Das Sandwich wurde schon vor mehr als 2.000 Jahren erfunden, doch sein goldenes Zeitalter erlebt es jetzt. Deli-Läden, Imbissketten, Bocadillo-Wettbewerbe oder etwa ein „Institut des Bocadillo und der Brotkunst“ werben für die Werte der zwei Brothälften und ihren Inhalt: Die kleine Zwischenmahlzeit ist populärer als je zuvor.
Hillel dem Älteren, einem der bedeutendsten jüdischen Schriftgelehrten (1. Jh. v. Chr.), dürfte das erste Sandwich zu verdanken sein. Er klemmte zerstoßene Walnüsse und Apfelstücke mit Gewürzen zwischen zwei dünne ungesäuerte Brotfladen (Matzen), die zu essen heute noch am Passahfest Tradition ist. Und auch im Mittelalter schätzte man die Scheibe Brot – allerdings als Teller. Man aß den Belag herunter und reichte den Rest an die Armen. Doch seinen Durchbruch hatte das Sandwich mit dem gleichnamigen vierten Earl of Sandwich, John Montagu (1718–1792), der ein überaus leidenschaftlicher Kartenspieler war und die Partie nicht einmal zum Essen unterbrechen wollte. Also hielt… weiter lesen
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27.03.2009 von Claudia Mussotter