Archive for the ‘Gemüse’ Category

10.07.2009 von Claudia Mussotter
blogavatar

Gazpacho Raf Santa Teresa

von Claudia Mussotter

Julián Gil schreibt weiterhin Geschichte in der gehobenen Nahrungsmittelindustrie. Nicht zufrieden damit, eine in der Welt einzigartige Mayonnaise aus nativem Olivenöl (virgen extra) in den Handel zu bringen, ein Kartoffelpüree, das ganz klar aufzeigt, wo die Unterschiede liegen, eine herausragende Bechamelsauce, das leckere Carne de Membrillo, das sich entschieden von in Supermärkten ausliegenden Quittengelees abhebt, die außergewöhnlichen „Yemas de Santa Teresa“, Petit Fours, in ihrer besten Form – daher stammt auch der Name des Herstellers – und viele andere Produkte.
Nein, er ist immer auf der Suche nach dem Perfekten, wie diesem Gazpacho, der 2008 in Pamplona den Preis beim Wettbewerb „Vive las Verduras“ für das beste Produkt bekam – ausgewählt wurde unter 200 Delikatessen und Weinen aus ganz Spanien.
Kein Wunder, ist doch die kalte Suppe auf der Basis von Tomaten mit einer besonderen Sorte hergestellt: der Tomate Raf, die in der Vega von Almería mit ihrem salzhaltigen… weiter lesen

29.05.2009 von Claudia Mussotter
blogavatar

Feinsauer macht mehr als lustig

von Claudia Mussotter

Kleopatra aß sie um der Schönheit willen, Aristoteles pries ihre Heilkräfte, und Cäsars Soldaten sollten damit auf Trab gehalten werden: Die Rede ist von sauren Gurken und damit von einer der ältesten Konservierungsmethoden der Welt.
Das ursprüngliche Verfahren bestand – und besteht immer noch – darin, rohes Gemüse mit Salz zu vermischen und zu pressen. Dadurch findet eine so genannte Milchsäuregärung statt – ein Milieu, in dem Bakterien sich nicht vermehren können. Bei diesem Verfahren bleiben die Vitamine zum großen Teil erhalten. Das Gemüse schmeckt nun kurioserweise sauer und kann lange Zeit aufbewahrt werden.
Das bekannteste milchvergorene Gemüse dürfte Sauerkraut sein, obligatorisch auf den langen Entdeckerfahrten von einst, denn es schützte die Seemänner vor Skorbut. Aber auch Kürbis, Paprika, Bohnen und mehr werden auf diese Art konserviert.
Eine andere Methode der Haltbarmachung durch Säure ist das direkte Einlegen in einen Essigsud. Er wirkt konservierend, solange der Inhalt… weiter lesen

15.05.2009 von Claudia Mussotter
blogavatar

Klein, aber oho!

von Claudia Mussotter

Wer kennt das noch? – Erbswurst, eines der ältesten industriell hergestellten Instantprodukte. In Wasser aufgekocht, ergaben die traditionell in eine Papierrolle gewickelten Portionstabletten aus u. a. Erbsenmehl, Speck, Zwiebeln und Gewürzen in kurzer Zeit eine sämige Erbsensuppe – einst eiserne Ration nicht nur für Soldaten, sondern auch als Notbehelf in jedem deutschen Haushalt vorrätig. Denn die Erbswurst war billig, nahrhaft, nahezu unbegrenzt haltbar und einfach zuzubereiten.
Erbsen sind ein uraltes Nahrungsmittel; in wilder Form schon von Steinzeitvölkern kultiviert. Auch Moor- und Pfahlbauern kannten die Erbse. Im Alten Ägypten und später in Mitteleuropa galt sie als Totenspeise; Erbsensuppe wurde als Leichenschmaus und bei der Totenwache gereicht. Erbsen kamen aber auch als Fruchtbarkeitsbringer und Hochzeitsspeise zum Einsatz. Im 16. Jahrhundert waren sie eines der gebräuchlichsten Gemüse.
Dies hat sich in der Literatur, bei den Märchen und Sagen, niedergeschlagen. Wer kennt nicht Aschenputtels: „Die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen.“ Oder die… weiter lesen

17.03.2009 von Claudia Mussotter
blogavatar

Im Bund gesund

von Claudia Mussotter

Sie hat nie den Ruhm einer Artischocke, zarter Bohnenkerne oder des Spargels erlangt. Und ihre Auftritte als Beilage auf den Speisekarten sind spärlich. Ihr sind keine Feste, Verkostungen oder Degustationsmenüs gewidmet. Und doch ist sie eines jener Gemüse, das in keinem Kühlschrank fehlen darf, das bei vielen Salaten, Suppen, Saucen oder Schmorgerichten auftritt: die Möhre.
Die alten Griechen schätzten die Karotte ebenso wie die Römer, bei denen sie immer eine Rolle in der Ernährung spielte. In den berühmten Rezepten des Apicius empfehlen sich zahlreiche Zubereitungsarten, die mit vielen ihrer Bestandteile von den heutigen gar nicht so weit abweichen: gebraten mit Garum-Sauce und Wein; mit Salz, Olivenöl und Essig; gekocht mit Wein oder zum Beispiel mit Kümmel – wie Möhren heute noch in Nordafrika auf den Tisch kommen. Die Araber waren es auch, die die Möhren über Andalusien nach Spanien einführten.
Die andalusischen Möhren waren weiß, gelblich oder purpurrot… weiter lesen