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Einer der Umstände, die das Leben auf dem Land so angenehm machen, ist die Fülle an Bedeutungslosigkeit. Die Wolken ziehen dahin, wie von ungefähr. Auf den Feldern liegt eine weiße Schneedecke, die das Auge zum Horizont gleiten lässt. Die Häuser stehen auf ihrem Platz; da verändert sich wenig.
Der große Reichtum an Bedeutungslosigkeit – informationstheoretisch Rauschen genannt – lädt zur inneren Einkehr ein. Man kann spazieren gehen oder einfach dasitzen und in die Landschaft schauen, ohne dass einen etwas behelligt. Deshalb kommen die Städter zur Erholung so gern aufs Land.
Nun muss ich präziser werden. Nur für die Stadt-gegerbten BesucherInnen ist das Land bedeutungslos. Die Wolkenformen deuten auf einen Wetterwechsel, der Wind steht auf süd-südwest. Durch die Schneedecke schaut der Winterweizen; es wird Zeit, dass der Schnee schmilzt. Schulzes haben anscheinend doch eine Baugenehmigung für ihren Dachausbau bekommen.
Das Rauschen ist eine subjektive Kategorie. Wer die… weiter lesen