fraktion in die Defensive gerät, somit die Scharia an Befürwortung verliert.

    In England sieht es dieszüglich nicht gut aus. Dort befürworten ca. 40% der Muslime die Scharia. Eine erfolgreiche Integration und gesellschaftlich andauernde Friede halte ich unter diesen Umständen für nahezu unmöglich.

    “Wer nur einen Buchstaben am Koran ändert, ist kein Muslim mehr”, spricht ein deutscher muslimischer Prediger in einer Moschee, wie in einem Beitrag des WDR zu hören war. Eine durchaus problematische Aussage. Hoffen wir, dass die korantreuen, fundamentalistischen Muslime in Deutschland nicht die Oberhand gewinnen, denn ansonsten werden wir uns alle Giordanos Formel anschließen müssen: “Der Islam ist das Problem.”

  27. Merhaba Dilek,

    herzlichen Dank für deinen Beitrag, den ich mit Freude gelesen habe. Mich langweilen auch die ständigen Koranzitate in den Beiträgen und den Medien a la “Da habt ihr den Beweis, dass eure Religion rückständig ist.”

    Das ein großer Teil der Mehrheitsgesellschaft eine negative Einstellung gegen die Türken, den Islam hat, wissen wir seit langem. Hyterisch versuchen sie derzeit die Türken samt ihrer Religion in den Griff zu bekommen. Heuchlerisch redete man bis vor einigen Jahren vom Islamismus, gemeint war auch damals der Islam. Einer Gesellschaft, die so inhuman mit ihrer Minderheit umgeht, darf sich keine Demokratie-Krone auf den Haupt setzen. Die Diskussion über den Islam zeigt noch eins, dass sich ein großer Teil der Deutschen in keinster Weise für das Leben der Muslime interessiert hat. Falls sie dies gemacht hätten, bräuchten sie sich vor ihnen nicht zu fürchten. Bekanntlich führen diese Menschen ein ebenso spannendes oder langweiliges Leben wie die Einheimischen. Sind mehr oder minder religös. Ist bei den Germanen auch nicht anders.

    Woher nimmt eigentlich die eine Seite den Mut dermaßen dreist auf die anderen draufzuschlagen? Das hat auch mit der Schwäche der Türken zu tun. Lethargie, Unwissenheit, Desinteresse, Schicksalsergebenheit, Unprofessionalität, Defizite in der Analyse.

    Ich bin jedoch guten Mutes, dass sich immer mehr Türken aus der Nische verabschieden und Position beziehen werden. Der Weg ist nicht einfach (du schreibst so passend davon, dass die Türken den Stein den Berg hinaufrollen müssen), aber alles andere ist sinn- und würdelos.

    Cok selamlar

  28. “Der Glaube gehört niemandem und allen, vor allem gehört er tief in die Privatsphäre und nicht in ein Regierungsprogramm.”

    Was anderes fordern die meisten der von Ihnen gescholtenen Anti-Islamisten gar nicht.
    Wenn der Islam das von innen heraus fertig bringt, umso besser, dann wird äußere Kritik überflüssig und der radikale Anti-Islamismus wird wieder verschwinden.

    Aber solange es diese Selbstreinigungskräfte im Islam nicht gibt, wird die äußere Kritik zunehmen und das führt dann wieder tragischerweise zu Solidarisierungseffekten zwischen gemäßigten und radikalen Muslimen.

  29. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland Menschen gibt, die gleichzeitig gegen Islam und für Ausländer sind. Die besten beispiele bieten zb. die Foren wie Politicallyincorrect.de. Da fühlt sich jeder rassist wohl.

  30. Ahoi,

    (weitestgehend) schöner Artikel, aber einige aber:

    - “Der Mensch ist wandelbar! Jeder Mensch ist anders. Und was er ist, bestimmt nicht nur er selbst.” – Gilt dann ja wohl auch für Seniore Gül ;)

    - “Die Muslime dürfen nicht vor die Wahl gestellt werden, entweder den politischen Islam oder die Leugnung und Verteufelung ihres Glaubens zu wählen! Denn das werden sie, wir, niemals tun.” – Nicht nur die. Ich bin ein Kafir (şamaniyet var, abla!) verteidige aber auch den Islam, wo immer nötig, da Islamophobie eben doch ein verquerer Rassismus ist, der alle und jeden betrifft, der irgendwie ins Konzept passen könnte (irakische Christen, iranische Zerdüst, tuvaische Schamanen,…).

