istanbulblog: here again

 

Verdammt lang, verdamp lang her, oder? Lange nichts geschrieben hier,

Euch lange nichts aus Istanbul erzählt.

Aber es geht weiter. Und es gibt natürlich viel nachzuholen.

Als erstes erzähle ich von dem, was ich in der Zwischenzeit so machte.

Zum Beispiel Übersetzungen: Die interessanteste Arbeit war an dem

Roman “Die Heimsuchung” von Jenny Erpenbeck.

Die Atatürk-Biographie von Klaus Kreiser war auch eine lohnende Arbeit

für mich. Daneben zahlreiche andere Geschichten, von denen manche

Spass machten und andere weniger.

Ich habe mich weiterhin als Reise-Autorin betätigt: Die Marco-Polo-Reihe

ist jetzt aktualisiert und erstrahlt buchstäblich in neuem Glanz.

Da empfehlen wir mit Vorliebe Adressen jenseits von Massentourismus

(wer einen besonderen Tipp braucht – nur zu).

 

Aber die wichtigste Neuigkeit ist meine Sammlung kulturpolitischer

Essays, die diese Tage – diesmal und ersmals als Buch auf Türkisch –

in Istanbul erscheinen:

“Sie sind nicht authentisch genug, mein Sultan!” lautet die Übersetzung

des Titels – in Türkisch Gott sei Dank kürzer.

Untertitel: “Modernität, Religiösität und Freiheit”.

Der osmanische Sultan Abdulaziz besuchte 1867 anläßlich der Pariser

Weltausstellung Europa. Die Pariser Gesellschaft war enttäuscht, weil er

nicht orientalisch genug erschien: Wo waren die schwarzen Eunuchen,

die schönen Sklavinnen des Harems, warum erschien der Sultan

in einer, wenn auch schönen, Uniform? Hätte er den Fes nicht auf dem

Kopf, hätte ihn kaum jemand für den gehalten, der er “eigentlich” war:

Den Anderen, den Fremden, das Oberhaupt der Orientalen.

Für alle, die (noch) nicht in den Genuß der Lektüre kommen, weil sie

nicht Türkisch können, werde ich demnächst die Inhaltsangabe und

einige Passagen aus meinem Buch übersetzen und hier reinstellen.

Ansonsten werde ich wiedergeben, was hier so passiert:

Nicht nur Politik, sondern wie immer auch Kultur,

Soziales, Wirtschaft. Der Blog gewinnt diesmal den Charakter

eines wirklichen Tagebuches, das vielleicht auch

einmal in Druckform erscheinen kann – eine Art

Istanbuler Chronik.

Es gibt noch eine Neuigkeit – der Blog ist ab jetzt zweisprachig,

wobei die Inhalte variieren können.

 

istanbulblog”u özledim.

tageszeitung bünyesinde yazdığım yüzlerce yazı sahipsiz kalsın

istemiyorum. Onları yalnız bıraktığım için epeydir üzgündüm.

Bu sefer farklı: Türkçe de yazacağım. Blog iki dilli olacak ama her zaman

aynı içeriği taşımayacak.

Blog yazmak zevkli olduğu kadar zaman alan da bir iş. Yazdığımız harfler

sonsuzlukta kaybolmuyor, bundan eminim.

Yine de onları toplamak istiyorum bu kez. Bir günce gibi yazacağım

onun için. Kendim için, sizin için, bizim için.

Öncelikle kısa bir duyuru:

Bir kitabım çıkıyor – ilk kez Türkçede. Birikim dergisinde ve farklı yerlerde

yayınlanmış yazılarımla, yeni yazdığım yazıların toplandığı, on altı

denemelik bir cilt bu.

“Yeterince Otantik Değilsiniz Padişahım – Modernlik, Dindarlık

ve Özgürlük”.

İletişim Yayınları’ndan çıkacak kitap önümüzdeki hafta

kitapçılara ulaşmış olacak.

Ve sonra, burada yine özgürce yazmaya devam edeceğim.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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