Archive for Mai, 2007

24.05.2007 von Claudia Mussotter
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Adiós Motherfucker: mit Minirock, Three Dollar Shoes und Gin & Tonic zum Lutschen

von Claudia Mussotter

gin_tonic.jpg „Beefeater oder Larios?“ lautet die Frage in Bars auf die Bestellung eines Gin & Tonic, hier an der Mittelmeerküste ein Klassiker und getrunken vornehmlich mit diesen beiden Sorten.
Im Norden, im Baskenland, dagegen kann es ohne weiteres passieren, dass man einen Gin & Tonic bestellt und zur Antwort bekommt: „Im Glas oder eingepackt zum Mitnehmen?“ Dies ist kein Witz, denn der umtriebige Besitzer der Bar „Museo del Whisky“ (Whisky-Museum) in San Sebastián, Paul Bordonaba, hat nach zahllosen vergeblichen Versuchen, die nur angebrannte Töpfe zur Folge hatten, seine Fiktion vom ersten Gin&Tonic-Bonbon der Welt im letzten Jahr endlich umgesetzt.
Wie es dazu kam? Ein Barbesucher bestellte die famose Kombination von Gin und Tonic, rührte mit einem Lolli um und steckte ihn dann in den Mund, um ihn abzuschlecken. Es schmeckte, und die Idee eines Gin&Tonic-Bonbons ging Paul Bordonaba nicht mehr aus dem Kopf.
Der Gin & Tonic zum… weiter lesen

18.05.2007 von Claudia Mussotter
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Luxus in Dosen – mit D.O.

von Claudia Mussotter

conserva.jpgAbgesehen vielleicht von Kaviar und Foie gras werden Konserven auf der ganzen Welt normalerweise als Notlösung angesehen, die höchstens bei frisch Verheirateten und Geschiedenen zum Einsatz kommt, bei solchen, die gerade das Elternhaus verlassen haben, Wohnsitzlosen oder Menschen, die absolut nicht kochen können. Sie finden sich in den Rucksäcken von Abenteurern, Ausflüglern und Soldaten – kurz: Wenn eine Dose auf den Tisch kommt, signalisiert das immer eine außergewöhnliche Situation.
Nicht so in Spanien! Konserven konkurrieren nicht mit ihren frischen Pendants, sie sind ein eigenständiger Teil der hiesigen Gastronomie und dürfen deshalb geschmacklich nicht mit diesen verglichen werden. Dabei wird oft das Beste von Land und Meer in Dosen gepackt und kann in vielen Fällen sehr wohl als Delikatesse gelten.
Spargel aus Navarra, Paprikaschoten „del piquillo“ aus Lodosa, Artischocken aus Tudela, Miesmuscheln aus Galicien… eine ganze Reihe spanischer Konserven hat einen Stammbaum, kann auf eine so genannte kontrollierte Herkunftsbezeichnung… weiter lesen

11.05.2007 von Claudia Mussotter
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Paella mixta, die aus Alicante

von Claudia Mussotter

arroz_paella.jpgManuel Vázquez Montalbán, der große Krimiautor und Kenner der spanischen und insbesondere katalanischen Küche, hat einmal geschrieben: „Für den Großteil der Spanier reduziert sich die valencianische Gastronomie auf die Paella. Und wenn man nachfragt, was sie unter Paella verstehen, kommen sie mit irgendwelchen Rezepten daher, die kein Valenciano wiedererkennen würde. Diese internationalisierte Paella ist im Endeffekt ein Reisgericht, in dem man Fleisch und Fisch vermischt und irgendwelches Gemüse dazugibt – mit Ausnahme von Bananen.“
Nun muss man dazu sagen, dass Valencianos als authentische Paella nur die des Landesinneren ansehen, die mit Huhn, Kaninchen und den speziellen großen Bohnen aus der Region gemacht ist. Und wenn ihre Zeit ist, wirft man noch ein paar Schnecken hinein.
In der Provinz Alicante dagegen ist man lockerer und plädiert für die Paella mixta beziehungsweise “mar y montaña” und kombiniert Fisch mit Fleisch.
Ebenso wichtig ist der Unterschied in der Zubereitung: Während… weiter lesen

10.05.2007 von Claudia Mussotter
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Noch mehr Nudeln. Auch in der Paella!

von Claudia Mussotter

Fideuà – die Nudel-PaellaFideua.jpg
Fideuà – das ist ein typisches Gericht der valencianischen Küste, leicht und sommerlich, das ursprünglich von Fischern auf ihrem Boot zubereitet wurde. Dazu verwendeten sie nicht das Beste vom Fang, sondern beschränkten sich auf weniger geschätzte Felsenfische und was sonst noch im Netz war und kochten daraus eine leichte Brühe.
Über die Entstehung der Fideuà gibt es zwei Versionen. Die eine: Als es industriell möglich war, Nudeln herzustellen, warfen die Fischer diese anstatt trockenen Brots in die Brühe. Die andere: In Gandía kam man aus unerfindlichen Gründen plötzlich bei einer Paella am Strand auf die Idee, den Reis auch mal durch Nudeln zu ersetzen. Prompt hatte dieses neue Rezept so großen Erfolg, dass man fortan nur noch diese Nudel-Paella zubereitete.
Heute ist das Gericht so populär, dass man regelmäßig im Sommer Wettbewerbe veranstaltet, um die besten Fideuà-Köche zu prämieren.

Zubereitung
Für… weiter lesen

07.05.2007 von Claudia Mussotter
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Über die Gabel und: Ein teuflisch schnelles Nudelrezept

von Claudia Mussotter

Assorted_forks1.jpgAls Instrument des Teufels galt sie, immer griffen die bösen Mächte der Hölle zur Gabel. Doch des Beelzebubs Werkzeug auf der Tafel? Das wussten Kirche und Klerus lange Zeit zu verhindern, denn schließlich hat Gott dem Menschen ein natürliches Werkzeug mitgegeben, seine fünf Finger. Weshalb auch Martin Luther gegen den Gebrauch wetterte mit den Worten: „Gott behüte mich vor Gäbelchen.“
Der interessanteste Teil unseres Essbestecks ist denn auch der jüngste – trotz seines sehr alten Ursprungs. Denn vermutlich diente schon ein verzweigter Ast unseren Vorfahren als Bratspieß, um Fleischstücke übers Feuer zu halten und zu wenden.
Was so lange zum Durchbruch gebraucht hat, ist anscheinend gar nicht wichtig, denn den meisten Kulturen – mehr als vier Milliarden Menschen – macht es nichts aus, immer noch wie unsere Vorfahren mit den Fingern zu essen. Auch das Hantieren mit Stäbchen in asiatischen Ländern überwiegt mit mehr als einer Milliarde… weiter lesen