    - “Und DITIB muß endlich den Plan dieser “Groß-Moschee” in Köln aufgeben.” – Wieso? Es sollte das Recht einer jeden Glaubensgemeinschaft sein, zu bauen, was, wo und wie sie will, solange nicht anderweitig gegen Gesetze verstoßen wird. Denken Sie doch an die neue Synagoge in München. Aber sie schreiben ja…

    - “Die muslimische Gemeinde in Deutschland ist mitnichten mit den Juden zu vergleichen.” – Das ist gelinde geschrieben absoluter Blödsinn und historisch bestenfalls falsch. Warum? Erste dokumentierte Einwanderung von Juden in deutschsprachiges Gebiet (Gegend um Straßburg) ca. 70 n.u.Zr. Dann erwähnen Sie den Dauerbrenner Mendelsohn – und viele relevante jüdische Intelektuelle von Format werden Sie vor Mendelsohn auch nicht finden! Hat bei den Juden also locker flockig 1700 Jahre gedauert. Wir haben aber schon nach gerade mal 50 Jahren Feridun, Fatih Akin und Dilek Hanim – :) – vorzuweisen. Die jüdische Hochphase in der deutschsprachigen Kultur ist wirklich relevant erst ab ca. 1850 und endet bekanntermaßen keine 100 Jahre danach.

    Ich als Kafir kann den Müslis auch viel vorwerfen, aber “how come”, dass es im toleranten jüdisch-christlichen Kernland KEINE Kafir überleben konnten – alle ausgerottet – während es sie in ach so intoleranten, muslimischen Gebieten zumindest noch gibt.

    Was ist davon zu halten, wenn Deutsche heute vom jüdisch-christlichen Europa faseln.

    Nö, Dilek abla: “Der Jude” ist heute nur der kleinere Satan und ein potenzieller Partner und ein potenzielles Argument gegen “den Moslem”. Fallen Sie nicht auf diese Taktik rein!

  31. p.s.: Ich nutze gegen Vorurteile gerne türkische Musik und Filme. Z.B.: Nil Karaibrahimgil, Yakup, Duman, Athena, Ceza, Ayben, Gülay, Nev,… ,oder “Gegen die Wand”, “Hacivat ve Karagöz”, “Vizyontele”, “Crossing the Bridge”, “Babam ve Oglum”, “Büyük adam – kücük ask”,… und es funktioniert!!! Man muss nur wissen, was man wem vorsetzt.

    Wie kommst Du darauf, dass es (im Gegensatz zu “den Juden”, wie und was auch immer Du hier mit “den Juden” gemeint haben solltest) an kulturellen “Meilenstein” fehlen würde? Gerade heute und bzgl. der türkischen Kultur in der TR und in der BRD? Und da sind dann noch unsere Kollegen in Tatarstan, Bashkortostan, Kasachstan oder auf der Kirim? Die dominieren die Pop- und Film-Szene in der GUS. Bitte keine unangebrachten Minderwertigkeitskomplexe auf Grund rassistisch begründeter Nicht-Beachtung im “westlichen” Diskurs.

    Egal, wie Du zu diesen Zeitschriften im einzelnen stehst, aber gibt es irgendetwas was z.B. Kacak Yayin oder Agos oder die “Leman”-Sachen in der BRD? Wo ist Gesellschaft/Kultur in Bewegung? Wo werden kontroverseste Meinung im TV vertreten (Ulusal Kanal, Dost TV, Avrasya TV, Kanal Türk, Samanyolu TV, etc.) und wo werden statt dessen mit Verweis auf eine heterogene und pluralistische Gesellschaft Demonstrationen de facto verboten (Heiligendamm, Bannmeilen) und “falsche” Meinungen aus dem öffentlichen Diskurs verbannt? Ich schreibe nicht von 1990, ich schreibe über 2007!!!

