Ensaladilla rusa

von Claudia Mussotter

Mayonnaise_salad.jpgDie Ensaladilla rusa ist ein typischer Sommersalat der spanischen Küche und als eine der populärsten Tapas in allen Bars zu finden. – Wo nicht, da geht man besser schnell wieder hinaus. Dieser im ganzen Land unglaublich populäre Kartoffelsalat wird traditionell mit  Ei, Tunfisch, Erbsen und Möhren zubereitet, das Ganze angemacht mit Mayonnaise, aber jede Tapas-Bar hat ihre eigene Version. Und unterscheidet sich damit erheblich beispielsweise von dem geliebten schwäbischen, der  Fleischbrühe, Speck und Salatgurke beinhaltet – und manchmal noch vermisst wird.
Doch jeder Kartoffelsalat steht und fällt mit der Kartoffel, vor allem der schwäbische, deshalb kann man seine Zubereitung hier an der Küste vergessen. In der Regel sind nur zwei Sorten Kartoffeln auf dem Markt: große gelbe, die immer vermatschen, und rote, die angeblich festkochend sein sollen, aber es meist nicht sind. Das macht bei der Ensaladilla rusa sowieso nichts, ein Mayonnaise-Salat sieht nie besonders ansprechend aus.
Wie kam nun der Russische Salat zu seinem Namen? – Ein französischer Maître namens Olivier, der um 1860 Chef des Restaurants Hermitage in Moskau war, hat ihn wohl zum ersten Mal ausprobiert, allerdings unterschied sich das Originalrezept  erheblich vom heutigen und nannte sich Olivier-Salat. Die moderne Version wird in Russland kurioserweise als Amerikanischer oder Französischer Salat bezeichnet.
Übrigens gibt es auch eine spanische Band Ensaladilla Rusa. Ihre Musik? – Von Naked City beeinflusst, aber “wir wollen mehr Punk und weniger Jazz. Und bloß keinen Refrain.” 

Kommen wir zum Rezept:
Zutaten: 3 bis 4 große Kartoffeln (festkochende, die besten), 4 Eier, 1 Dose Erbsen (280 g) oder die entsprechende Menge tiefgefrorene, ein paar frische Möhren, 3 kl. Dosen Tunfisch von guter Qualität (in Olivenöl), 1 großes Glas gute Mayonnaise, Salz, Pfeffer
Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln kochen – mit Letzteren geht’s nicht nur schneller, sie nehmen auch das Aroma besser auf: Kartoffeln schälen, würfeln und garen.
Eier in 12 bis 15 Minuten abkochen. Möhren waschen, schälen, in kleine Würfel schneiden und (eventuell mit den Erbsen) in wenig Salzwasser zugedeckt dünsten. Erbsen und Tunfisch aus der Dose im Sieb gut abtropfen lassen.
Die abgekühlten Kartoffeln und Möhren mit Tunfisch, Erbsen, gehackten Eiern und der Mayonnaise vermischen. Kaum oder erst mal gar nicht salzen, denn die Mayonnaise ist schon gewürzt.
Die Ensaladilla ein paar Stunden im Kühlschrank oder gleich über Nacht durchziehen lassen. Vor Gebrauch noch mal abschmecken.

Bon profit!


Ein Kommentar zu "Ensaladilla rusa"

  1. mmmmh

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