Spanien ist ein Suppenland. Im Sommer, wenn einem eigentlich schon bei dem Wort “Suppe” das Wasser von der Stirn tropft, essen wir erfrischenden kalten Gazpacho, einen Salmorejo oder Ajoblanco, die andalusische Knoblauch-Mandel-Suppe mit Trauben. Wenn es aber lange heiß war und wir uns an solcherart Suppen satt gegessen haben, warten wir sehnsüchtig mit dem Löffel in der Hand auf das erste kühle Lüftchen, um die geliebten Ein-Topf-Gerichte zu rechtfertigen: Cocido, Puchero oder etwa eine Olla de música, ein Eintopf aus dem Hinterland Alicantes, der ausgedacht wurde, um die Musiker Alcoys, das für eine der besten Fiestas bekannt ist, auf den Beinen zu halten.
Spanien ist auch das Land der zwei Jahreszeiten. Sommer/Winter, Winter/Sommer, das geht nahtlos ineinander über, weshalb derzeit noch in allen Küchen der Puchero – Nationalgericht, bevor er von der Paella verdrängt wurde – in großen braunen Töpfen vor sich hin köchelt.
Eine Suppe mit Geschichte ist hier die Sopa boba,… weiter lesen
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20.04.2007 von Claudia Mussotter