    Nö, Dilek abla: Fallen Sie nicht auf diese Taktik rein!

  32. Hallo allerseits,

    Einige Teile dieser Diskussion haben für mich klaren Kindergartencharakter.
    Christen haben gmordet im Namen Gottes, Muslime taten und tun es….daraus wird dann “Ihr habt gemordet….nein IHR…nein IHR…usw usw usw.
    Ich glaube kaum das man dem Andenken unschuldiger die gutes tut die wegen eines solchen Wahnsins (Ich töte für Gott) sterben mussten. (Meiné Worte richten sich an alle Angehörigen aller Religionsgemeindschaften)
    In den Kreuzzügen hieß es “Gott will es”
    Das war das Credo der Tempelherren. Genauso wie dieser Irre Bush sich anmaßt von einem Kreuzzug zu sprechen.
    Er und seine Ölbarone greifen Länder an in deren Angelegenheiten man sich nicht einmischen sollte, auch wenn sie durch einen Irren unterjocht werden.
    Sie sind nicht die Weltpolizei.
    Die Iraker z.b. hätten das Problem Saddam auf eigene Weise Regeln müssen, das Klingt hart, aber nur so wird man selbstständig.(Sihe Frankreich 1789)

    Ein vor der Tat geschnappter islamischer Bombenattentäter hat gesagt” Gott will es, wenn ich die Bombe zünde und jemand Stirbt, bin nicht ich es der tötet sondern Gott, der entscheidet über Leben und Tod und ich erhalte meine Jungfrauen im Paradies.

    Dann frage ich alle extremistischen Glaübigen (Christen, Juden, Muslime etc.)
    Wenn ihr die Bomben in eurem Lager bei euresgleichen zündet, dürfte diese theoretisch nicht explodieren….mhhh…wenn ihr euch also sicher sein wollt das das was ihr tut richtig ist, könntet ihr so herausfinden ob es wirklich das richtige ist. Also probiert es doch aus!
    Das wollt ihr nicht? Wisst ihr warum?
    Weil ihr wisst das nur Gott allein das recht hat Leben zu geben und auch wieder zu nehmen, niemand sonst….es sei den er glaubt er sei so groß wie Gott oder Gottgleich.Niemand hat das recht zu töten und Gott ist Groß er ist allmächtig und kann sich selbst verteidigen. dDafür braucht er keine Mordlustigen, nach Blut lechzede Irre.
    Das ist nicht im sinne einer friedllichen Religion.
    Luzifer, Satan, Seytan oder wie auch immer man ihn nennen mag, wurde deshalb verstoßen weil er sein wollte wie Gott.
    Jesus hat dem Alten testament der Bibel Öffentlich wiedersprochen, Es hieß ja Auge um Auge, Zahn um Zahn, usw.
    Er sagte, wenn du auf die eine Wange geschlagen wirst halte auch die andere hin um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.
    Er sagte auch, wenn du in einem Fremden Land bist musst du dich an deren Gesetze halten.
    Im Halten Testament hieß es; Liebe deinen Bruder, hasse deine Feinde. er aber sagte,
    liebe deine Feinde….Ja mehr noch liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ich denke, das sein Grundgedanke der Richtige war. Nur durch Liebe schaft man Liebe und Freunschaft, nicht durch das Schwert.
    Selbst als man ihn im Garten Genezareth verhaftete und er wusste das er sterben würde, (einer seiner Jünger hatte einem Soldaten ein Ohr abgetrennt)kümmerte er sich um den verletzten Soldaten und heilte ihn.
    Das Alte Testament ist vorgeschichtlich zu sehen, für Christen steht das Neue Testament.
    Im alten Testament ist Abraham (Ibrahim) der Vater von Ismail und Isaak.
    Mohammed ist der Legende nach Ismails Nachfahre.(Ismail ist der Sohn der Verbindung zwischen Abraham (Ibrahim) und seiner Bediensteten Hagar. Jesus Ist der Nachfahre Isaaks (Isaak ist der Sohn der verbindung zwischen Abraham und seiner Frau Sahra)
    Wenn man von der Legende ausgeht sollten Christen Mohammed achten, den auch er ist ein Nachkomme Abrahams (Ibrahims) und Muslime sollten Jesus (Isa) achten, denn auch er ist ein Nachkomme Abrahams (Ibrahims).Man hatt zwar verschiedene Auffassungen von der Art zu glauben und Gott seine Liebe zu zeigen, aber wir alle sind Kinder Gottes und so lange wir auf der Erde leben sollten wir einander achten, Respektieren und voneinander und sogar miteinander lernen.
    Denn wer mit seiner Auffassung recht hat oder nicht entscheidet sich nicht hier.
    Ich denke das Gott ALLE seine Kinder liebt, unabhängig davon wie sie ihm ihre Liebe zeigen..und ist betrübt wenn Menschen um seinetwillen Kriege führen.
    Wenn ihr drei Söhne hättet dessen Namen Islam, Christentum und Judentum sind und sie zwar verschiede Auffassungen davon haben euch zu ehren, es aber mit Liebe und
    vollem herzen tun ohne jemandem zu schaden…würdet ihr unabhängig davon das ihr möglicherweise eine der Arten euch zu ehren bevorzugt, nicht alle 3 Gleichermaaßen für ihre hingabe Lieben?

