Nachtrag: Raia Mutomboki und UFRC

Wie inzwischen gemeldet wird, ist die Stadt Punia in der Provinz Maniema wieder unter Regierungskontrolle. FARDC-Einheiten hätten die Miliz Raia Mutomboki am Sonntag nach 24 Stunden wieder vertrieben, so Radio Okapi. Die Milizionäre hätten vor ihrem Abzug die wichtigsten Gebäude der Stadt geplündert. es soll insgesamt 7 Tote gegeben haben.
Nach Regierungsangaben waren es nicht die FARDC-Einheiten, die zuvor Punia kontrolliert und dort die Bevölkerung schikaniert hatten, sondern frische Armeeeinheiten aus der Nachbarprovinz Orientale, die Punia zurückeroberten.
Am Tag, als sie Punia verließen, griffen Raia-Mutomboki-Kämpfer weiter südöstlich die Stadt Shabunda an, wichtigss Zentrum der Aktivitäten der Miliz in Süd-Kivu. Aus Protest traten die Bewohner der leidgeprüften Stadt gestern in den Streik, meldet Radio Okapi.
Was genau die Lage wirklich ist, bleibt aber unklar. Die frischgegründete Rebellenkoalition UFRC (Union des Forces Révolutionnaires du Congo) aus Süd-Kivu behauptet, sie habe Punia erobert und es sei gar nicht wahr, dass die Stadt wieder unter Armeekontrolle sei. “Die Armee von Joseph Kabila befindet sich in der Defensive an allen Fronten, die die Gruppen der UFRC in Maniema, Nord-Kivu, Süd-Kivu und Katanga eröffnet haben”, so die UFRC in einer Erklärung, die heute in Bukavu veröffentlicht worden sein soll. Unterzeichnet ist sie – nachdem UFRC-Gründer Bagayamukwe verhaftet wurde und UFRC-Militärchef Kashala unbestätigten Berichten zufolge auch – von einem “Colonel Moke Silubwe” als “Präsident des provisorischen Obersten Rates”.
Als nächste Front wird Lubumbashi angekündigt, Hauptstadt von Katanga. Watch this space.

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