Valencianos pflegen ihre Traditionen, vor allem die kulinarischen und damit hauptsächlich ihre Reisgerichte. Star ist die Paella. Der Name steht nicht nur für den köstlichen Inhalt, sondern bezeichnet auch sein Behältnis, eine flache Pfanne mit zwei Henkeln.
So sehr ist das Korn als Grundnahrungsmittel in die Kultur eingegangen, dass das Kochen von Reis zu einer Art Zeitmaß geworden ist. „Ya he echado el arroz“ – Ich hab’ gerade den Reis hineingeworfen, sagt man, wenn etwas noch 20 Minuten dauert.
Nun muss dazu gesagt werden, dass man in der Provinz Valencia als authentische Paella nur die des Landesinnern anerkennt, die mit Huhn, Kaninchen und den speziellen großen Bohnen aus der Region gemacht ist; wenn ihre Zeit ist, wirft man noch ein paar Schnecken hinein. Und sich vehement gegen die Paella mixta aus der Nachbarprovinz Alicante wehrt, in der Fleisch und Meeresfrüchte kombiniert werden – was sogar einmal zu einer… weiter lesen
Archive for the ‘Regionen’ Category
Aragón liegt eingebettet zwischen Frankreich im Norden, Katalonien im Osten, Castilla y León, Castilla-La Mancha, La Rioja und Navarra im Westen sowie Valencia im Süden. Römer, Westgoten, Araber, Franken beherrschten das Land im Norden der spanischen Halbinsel, bevor sich Aragón und Katalonien zusammenschlossen und nach und nach auch Pyrenäenlandschaften, Valencia und die Balearen dominierten. Durch die Heirat Ferdinands II. von Aragón mit Isabella von Kastilien im Jahr 1469 wurden die zwei mächtigsten Königshäuser des Landes vereinigt; der Weg war bereitet für Entdeckungsfahrten in die Neue Welt und die erfolgreiche Beendigung der Reconquista, die vollständige Vertreibung der Mauren.
Sie alle haben ihre Spuren in zahlreichen Kunstwerken und steinernen Monumenten hinterlassen: Römische Ruinen, gotische Kathedralen, barocke Paläste, Burgen, Klöster und vom Mudéjar-Stil beeinflusste Bauwerke bilden eine überraschend kontrastreiche Architektur.
Ebenso abwechslungsreich sind die Landschaften Aragoniens. Die höchsten Gipfel der Pyrenäen im Norden, das weite Ebrotal im Zentrum und das Iberische… weiter lesen
„Eintopf mit etwas mehr Rind als Hammel und an den meisten Abenden Salpikon, an den Samstagen Rührei mit etwas Speck, Wurst und Hirn, am Freitag Linsen, sonntags vielleicht ein Täubchen als Beigabe, das schluckte fast die ganze Habe.“
Will man etwas über das Leben und die Küche Castilla-La Manchas erfahren, empfiehlt sich die Lektüre des „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes, der die Region mit seinem Roman berühmt gemacht hat. Auf der ausgeschilderten „Ruta de Don Quijote“ in den weiten Ebenen der Mancha scheint der Geist des „Ritters von der traurigen Gestalt“ noch heute zwischen den Windmühlen herumzuspuken. Die Schafherden, gegen die Quijote einst vergebens kämpfte, sind so präsent wie die unzähligen Weinberge, die seinem getreuen Begleiter Sancho Panza den begehrten Rebensaft zu seinem Queso manchego lieferten.
Im dünn besiedelten Castilla-La Mancha herrscht ein extremes Klima mit langen, heißen Sommern und rauen, sehr kalten Wintern und extremen Temperaturschwankungen. Weshalb… weiter lesen
Navarra, die kleine nordspanische Region zu Füßen der Pyrenäen, hat in Ernest Hemingways Romanen Weltruhm erlangt. Doch den amerikanischen Schriftsteller faszinierten nicht nur die Sanfermines, die alljährlich im Juli in der Hauptstadt Pamplona stattfindenden Patronatsfeste mit ihren berühmten, nicht ungefährlichen Stiertreiben, die die Stadt neun Tage lang in Atem halten. Hemingway war auch ein großer Freund von Essen und Trinken – und nicht zuletzt des Angelns von Forellen, wofür sich nirgendwoanders besser Gelegenheit bot.