    In einer Klassensituation 10. Klasse gab es das Projekt frei Kunst.
    Zwei Muslime Bauten das World Trade Center Nach und machten sich über die Toten Lustig..sie fanden es sogar witzig das sich Kindergärten in den Gebäuden befanden.Christen sind weniger wert als Schweine haben sie gesagt. Wir müssen uns an keine Gesetzt halten ausser an die unseren, den wir sind Muslime und für uns gilt der Koran und die Scharia.
    Aber genauso, nur eben andersherum scheint Bush zu denken.
    Ich finde alle die so denken,sollten sich schämen.Denn das sorgt für frischen Nährboden für die Extremisten des anderen Lagers.
    So finden Hassprediger anklang, indem sie behaupten das 10.000 Homosexuelle Christliche Soldaten (so einen Blödsin habe ich kürzlich gehört) über ihre Grenzen kommen um sie zu Schlachten.
    Oder eben finden Menschen in Europa anklang die sagen das sich die Ganze Islamische Welt auf eine Entscheidungsschlacht vorbereitet um Europa zu vernichten und die Bevölkerung zu zwingen Muslime zu werden oder zu sterben.
    Ich finde es einfach nur besorgniserregend.

    Was die Moschee in Köln betrifft…ist wirklich so das diese Höher sein soll als der Kölner Dom?
    Wnn ja, habe ich die Befürchtung, das es so ausgelegt wird als wolle die Ditib damit sagen das sie Größer sind als die Kölner, so etwas wirkt sehr provozierend.
    Ein Kurdischer Journalist hat gesagt das in den Kölner Moscheen die Türkische Flagge genau an der Wand befestigt ist die gen Mekka zeigt.
    Soll man jezt nach Mekka beten oder die Türkische Flaggen anbeten?
    Es sind nicht alle Muslime Türken und wo übertriebener Nationalstolz hinführt müsste man in den lezten 3000 Jahren festgestellt haben.

