M23-Rebellen warten nicht mehr auf Gespräche

Seit rund 14h30 (Ortszeit) am Montag 19.11. wird in Goma wieder geschossen. Offensichtlich haben die M23-Rebellen beschlossen, die militärische Entscheidung zu suchen. Die Lage ist unübersichtlich, am späten Nachmittag war der Flughafen umkämpft.

Kongos Regierungsarmee soll von ihren Stellungen auf dem Hügel von Goma, der über dem Hafen der Stadt liegt und an dessen unterem Ende sich das regionale Militärhauptquartier befindet, mit schwerer Artillerie ganz woanders hin geschossen haben: nach Gisenyi, in Ruanda auf der anderen Seite der Grenze. Geschosse in Gisenyi schlugen ins Stadion weit entfernt von der Grenze ein, in eine Schule und einen dritten Ort. Ein Versehen kann das kaum gewesen sein, höchstens ein Versuch, Ruanda in den Krieg mit hineinzuziehen und diesen damit zu internationalisieren.

Zuvor hatte Kongos Regierung dem Dialogangebot der M23 eine Absage erteilt. Die M23 sei eine “Fiktion”, und mit einer Fiktion verhandele man nicht, sagte Regierungssprecher Lambert Mende in Kinshasa. Wenig überraschend, dass die M23 in Reaktion ihre reale Existenz unter Beweis stellen will.

Kommentare (4)

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  1. Zu M23-Rebellen warten nicht mehr auf Gespräche Antwort an Rita v. 20.11.12

    Die Veränderung Rita kann nur das Volk selbst bewirken. Das Volk muss erkennen, das es das Blatt drehen kann, wenn sie wirklich gemeinsam arbeiten zum Wohl ALLER und nicht zum Wohle der Einzelnen. Jetzt kämpft jeder nur für sich. Wenn es nicht umdenkt, sondern wie die Regierungsriege und all die vorherigen Rebellengruppen nur kurzfristig und nur an Bereicherung denkt, wird sich nichts ändern, bzw. wird es noch viel schlimmer werden. Wird so lange gekämpft, bis die an Erdschätzen so reiche Gegend (Ruanda, Burundi usw) abgespalten ist und das Nichts bleibt. Warum wohl wird der Krieg nur im Osten Kongos gemacht ? Wenn es um das Wohl der Bevölkerung je gegangen wäre hätte man niemals all die Grausamkeit im Osten an der Bevölkerung gemacht. Warum hat man durch die Grausamkeiten die Gemeinschaft, den Zusammenhalt in der Bevölkerung gebrochen, wenn ich doch angeblich für das Volk bin, wenn ich doch angeblich das Volk schützen will wovor auch immer ?

    Es ist schon klar, das Teile der Rebellen aus dem Volk kommen, aber schauen wir zurück, am Ende ging es immer nur um die Erdschätze die nur dem neuen Regierungschef, seinen Generälen, seinen Familien und Freunden viel brachte, aber in keinster Weise dem Volk.

    Wenn ich mir die Bilder dieser Rebellengruppen ansehe, auch den Chef und seiner Truppe der M23 erzeugen sie bei mir kein Vertrauen. Fragen Sie liebe Rita mal die Kongolesen selbst, auch sie sehen es so, das es hier nur um die Erdschätze geht, nicht um sie zu schützen, sondern um damit reich zu werden. Hat man die Erdschätze in der Hand, gibt das Macht. Und wer beides hat, nutzt die Macht schamlos aus, will sie nicht mehr abgeben. Wie sehr Macht im Kongo missbraucht wurde und wird zeigt sich auf grausame Weise seit 1960, von den Kolonialisten vorher nicht mal die Rede.

    Politisch sind alle Aktionen der Rebellen, sie wollen die Macht auch über die Erdschätze in der Überzeugung alles besser machen zu können und was wurde daraus siehe Kabila sen. und Junior.

    Ich würde mich gerne davon überzeugen lassen, das diese M23 das Wohl des Volkes im Sinn hat. Die Kongolesen glauben jedenfalls nicht daran, die wissen wie der Kongo tickt, die wissen wie verzweifelt und wütend das Volk im Herzen ist, das sich jeder der Rebellion anschließen möchte. Nur der wahre Hintergrund stimmt nicht mit den Worten des Rebellenführers überein und das ahnen die Kongolesen.

  2. Und wer soll ihrer Meinung nach Veränderung bewirken, liebe Magy? Übrigens kommen viele der Rebellen aus “dem Volk” und sind nicht etwa fiktive Gestalten, Monster die gesendet wurden, um sich an den Erdschätzen zu bereichern. Diese Soldaten sind trotzdem Teil des kongolesischen Volkes, auch wenn ihre Ziele vielleicht vielfältig und nicht so einfach zu durchschauen sind. Auch wenn es um “Erdschätze” geht. Es geht dabei auch darum, diese Schätze für das kongolesische Volk zu sichern und zu verhindern, dass eine egoistische Politikerkaste das Land auf unabsehbare Zeit ausbeutet. Auch wenn solche Ziele im Moment vielleicht für Viele nicht so richtig zu sehen sind. Diese Rebellion hat eine sehr politische Dimension.

  3. Auch diese Rebellen möchten sich gerne als Retter der Nation darstellen, tun so als wollten sie für Rechte kämpfen, als würde ihnen die Menschen und ihre Menschen-rechte etwas bedeuten, den Regierungschef beseitigen wollen sie, weil der nicht gut sei fürs Volk liest man.
    Aber um was geht es wirklich, ja die lieben Erdschätze, der schnelle Reichtum und die Macht diesen Reichtum zu beherrschen und an die für sie richtigen Leute zu verteilen. Nichts ist anders als die Kolonialisten es waren, Mobutu usw.So sehe ich das.

  4. Wer bewaffnet diese Leute immer und immer wieder, die sollten alle vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht, angeklagt werden und zu Entschädigungen verdonnert werden, die weit höher sind als der Profit mit den Waffen und der Erdschätze aus Kongo

    Es wird niemals Ruhe sein, weil egal welche Rebellentruppen bislang agierten oder Regierungsmilitärangehörige die zwischen den Rebellengruppen hin und her springen, nur um die Erdschätze geht. Allen gemeinsam geht es nicht um das Volk.

    Es ist ein gewollter Krieg der Geldgier, der Krieg um Erdschätze um sich daran schnell und enorm zu bereichern. Die einen liefern die Waffen um an Erdschätze zu kommen, die anderen morden dafür um ebenfalls an die Erdschätze bzw. dem Geld dafür zu kommen.

    Millionen Tote, Hunderttausende vergewaltigte, geschundene Frauen mit bleibenden Schäden an Körper und Seele, Hunderttausende bei lebendigem Leib verbrannte Kinder gar ganze Familien und Dörfer, Waisenkinder die grausame Dinge erleben mussten, die täglich neu traumatisiert werden. Will keiner die kleinen Kinder sehen die mit dem Rest ihrer Familie ohne Schuhe an den Füßen und massig Angst im Herzen Kilometer weit laufen müssen. Wann verdammt greift da die Welt ein, aber ohne dafür Erdschätze zu wollen oder durch Waffenlieferungen korrupte Leute zu unterstützen noch korrupter zu sein, sich auf Kosten der Bevölkerung zu bereichern und das schon über Jahre. Warum schweigen die Fernsehanstalten so permanent. Wenn irgendwo ein Rad umfällt kommen Berichte im Fernsehen, wenn 6 Millionen Menschen im Kongo grausam sterben und überleben müssen ist es nicht wert darüber zu berichten ? .