Das von der CENI verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl im Kongo schlägt hohe Wellen. Auf Proteste und ihre Unterdrückung, Unruhen und ihre Ausweitung, mögliche juristische, politische und gesellschaftliche Folgen wird noch einzugehen sein. Aber was ist mit dem Ergebnis selbst?
Es ist als Endergebnis unbrauchbar, und das ergibt sich schon allein aus den von der CENI vorgelegten Detailzahlen.
1. Es ist gar kein Endergebnis. Die CENI selbst gibt an, von 63.685 Wahlbüros im ganzen Land lediglich 60.417 ausgewertet zu haben, also 94,6%. Anders gesagt: Die Ergebnisse von 3.268 Wahlbüros (5,4% der Gesamtzahl) stehen noch aus. 3.268 Wahlbüros entsprechen immerhin rund 1.634.000 registrierten Wählern (bei rund 500 registrierten Wählern pro Wahlbüro), bei einer von CENI angegeben Wahlbeteiligung von 58,81% könnten das rund 961.000 Stimmen sein.
5 der 169 Wahlkreise fehlen komplett. Kiri (Bandundu), wohl eine der entlegensten Ecken der Provinz Bandundu östlich vom See Mai-Ndombe im Regenwald Richtung Équateur, mit immerhin… weiter lesen