    LG Ramona

  33. Hallo,
    mein Beitrag hat nichts mit der obigen Diskusion zu tun.
    Ich finde den Text von Dilek Zaptcioglu gut.
    Endlich mal ein paar selbstkritische Worte von einer Türkin.
    In Wirklichkeit ist es leider so, das sich die
    Türken in Deutschland ständig neue Feinde schaffen,
    indem Sie sich gegen jeden Kontakt von “Nichttürken” sperren.
    Wenn man sich die Schulklassen anschaut, so sieht man immer
    Gruppen von Türken, die nur auf türkisch reden und mit anderen
    nichts zu tun haben.
    Es artete teilweise so aus, das zwei Leute jahrelang
    nebeneinander in der Schulklasse sitzen und kein Wort miteinander wechseln.
    Zumindest eskaliert dies in Köln mittlerweile so.
    Es gibt viele türkische Geschäfte, wo man als Nichttürke teilweise
    ablehnend und unfreundlich behandelt wird.
    Auch wenn man auf diese Leute freundlich zugeht und nur kommunizieren möchte,
    merkt man sehr oft die Ablehnung. Das geschieht aber nicht nur gegen Deutsche, sondern auch gegen andere Ausländer. Die Türken müssen aus Ihrer Ecke rauskommen und sich
    auch integrieren lassen wollen.
    Die Ablehnung kommt eben nicht nur von den Deutschen, sondern vielfach von den
    Türken selbst.
    Auch andere Moslems die ich kenne (Afghanen, Iraner, Palästinenser) haben
    extrem wenig Symphatie für die Türken. Das muss doch von irgendwo kommen.
    Auch sind Mischehe bei den Türken absolut verpönt. Türkische Väter wollen türkische Kinder (am liebsten Söhne). Das grenzt für mich schon an Rassismus. Oder hat einer schon einmal versucht eine Türkin als Freundin zu haben. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Probleme vorprogrammiert. Die Türken müssen offener und liberaler werden, dann werden Sie merken, dass die Welt da draußen gar nicht so böse ist.

  34. Aha, hier gibt’s also auch eine Zensur! Liegt die Redaktion der taz etwa in Ost-Berlin?

    Unter diesen Umständen ist eine Diskussion offensichtlich sinnlos.

    Sehr bedauerlich.

    Gruß

  35. also, wenn ich hier so manche kommentare, diese geballte kacke von kartoffelfressenden (hehe) laberbacken, lese kann einem ob der bis zum himmel aufgetürmten scheisse schnell die lust auf integration oder was auch immer vergehen. man— fickt doch mal eure freundin oder freund in den arsch, raucht einen joint oder macht euch sonstwie locker !!!

    an dilek + anhang: euch liebe ich.

    euer geekboy
    _____________________________________________
    http://www.ich-scheiss-auf-euch-alle-ausser-dilek.de

  36. Servus und Selam,

    ich verstehe nicht, dass Dir nicht klar ist, wie ressentimentgeladen Du selbst bist:

    “Es geht in Köpfe, die mit dem deutschen Kollektivverständnis großgeworden sind, offenbar nicht rein, daß sie damit Hunderttausende von Menschen über einen Kamm scheren und pauschalisieren.

    Ich gebe die Hoffnung langsam auf, daß man/frau in Deutschland als Einwanderer zweiter, dritter, fünfter, siebter Generation leben kann ohne täglich beweisen zu müssen, daß man die armen, arglosen, guten Einheimischen nicht umbringen, ausbeuten, hintergehen, beklauen und belügen will.”

    Das sind wir wieder, die im Gleichschritt marschierenden Deutschen. Später sagst Du sogar nochmal ganz deutlich: Ich glaube nicht, dass man gegen den Islam und für Ausländer sein kann.
    Nein, soviel Differenzierungsvermöden, dazu sind die Deutschen nicht fähig, der Rassismus liegt uns gewissermaßen im Blute.
    Ich bin gegen den Islam und für “Ausländer” und ich kenne viele wie mich.

    Für Dich ist es kein Problem nur das Gute der religiösen Traditionen des Islam zu wählen, Du bist so frei, doch theologisch führt kein Weg dorthin. (Oder welcher?)
    Der für die Türkei so prägende Sufismus, auch der Einfluss von Aleviten auf Kultur und Spiritualität hat mit dem orthodoxen sunnitischen Islam fast nichts zu tun, doch die Lehren dieser erstarrten Religion sind fürs heute leider wie gemacht.

    Während Fatwas, Hadithe und Tafsir schon lange online sind und ihre simple Logik entfalten: Jeder Buchstabe des Koran ist ewiggültige Wahrheit, alle menschlichen und gesellschaftlichen Fragen können damit und mit Analogieschlüssen entschieden werden – geraten traditionelles, großzügigeres Religionsverständnis und eine Praxis, die an die eigene Kultur durchaus angepasst worden war, ins Hintertreffen.
    Die “härteren Argumente und Fakten” scheinen mir die Islamisten zu haben (da stehts geschrieben, hier könnt ihrs nachlesen) und ich habe das Gefühl, dass ihr Einfluss weiter steigt (zB. auch in Thailand, Malaysia, Indonesien etc.), auch unter den hiesigen Einwanderergemeinden.

