Nach einer Legende ruhte sich Rey Jaume I., König Jakob der Eroberer (1208-1276), in Valencia gerade vom Kampf gegen die Muselmanen aus, als ihm von einem jungen Mädchen ein Krug mit süßer Erdmandelmilch gebracht wurde. Sie schmeckte ihm so gut, dass er ausrief: „Això és or, xata“ (oder: „esto es oro, chata“) – „Das ist Gold wert, meine Hübsche.“ Von da an sei das erfrischende Getränk unter dem Namen „hor-chata“ äußerst beliebt gewesen. Mittlerweile ist die Legende längst widerlegt, die Erdmandelnuss aber so gefragt wie eh und je.
Heute drängeln sich die Menschen auf den Terrassen der Restaurants oder im Schatten der Schirme vor den Eisdielen, um sich mit Horchata, Limón granizado, Batido oder Leche merengada zu erfrischen – spanischen Geschmackserlebnissen, denen Coca-Cola und Co. über Generationen hinweg bis heute keine Konkurrenz machen konnten.
Schon sehr lange gibt es den Brauch, aus Milch oder Wasser mit Früchten, Nüssen, Melonenkernen,… weiter lesen
Archive for August, 2007
Einer der besten Leckerbissen zur Zeit ist der jugendliche Kalmar, ein kleiner Tintenfisch, der in den Sommermonaten gefangen wird. Als wäre es nicht schon genug, in Spanien zwischen Sepia, Calamar und Pulpo zu unterscheiden, führt jede dieser Tintenfischarten – je nach Region, Sprache, Größe und Zubereitungsart – noch weitere Namen. Im Falle des kleinen Kalmar kommt man auf Chipirón, Magano, Calamarcito, Pota, Puntillita und Jibión, was schon zu einigen Diskussionen geführt hat.
Manche bezeichnen die Baby-Kalmare als Txipirones, die großen dagegen als Calamar. Andere behaupten, Chipirones müssten mit ihrer Tinte zubereitet werden, wenn nicht, seien es Calamares. Wie auch immer, die kleinen Chipirones sind ein Luxusprodukt und führen, egal in welcher Form, fast immer zum kulinarischen Erfolg.
Das Beste, was ihnen passieren kann, ist, in der eigenen Tinte zu sitzen; „Chipirones en su tinta“ ist ein Klassiker und vor allem in den Küchen Nordspaniens zu Hause. Valencianos… weiter lesen
Die Ensaladilla rusa ist ein typischer Sommersalat der spanischen Küche und als eine der populärsten Tapas in allen Bars zu finden. – Wo nicht, da geht man besser schnell wieder hinaus. Dieser im ganzen Land unglaublich populäre Kartoffelsalat wird traditionell mit Ei, Tunfisch, Erbsen und Möhren zubereitet, das Ganze angemacht mit Mayonnaise, aber jede Tapas-Bar hat ihre eigene Version. Und unterscheidet sich damit erheblich beispielsweise von dem geliebten schwäbischen, der Fleischbrühe, Speck und Salatgurke beinhaltet – und manchmal noch vermisst wird.
Doch jeder Kartoffelsalat steht und fällt mit der Kartoffel, vor allem der schwäbische, deshalb kann man seine Zubereitung hier an der Küste vergessen. In der Regel sind nur zwei Sorten Kartoffeln auf dem Markt: große gelbe, die immer vermatschen, und rote, die angeblich festkochend sein sollen, aber es meist nicht sind. Das macht bei der Ensaladilla rusa sowieso nichts, ein Mayonnaise-Salat sieht nie besonders ansprechend aus.
Wie kam nun der Russische Salat zu seinem Namen? – Ein französischer Maître namens Olivier, der um 1860 Chef des Restaurants Hermitage in… weiter lesen