Ein voller Erfolg für das renommierte Gastronomie-Event „La Mejor de la Gastronomía“, das in seiner elften Ausgabe vom 7. bis 11. November zum ersten Mal nicht wie bisher im Kursaal von San Sebastián, sondern in der Messehalle IFA in Alicante abgehalten wurde. Auf 18.000 Quadratmetern tummelten sich 70.000 statt der erwarteten 50.000 Besucher, mehr als 3.000 teilnehmende Köche aus aller Welt und über 300 Aussteller – das hat neue Maßstäbe gesetzt.
Und genau das war von dem Ausrichter des Kongresses, einem der wohl berühmtesten Gastrokritiker Spaniens, Rafael García Santos, angestrebt. Neuer Ort, neues Konzept – die Abhängigkeit der Gastronomie von den bestehenden Realitäten in Kultur, Gesellschaft und nicht zuletzt der Wirtschaft erfordert nach seiner Meinung ein Umdenken in den Luxusrestaurants und der avantgardistischen Küche, deren Markt sich immer mehr reduziere, sowohl aus der Sicht der Profis wie der Kunden. Laut Santos könnte sich diese Tendenz aufgrund der… weiter lesen
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Hier geht es weder um die flache mexikanische Maistortilla noch um die Tortilla francesa, wie in Spanien ein Omelett genannt wird, sondern um die Tortilla española – das Nationalgericht par excellence, freilich neben Paella und Gazpacho. Die Tortilla española ist ein Omelett aus Kartoffeln, Ei, Olivenöl, Salz und, je nach Landstrich und Geschmack, Zwiebeln, an denen sich übrigens im ganzen Land die Geister scheiden.
Natürlich konnte diese Zierde jedes Tapa-Tresens erst erfunden werden, nachdem die Kartoffel – von spanischen Eroberern aus der Neuen Welt mitgebracht – hier kultiviert und angenommen wurde. Der Ort und das Datum der erstmaligen Zubereitung einer solchen Kartoffeltortilla ist nicht bekannt, man vermutet, dass sie zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert eher zufällig entstand. Sie könnte einem andalusischen Campesino gelungen sein, oder sie wurde einem hungrigen Soldaten in einer Venta aufgetischt, oder man hat sie das erste Mal in einem Konvent gegessen…
Eine so einfache, anspruchslose… weiter lesen