    Alles Paranoia, alles Rassismus? Ich (die Gegenseite) fühlt sich von solchen Totschlagargumenten ebenfalls verletzt und pauschal abgewertet. So kommen wir nicht weiter.

    Lieben Gruß, Ml

    Hallo, 

    Ich habe Deinen Kommentar aufmerksam gelesen. Ich stimme aber nicht mit ihm überein. 

    Was in Deutschland seit Beginn der 2000er eskaliert, ist ein Haß auf den Islam per se. Das ist nichts anderes als dumpfer, ignoranter Rassismus. Diese Karikaturen sind Volksverhetzung und haben nichts mit künstlerischer Freiheit zu tun.

    Das Töten ist zum Beispiel tabu. Warum töten wir nicht? Weil wir versuchen, uns zu “benehmen”.

    Wozu gibt es die Strafrechtsparagraphen über Volksverhetzung? Weil wir Rücksicht auf gesellschaftlichen Frieden nehmen müssen.

    Diskutieren ist eine sache. Man sollte über alles frei diskutieren. Diese Zeichnungen sind keine Diskussion. 

    Ich bin nicht derselben Meinung, trotz meiner Islamismus-Kritik. 

    Die Auslegung der Religion ist immer eine Entscheidungsfrage. Der Punkt ist: Es gibt keinen Islamismus pur. Er ist mit vielem vermengt.

    Wenn junge Deutschtürken aus Berlin auf einmal sich als “Muslime” definiren, dann hat das politische Ursachen und soziale – das hängt sehr viel mit Rassismus zu tun. Denn auch sonstwo gibt es Türken, in Kanada, Brasilien, Australien – es sind Proleten wie auch in Deutschland, und sie sind gänzlich anders….also: what´s the point? 

    Auch wenn ich sehe, daß Du “keine Lust mehr auf den Islam” hast….Vorsicht! Das ist einfach falsch und lädt Gewalt und Krieg ein.

     

  37. Hallo Dilek (?)

    Warum ist es einfach falsch gegen den Islam zu sein? Deswegen lade ich schon zu Krieg und Gewalt ein, da stimmt doch was nicht! Der Islam formiert sich selbst immer mehr in Blöcke, aktuell auch wieder am Sunni-Schia Konflikt exemplifiziert.
    Ich bin nicht gegen Muslime! Mir ist völlig klar, dass nach wie vor eine Vielzahl persönlicher Glaubenskonzepte gelebt wird, und man auch niemanden auf diese allein reduzieren kann.
    Aber die Vertreter der “reinen Lehre” agieren selbst äußerst scharf gegen regionale, unterschiedliche Adaptionen des Islam. Im persönlichen Kontakt, wie in islamischen Foren hatte ich sogar schon öfters das Gefühl, dass das einen Teil ihrer Anziehungskraft ausmacht, die geeinigte Umma eben, überall unter dem gleichen Gesetz. Vollmundig beanspruchen diese Geistesriesen dann ja auch über “Rassen und Nationen” zu stehen, eine Art “Urislam” anzubieten. Das macht sie wirkungsmächtig und gefährlich.
    Das hat mit Rumi nichts mehr zu tun, vielmehr finden eine Vielzahl “gut begründeter” Takfir-Urteile gegen mystische Strömungen ihre Verbreitung.

    Was mir Angst macht und was auch, das sei zuegegeben, Hassgefühle bei mir auslöst, sind die infamen Glaubensregeln und Inhalte, die im Namen dieses global missionarisch tätigen “reinen Islam” gepredigt werden. Ersparen wir uns hier die Aufzählungen, Dir wird das immer gleiche auch schon zu den Ohren raushängen.

