Archive for Oktober, 2012

27.10.2012 von Dominic Johnson
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Kongos Premierminister in Berlin

von Dominic Johnson

Der Premierminister der Demokratischen Republik Kongo, Augustin Matata Ponyo, hat Belgien und Deutschland besucht. Nach Gesprächen in Brüssel am Mittwoch traf er am Donnerstag 25. Oktober in Berlin mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel zusammen. Dann flog er nach Brüssel zurück, um am Freitag früh die Heimreise nach Kinshasa anzutreten.

Soweit, so gut. Aber eigentlich war das Programm etwas anders gedacht. Am Donnerstag abend, 19h30, war eine Pressekonferenz angesetzt. Donnerstag früh wurde diese Presskonferenz auf 12h30 vorverlegt, dann auf 13h30 verschoben. Es hieß zur Begründung, Matata Ponyo müsse früher abreisen als geplant. Gegen 15h30 dann verschickte der PR-Beauftragte der kongolesischen Botschaft – der die Presskonferenz vorverlegt hatte und bei ihr anwesend war – die offizielle Mitteilung, wonach “ich erst vor wenigen Minuten erfahren habe, dass die Delegation des kongolesischen Premierministers MATATA PONYO aus aktuellen politischen Gründen bereits in wenigen Stunden den Rückflug nach Kinshasa antreten muss”. Brav meldete… weiter lesen

11.10.2012 von Dominic Johnson
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“Das ist normal”: Staatswillkür in Goma

von Dominic Johnson

Die Unsicherheit in Goma ist nur vorläufig eingedämmt; ein Anfang der Woche verfügtes Verbot von Motorradtaxis nach 18h30, also nach Einbruch der Dunkelheit, hat eher mehr Ärger hervorgerufen als alles andere. Es erfolgte nach einem Granatenanschlag, der einen Toten forderte.
Im Windschatten der Unsicherheit in der Stadt und der Kriegssituation außerhalb geht das ganz normale Leiden der Bevölkerung angesichts der Willkür und Brutalität der Vertreter des Staates weiter. Kongo-Echo erreicht folgender Bericht eines Bewohners von Goma, der seine Erfahrungen mit Armee und Justiz schildert. Er schreibt von sich in der dritten Person. In der Übersetzung sind alle Details weggelassen worden, die auf die Identität der Person schließen lassen könnten.

“Es war Samstag, und der junge Kongolese war auf dem Weg zu einer Dienstreise. Er sollte aus Goma in den Westen des Kongo und fuhr daher nach Ruanda, zum Flughafen Kigali. Mit seinem Dienstwagen fuhr er an die Grenze, um… weiter lesen