And the star goes to… Ob Grammy oder Oscar in Musik und Film oder Michelin, Gault Millau und all die anderen Gastronomieführer – viele Wege führen zum Ruhm, und nicht immer geht es nach Ansicht der Beteiligten gerecht zu. Sterne, Gabeln, Kochmützen, Punkte – die Verfahren sind unterschiedlich, da werden schon mal differenzierte Empfehlungen ausgesprochen. Letztendlich zählt vermutlich das Renommé. Und das hat Michelin zweifellos.
Wer sich dem Wettbewerb stellt, zu den Großen zählen will, muss stets sein Bestes geben, denn er muss immer darauf gefasst sein, dass die Dame dort hinten im Pelz oder der höfliche Herr mit Brille zur Zunft der Kritiker gehört und gnadenlos alles genauestens unter die Lupe nimmt. Stress pur, die Inspektoren kommen nun mal inkognito – mit einem Kaffee und einem Schwätzchen lässt sich nichts mehr gerade biegen.
Es soll schon vorgekommen sein, dass sich wichtige Kritiker verkleidet haben, damit sie nicht erkannt werden. Unlängst… weiter lesen
Archive for Januar, 2010
„I am a cider drinker“, Folksongs wie dieser mit den typischen Themen des englischen West Country: Landwirtschaft, Dorfleben, Fabrikarbeit und – natürlich Cider, waren das Erfolgsrezept der Band Wurzels, die mit ihren Songs die britischen Charts eroberten. Entstand 1976 zuerst der Titel „Combine Harvester“, ein Ohrwurm über einen Mähdrescher, den sicher jeder kennt, folgte mit „I am a cider drinker“ nach der Musik von „Una paloma blanca“ ein weiterer Hit, der noch heute im Südwesten Englands, der Heimat des Cider, populär ist.
Die Grafschaft Somerset mit ihren zahlreichen Apfelplantagen steht für den englischen Cider wie die Normandie oder die Bretagne für den französischen Cidre, Hessen für den Äppelwoi oder der Norden Spaniens für die Sidra. Aber auch Kanada und die USA, Südafrika oder Österreich und vor allem auch Irland sind traditionelle Cidre-Länder. Im Deutschen ist übrigens ebenfalls die französische Bezeichnung „Cidre“ üblich.
Die Produktion der spanischen Sidra erstreckt sich über… weiter lesen
Im Bücherregal steht, fast vergessen, ein schmales Bändchen mit dem Titel „Forellenfischen in Amerika“. Das Buch, das Richard Brautigan zur Kultfigur der Hippieszene San Franciscos machte, berichtet vom angeblichen Paradies Amerika der sechziger Jahre, ein Paradies, das fast ausschließlich aus Forellen besteht. So sieht der kauzige Autor den amerikanischen Traum der anderen. Seiner geht zurück in die Kindheit – als Forellen noch Forellen waren.
Man kann sie noch finden in Spanien. In den klaren Bergbächen der Pyrenäen, in Kantabrien, in den Flüssen Navarras, wo auch Hemingway fischte, oder sonstigen kalten, sauberen und sauerstoffreichen Gewässern. Doch schon jammert so mancher passionierte Angler über die mangelnde Kampfbereitschaft der Gesellen, denn was sich heute in Flüssen und Seen herumtreibt, sind meist von der Zucht ausgesetzte Tiere. Diese Forellen lassen sich im Gegensatz zu einer wild lebenden leicht fangen, in den Hälterkäfigen haben sie es bequem und müssen sich nicht um ihr Futter… weiter lesen