Posts Tagged ‘Safran’

14.08.2009 von Claudia Mussotter
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Auf den Spuren Don Quijotes

von Claudia Mussotter

„Eintopf mit etwas mehr Rind als Hammel und an den meisten Abenden Salpikon, an den Samstagen Rührei mit etwas Speck, Wurst und Hirn, am Freitag Linsen, sonntags vielleicht ein Täubchen als Beigabe, das schluckte fast die ganze Habe.“
Will man etwas über das Leben und die Küche Castilla-La Manchas erfahren, empfiehlt sich die Lektüre des „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes, der die Region mit seinem Roman berühmt gemacht hat. Auf der ausgeschilderten „Ruta de Don Quijote“ in den weiten Ebenen der Mancha scheint der Geist des „Ritters von der traurigen Gestalt“ noch heute zwischen den Windmühlen herumzuspuken. Die Schafherden, gegen die Quijote einst vergebens kämpfte, sind so präsent wie die unzähligen Weinberge, die seinem getreuen Begleiter Sancho Panza den begehrten Rebensaft zu seinem Queso manchego lieferten.
Im dünn besiedelten Castilla-La Mancha herrscht ein extremes Klima mit langen, heißen Sommern und rauen, sehr kalten Wintern und extremen Temperaturschwankungen. Weshalb… weiter lesen

01.11.2007 von Claudia Mussotter
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Ein Hauch von Gold: Safran

von Claudia Mussotter

991. Manos Recolector. Autor-Ana Callejas.jpgNur einmal im Jahr entfalten sie ihre ganze Pracht. Beim ersten Kälteeinbruch, Mitte/Ende Oktober, Anfang November tauchen sie auf, eine Blüte nach der anderen. Über Nacht, einfach so, bis sich ein lila Blumenmeer auf dem Feld ausbreitet. Dann sind die „Días del Manto“ gekommen, im Grunde Tage der Arbeit. Denn nur wenig Zeit bleibt, um die „rosas del azafrán“ zu ernten und ihnen ihren Schatz, den begehrten Safran, zu rauben.Imagen3.jpg
In den ersten Morgenstunden, bevor die Sonne aufgeht und die Blüten welken lässt, steht die ganze Familie, stehen Freunde und Bekannte, roseros und roseras, gebückt auf dem Safranfeld, um eine Safranrose nach der anderen an ihrem Blütenansatz abzupflücken. Sind die Körbe aus Weide oder Espartogras voll, werden sie nach Hause zur monda gebracht. Das bezeichnet das Herauslösen der roten, trompetenförmigen Narbenschenkel, des Safrans. Erfolgt dies zu spät, verliert er unweigerlich an Aroma.
Man nimmt… weiter lesen