Archive for the ‘Regionen’ Category

15.12.2008 von Claudia Mussotter
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Galicien – Land am Ende der Welt

von Claudia Mussotter

Cap Finisterre, Fisterra – das ist der äußerste nordwestliche Zipfel Spaniens, wo das Land aufhört und das Meer beginnt. An der Costa de Morte, der wilden, von Teer geplagten „Todesküste“ Galiciens, an der Hunderte von Schiffen zerschellten, herrscht der Mythos, dass die Sonne, wenn sie im Meer versinkt, bis zum nächsten Tag im Reich der Toten verweilt. Doch Galicien bedeutet nicht nur Mythen und zahlreiche Kilometer Küste. Es bedeutet auch hübsche Badebuchten, moderne Großstädte, ländlichen Tourismus, Sporthäfen und Golfhotels. Und es bedeutet Santiago de Compostela, Ziel zahlreicher Wallfahrer auf dem Jakobsweg, das über die Jahrhunderte sein vielfältiges Gesicht bewahrt hat.

Galicien ist ein Land der Gegensätze. Neben den höchsten Steilküsten des Kontinents befinden sich hier einzigartige Flussmündungen, die fruchtbaren Rías, in denen der Atlantik zur Ruhe kommt. An ihren Ufern entsteht neues Leben; hier gewinnt man dem Meer seine besten Früchte ab. Doch Galicien lebt nicht von der Küste allein, es lebt auch vom Land.… weiter lesen

24.11.2008 von Claudia Mussotter
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Andalusien – Wiege der Tapas, Land der Oliven und des Weins

von Claudia Mussotter

„Andalucía es única“ – Andalusien ist einzigartig, wirbt die südlichste autonome Region mit der bekanntesten Küche Spaniens für sich. Und einzigartig ist auch die Liste kulinarischer Spezialitäten, die das Land zu bieten hat.
Zu verdanken hat es diese nahrhafte Fülle unter anderem Phöniziern, Römern und Arabern. Sie alle haben im Laufe der Geschichte zur andalusischen Küche beigetragen. Die Phönizier brachten Andalusien – und damit ganz Spanien – den Olivenbaum. Die Römer bauten hier Getreide an, bescherten der Halbinsel Hefe, Brot, Bier und den Knoblauch.
Und die Araber? Sie bereicherten wohl am meisten die Landesküche. Die Mauren waren nicht nur Meister in der Kultivierung der Böden, sie konstruierten auch Wehre, Bewässerungsgräben, Kanäle und Mühlen, die den Anbau neuer Nahrungsmittel ermöglichten. Sie erfanden die Bodega, deren Gewölbe allein durch ihre Architektur immer eine gleichbleibende Temperatur hält. Sie brachten die aromatischen Gewürze des Orients ins Land und hinterließen eine… weiter lesen

17.10.2008 von Claudia Mussotter
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Murcia – ein Fest für die Sinne

von Claudia Mussotter

Murcia,  dein Name schmeckt nach Huerta, könnte man frei nach einer berühmten Komposition des Liedermachers Joan Manuel Serrat („Tu nombre me sabe a yerba“) interpretieren. Und in der Tat, alle Welt verbindet die Gegend um Murcia mit fruchtbarem Obst- und Gemüseland, seit den Anfängen ihrer Geschichte. Karthager, Römer, Westgoten hinterließen ihre Spuren, doch zweifellos waren es die Mauren, die das Land mit ihren – damals – neuen Technologien prägten. Bewässerungsgräben, Flusswehre, Schöpfräder, Aquädukte zeugen noch heute von ihrem Einfallsreichtum, ohne den es die Huerta von Murcia heute nicht gäbe.
In ihrer mehr als 750 Jahre währenden Herrschaft kultivierten die Araber Obst und Gemüse und zeichneten auch für einen ganz besonderen Schatz verantwortlich, den Reis, genauer: den Reis von Calasparra, der im bergigen Nordwesten von Murcia wächst, wo der Segura die terrassenförmig angelegten Reisfelder bewässert.
Im weltweit ersten Reisanbaugebiet mit D.O. werden unter strikter Kontrolle die Sorten bomba und… weiter lesen

29.06.2007 von Claudia Mussotter
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Typisch katalanisch

von Claudia Mussotter

„Die Küche eines Landes ist seine Landschaft, in einen Kochtopf gesteckt“, schrieb Josep Pla (1897–1981), einer der größten katalanischen Schriftsteller, Gourmet und Reisender, der sich in seinen Berichten folgerichtig auch immer mit der Gastronomie der besuchten Regionen befasste. Im Vergleich mit anderen Küchen Europas schnitt die spanische bei ihm nicht sonderlich gut ab – was sicher auch mit den Bürgerkriegsjahren zusammenhing –, trotzdem lag ihm die Gastronomie seines Landes am Herzen, besonders die seiner Heimat Katalonien und dort speziell der Empordà an der Costa Brava, wo er seine Kindheit verbrachte. Einer einzigartigen Landschaft mit einer ebenso einzigartigen Esskultur, die „mar y montaña“, Meer und Berge, umfasst. Pla kam es auf den einfachen, reinen, auf der Qualität der Zutaten beruhenden natürlichen Geschmack an, auf die traditionellen Zubereitungsarten, auf die Muße beim Essen – womit er ganz auf der Linie der „Dieta mediterránia“ lag und sich heute vermutlich Slow Food angeschlossen hätte.weiter lesen

25.06.2007 von Claudia Mussotter
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„Tapear“ in Madrid

von Claudia Mussotter

229677588_fa5f55e5cd_o1.jpgDe Madrid al cielo, y en el cielo una ventanita desde donde verlo“ – „Von Madrid in den Himmel und von dort ein Fensterchen, um hinunterzuschauen.“ Die Madrilenen halten viel auf diesen alten Spruch und sind stolz auf ihr „Paradies“, auf ihre Hauptstadt, das Zentrum Spaniens. Die Einwohner Madrids genießen das pulsierende Leben in den Straßen bis zur späten Stunde und verbringen ihre Zeit auf den Terrassen der Cafés, in den Tabernas und Tascas. Für Genießer ist la capital genau das Richtige, ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und Gastronomien.
Denn die Küche Madrids ist geprägt durch den Zustrom der Menschen aus anderen Regionen – von Andalusien bis zum Baskenland  – und nicht zuletzt auch durch den Einfluss der kastilischen Nachbarregionen. Und so wird in Madrid gegrillt, gebraten und geschmort. Fleisch von Rind, Lamm und Schwein – und Fisch, der frischer nicht hier an der Küste sein könnte.
Was aber… weiter lesen