    Hier ist eben nicht Türkei! Neben einigen (konservativen) Sufigemeinschaften und religiös beinah einflusslosen Aleviten,
    war vorallem Mili Görüs jahrzentelang aktiv in der deutschtürkischen Gemeinde. Der neulich gegründete Dachverband der Muslime ist gründlich mit landesfremden Interessengruppen verbandelt, bishin zur Muslimbruderschaft. Das ist mir mehr als suspekt.

    Die Abschottungstendenzen innerhalb der türkischen Gemeide nehmen doch nicht nur wegen des (die Deutschen in Deinen Augen konstituierenden?) Rassismus zu. Die nach Deutschland migrierten Schichten sind überwiegend typische AKP-Klientel, man ist wieder Stolz auf seinem Islam, man hat es doch schon immer gewusst, die ungäubigen Deutschen und ihr sittenloses Leben, damit will man nichts zu tun haben.

    Ja, der türkische Chauvinismus hängt mir genauso gut zum Halse raus: die kalten Deutschen, alle Eltern kommen ins Altersheim (sie leben halt auch viel länger, aber egal), die Kinder haben keinen Respekt vor den Eltern, die Familien lösen sich auch,
    Chaos und Verfall… Damit muss auch mal Schluss sein.

    Noch eine kleine Beobachtung aus dem Alltag: während mich die alten Kopftuchmuttchen in meinem Kreuzberger Mietshaus mit gütigen Lächeln bedenken und mir auch mal einen Börek rüberschicken, stiefeln die eleganten Neomuslimas meist kalten Blickes an mir vorüber und lassen Grüße oder Augenkontakt an ihrem Hijab abprallen. Ich sehe das inzwischen als symptomatisch an.

    Gruß, Ml

  38. Liebe Fr. Zaptcioglu, was sagen sie denn zu Arzu Toker? Es ist schwer als Türkin zwischen 2 Fronten zu geraten, aber auch noch schwerer, wenn man als Moslem mit den radikalen in einem gleichen Topf reingeworfen wird, ob lazistisch oder nicht.

  39. Hehe, der Block ist wiederauferstanden… . Hakan scheint im Urlaub zu sein… nun denn…

    Zu der jüdischen Gemeinde:
    Ich würde doch dagegen protestieren, die Situation der Juden mit denen der Muslime zu vergleichen. Leider ist es ja so, dass erkennbar jüdische Deutsche inzwischen nicht mehr ohne Angst durch muslimisch geprägte Viertel gehen können. Genauso wenig wie erkennbar Homosexuelle. Die wachsende Anzahl von Hate crimes muslimischer Einwandererjungen spricht da Bände.

    Heute nahm man zwei Deutsche und einen Türken fest, die mal eben am 11. September ein paar Massenmördchen begehen wollten. Wenn das so stimmt, bestätigt das die alte Weisheit, dass Konvertiten einen Schuss weghaben und ne Tendenz zur Gemeingefährlichkeit haben. Also: Achtung vor Deutschen, die ihr Selbstwertgefühl mit einer Religion aufwerten müssen…

    Und ich finde ja immer noch, dass nicht die westlichen Massenmedien den Islam schlechtmachen, sondern das sind immer noch die Massenmörder, die im Namen des Islams auf uns moralisch verdorbene Krüppel dreinschlagen wollen. Man kann es ja nicht leugnen, dass zur Zeit an vielen Orten eine Ideologie herrscht, die andere Menschen zu Untermenschen erklärt und dadurch zur Enthauptung, Sprengung, Verbrennung usw. freigibt. Ich vermute mal, der exreme Islamismus hat mit dem Neonazismus gemein, dass zum Beispiel in nicht wenigen ländlichen Gebieten eine Indifferenz gegenüber dieser Ideologie herrscht. Wenn man also der deutschen Gesellschaft vorwerfen kann, dass sie zu wenig gegen den REchtsradikalismus tut, so kann man das mit nicht wenigen Muslimen in Hinsicht auf die Islamisten ebenfalls.

  40. Fazit: Religion ist Mist, abgesehen von der Barmherzigkeit.

  41. Das allererste Moscheebild stammt nicht von der Kocatepe Moschee sondern von der Faysal Moschee in Pakistan.
    Als eine Studentin der Architektur glaube ich das merken zu können;)

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