Navarra liegt in einem klimatischen Dreieck, das Kantabrisches Meer, Pyrenäen und Ebro-Tal bilden. Die vielseitige weite Landschaft mit ihrem Reichtum an Rohstoffen verwandelt das Land in eine nachgerade majestätische Speisekammer. Und so ist auch die Küche großartig, mit einer Vielzahl an Gerichten und Rezepten, die Traditionelles ebenso respektieren, wie sie Avantgardistischem gegenüber aufgeschlossen sind.
Navarra grenzt im Norden an die Pyrenäen, im Osten an Aragón, im Süden an Castilla y León und im Westen… weiter lesen
Der Kontrast der Landschaften, die populären Feste, Kunsthandwerk und die unsterblichen steinernen Zeugnisse früherer Epochen, die Kelten, Karthager, Römer, Araber hinterließen – dazu eine überaus reichhaltige naturbelassene Küche und der einzigartige Wein machen La Rioja zu einem der beliebtesten Ferienziele Spaniens.
Umgeben ist die autonome Region, deren Hauptstadt Logroño ist, vom Baskenland, Navarra und Aragón im Norden und Osten, westlich und südlich grenzt sie an Kastilien-León. Gebildet wird Rioja von sieben parallel führenden Tälern, die sich zur Uferlandschaft des Ebro hin erstrecken – mit etwa 5.000 Quadratkilometern eine der kleinsten Autonomien, aber mit welchen Möglichkeiten: Rioja bietet mit den interessantesten Teil des Jakobswegs, die Routen der Klöster und Schlösser zeugen von Gotik, Renaissance und Barock, man wandelt auf den Spuren der Dinosaurier – 120 Millionen Jahre alten Abdrücken im Gestein, die bei ihrer Entdeckung weltweit Aufsehen erregten und noch heute ungläubige Gesichter bei Besuchern hervorrufen. Man geht den berühmten… weiter lesen
Ein kulinarischen Genüssen nicht abgeneigter Historiker teilte Spanien in drei Regionen ein: den Süden, wo man frittiert, das Zentrum, wo man brät, und den Norden, wo man schmort. Im Baskenland kann man alle drei Zubereitungsmethoden außergewöhnlich gut. Unmöglich, in den Tascas, Restaurants und Bars, egal welcher Kategorie, schlecht zu essen. Dabei steht der häusliche Bereich in Vielfalt und Qualität in keiner Weise nach, ist das Geschick der baskischen Frauen in der Küche sprichwörtlich. Alle kochen gut.
Und trotzdem ist die weibliche Note nicht so stark in der gehobenen Gastronomie vertreten, wie sie sollte. Einer Männerdomäne unter anderen in Euskadi, dem Baskenland. Freundschaft, Männerfreundschaft, wird unter Basken groß geschrieben. So groß die Liebe zum Essen und so groß die Treue zu Traditionen, so wichtig sind die „Amigos“: bei der Arbeit, im Sport oder den zahlreichen legendären Kochclubs, Geheimbünde, versteckt in Kellern oder Hinterzimmern, zu denen Frauen keinen Zutritt haben. Viel… weiter lesen
Nirgendwo werden die Kultur eines Volks, seine Traditionen und die Beschaffenheit eines Landes besser sichtbar als auf einem gedeckten Tisch. Besonders reich bestückt ist er, wenn das Land so vielfältig ist wie Kastilien-León. Neun Provinzen teilen ihre Vorlieben, ihren Geschmack, haben aber über die Jahrhunderte hinweg ihre eigene Persönlichkeit bewahrt. Heute zählt die Gastronomie von Castilla y León zu den populärsten Spaniens und hat mit Altbewährtem in neuem Kleid Einzug in die besten Restaurants gehalten.
Erste und beliebteste Art der Zubereitung: das Braten. Spanferkel und Milchlamm, auch Zicklein – im Holzofen, mit Leichtigkeit und traumwandlerischer Sicherheit. Erstklassige Qualität des Garguts, entsprechendes Gerät und das Wissen um die Handhabung von beidem, das ist das Geheimnis, das hinter den traditionellen Gerichten steckt.
