Archive for Juni, 2008

29.06.2008 von Dilek Zaptcioglu
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In eigener Sache: Wie findet Ihr die Umstellung?

von Dilek Zaptcioglu

Istanbulblog schliesst hiermit sein zweites Jahr ab und schreitet in ein drittes. Dabei findet eine richtig radikale Umwälzung auf www.taz.de statt. Sogar ich habe Probleme, meinen Blog wiederzufinden.

Deshalb bin ich gespannt: Habt Ihr Probleme, zum Istanbublog zu gelangen? (komische Frage: wenn Ihr das liest, dann seid Ihr ja da, aber vielleicht doch über sieben Brücken gehend?)

Neues Lesezeichen: http://blogs.taz.de/istanbulblog/

Wie findet Ihr es, daß die Kommentare nicht automatisch unten angehängt sind?

Zu den Kommentaren gelangt Ihr, indem Ihr auf der obigen Seite blogs.taz.de/istanbulblog die Überschrift meines jeweiligen Blogartikels anklickt und dieser sich auf einer neuen Seite öffnet: Darunter ist die Kommentarschlange. Mit türkischen Buchstaben hat das System offenbar Probleme…  

Dann geht es bald weiter mit dem neuen Eintrag, natürlich über den heißen summer on the floating island Büyükada, dieses Jahr mit einem wunderschönen kleinen Boot, über die Möwen und die Wellen, darüber, warum Männer kommen müssen, wenn eine Frau sie… weiter lesen

20.06.2008 von Dilek Zaptcioglu
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Kurz vor dem Viertelfinale, auf Büyükada: Und danach!

von Dilek Zaptcioglu

Ein unglaubliches Spiel! Dramatischer geht es ja gar nicht.

Und: Die beste Schlagzeile, die man seit langem gelesen hat – in der taz:

Schon wieder ein türkisches Wunder

Ausgerechnet das drögeste Spiel geht in die erste EM-Verlängerung: In der 119. Minute schießt Klasnic die Führung. Doch Semih gleicht in der Nachspielzeit aus. Im Elfschießen zeigen die Kroaten Nerven.

Und:

Am Mittwoch Türkiye gegen Almanya – der Ernstfall! Die “Für-wen-bist-du-dann”-Frage!

Ich bin für Semih.

Davor hatte ich das geschrieben: 

Was soll ich noch sagen? Die Insel, auf der ich bin, schwimmt immer noch vor sich hin, vor der asiatischen Küste Istanbuls, wenn sie heute abend nicht untergeht, falls die türkische Nationalmannschaft ins Halbfinale kommt. Wenn (fast) alle Bewohner der Türkei aufspringen, könnte sogar die Erde aus ihrer Umlaufbahn kommen. Ich traue das den Zuschauern heute nacht zu. Das macht mich zugegebenermassen etwas bedächtig. Dennoch will ich… weiter lesen

02.06.2008 von Dilek Zaptcioglu
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Von Burberry-Kopftüchern und religiöser Freiheit in Zeiten des wilden Kapitalismus

von Dilek Zaptcioglu

Der türkische Außenminister Ali Babacan sagte vor ein paar Tagen in Brüssel, daß “nicht nur nichtmuslimische, sondern auch muslimische Bürger Probleme in der Türkei hätten. ihre Religion auszuüben”. Das sorgte natürlich für eine große Debatte im Land selbst.

Wie falsch verstandene “religiöse Praxis” aussehen könnte, demonstrierten kurz darauf ein paar Dutzend junge Bewohner der Kleinstandt Sapanca – immerhin weit westlich in der Türkei, im Süden Istanbuls. Hier gibt es einen schönen See, weshalb die Rudermannschaft der Universität Ankara kam umzu trainieren und sich hier auszuruhen, darunter drei Ruderer der türkischen Nationalmannschaft.

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Der Streit brach wegen einer Kleinigkeit aus, die Parkgebühr des Mannschaftsbusses. Viel wichtiger sind jedoch die Schlachtrufe der erbosten Jugend gewesen, die mit Schlagstöcken und Steinen auf die Sportler losging: “Hier wird nicht in kurzen Shorts und engen Gummianzügen herumgelaufen, Ihr Gottlosen!” (Allahsizlar!)

Das Resultat: Mehrere Verletzte, drei von ihnen krankenhausreif geschlagen, die Ruderer kehren unter Schock nach Hause zurück… weiter lesen