Aus der Viehzucht von Rind, Schwein und Lamm resultiert eine Vielzahl von Fleischgerichten, Eintöpfen und Suppen. Nebenprodukte wie exzellente Würste, luftgetrocknetes Rindfleisch oder Schinken und nicht zuletzt der… weiter lesen
Wer einmal in Kantabrien war, heißt es, will zurückkehren. Die Region im Norden der Iberischen Halbinsel, Teil des so genannten grünen Spanien, das in einem weiten Bogen Galicien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland umspannt, nimmt einfach jeden Besucher gefangen. Traumhafte Flussmündungen, schroff abfallende Steilküsten, zahlreiche weiße Strände und die typischen Fischerdörfer bilden das abwechslungsreiche Profil der kantabrischen Küste. Die üppige Landschaft im Landesinneren dominieren grüne Weiden und dichte Buchen-, Eichen und Kastanienwälder. Ein Gebirgszug mit mehr als 2.000 Meter hohen Bergen, der von den Pyrenäen bis nach Asturien reicht und in Galicien ausläuft, gipfelt in den außergewöhnlichen Picos de Europa.
Wie schon in Galicien und Asturien bestimmen mar y montaña, Meer und Berge, auch im angrenzenden Kantabrien den reichhaltigen Speiseplan.
Eigentlich kann man die Küche Kantabriens in sechs Gruppen einteilen: Da sind einmal die Eintöpfe, dann Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Käse, die Patisserie und nicht zuletzt der Schnaps.
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Asturien, das kleine Paradies im Nordwesten Spaniens ist derzeit in Mode. Zu Recht. Fischereihäfen, elegante Küstenstädtchen und atemberaubende Strände stehen im Kontrast zu den nahen, spektakulären Picos de Europa. In dem als Naturpark ausgewiesenen Gebiet mit seinen schneebedeckten Gipfeln, tiefen Schluchten, Wäldern, grünen Almen finden nicht nur Bären, Wölfe und Adler einen Lebensraum, es überlebten auch alte keltische Mythen und asturische Legenden. Saftige Weiden bieten ideale Bedingungen für Viehwirtschaft und Käseproduktion. Durch tiefe Täler schlängeln sich wilde Flüsse, und verborgene Seen lassen jedes Anglerherz höher schlagen.
Asturien liegt zwischen Galicien im Westen und Kantabrien im Osten. Im Norden bilden das Kantabrische Meer, im Süden das Kantabrische Gebirge mit Castilla y León natürliche Grenzen zum Rest der Welt. Viele Jahre widerstand Asturien der römischen Besatzung, und die Mauren haben es nie geschafft, das kleine Land zu erobern. Nicht verwunderlich also, dass das Fürstentum in seiner Abgeschiedenheit sich historische Orte, alte… weiter lesen
Mit dem Namen Extremadura assoziiert man zuerst Armut und Kargheit des im Südwesten Spaniens gelegenen Landes. Doch ist sein Ursprung eher in der geographischen Lage zu suchen: Vom christlichen Norden aus betrachtet, wurden nämlich die letzten Schlachten zwischen „Moros und Cristianos“, zwischen Mauren und Christen, jenseits des Duero-Flusses, „extremo de Duero“, geschlagen, dem Süden, der jahrhundertelang von den Mauren beherrscht war. Danach verkam das Land der arbeitslosen Ritter zum „Wilden Westen“, bis es neue Bedeutung als Wiege der Konquistadoren erlangte, die sich aufmachten, die Neue Welt zu erobern. Tausende Extremeños, mehr Schafhirten denn Seefahrer, suchten dort ihr Glück, um mit „oro y gloria“, mit Gold und Ruhm, zurückzukehren. Namen wie Mérida, Trujillo und Guadelupe zeugen von der bewegten Vergangenheit, deren Vermächtnis traumhafte Städte und prächtige Paläste, Kirchen und Klöster sind.
Heute ist die aus den Provinzen Badajoz im Süden und Cáceres im Norden gebildete Extremadura der unbekannte, der stille Teil Spaniens. Der… weiter lesen