Posts Tagged ‘Equateur’

14.08.2012 von Dominic Johnson
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Unterdessen, in Équateur…

von Dominic Johnson

Während sich kein Ende der Krise in den Kivu-Provinzen abzeichnet, darf nicht in Vergessenheit geraten, wie dramatisch die Lage der Menschen im Kongo auch fernab der aktuellen Konfliktgebiete ist. Das Nationale Statistikamt der DR Kongo hat jetzt gemeinsam mit dem UN-Welternährungsprogramm WFP eine Studie zur Ernährungssicherheit in der Procvinz Équateur vorgelegt – das nordwestliche Viertel des Landes, das in seinem Nordteil aus Savanne an der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik besteht und in seinem Hauptteil aus Sumpf und dichtem Regenwald durchzogen vom trägen Kongo-Fluss und seinen unzähligen Zuflüssen, und bis heute die ärmste Provinz des Landes.

Die Ergebnisse der Studie, die auf repräsentative Erhebungen in allen Territorien der Provinz zurückgehen, sind niederschmetternd. Demnach haben 36,3% aller Haushalte beständig deutlich zu wenig zu essen. Schwere Unterernährung betrifft 13,4% aller Kinder unter 5 Jahren. Die Kindersterblichkeit liegt bei 104 von 1000 Kindern unter 5. In den Territorien Businga, Monkoto, Bokungu und Libenge liegt… weiter lesen

06.12.2011 von Dominic Johnson
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Die vierten Ergebnisse: Es ist praktisch entschieden

von Dominic Johnson

In der Nacht zu heute hat die Wahlkommission CENI erneut Teilergebnisse vorgelegt – offiziell sollen es die letzten sein, bevor in wenigen Stunden die gesetzliche Frist zur Verkündung des vorläufigen Endergebnisses abläuft. Mal sehen, was sich um Mitternacht tut. Die neuen Ergebnisse beziehen sich laut CENI auf 43.206 Wahlbüros, 67,65% der Gesamtzahl. Damit fehlen immer noch über 20.000 – 32,35% der Gesamtzahl.

Gegenüber der dritten Ergebnislieferung ist die Auszählung in Katanga, Maniema und Orientale nicht weiter vorangeschritten – drei der wichtigsten Kabila-Hochburgen. Kein Wunder also, daß Kabilas Stimmanteil weiter bröckelt. In Kinshasa ist derweil der Anteil der ausgezählten Wahlbüros von 27 auf 71% hochgeschnellt. Kein Wunder also, daß Tshisekedi aufholt. Daraus Rückschlüsse auf das Endergebnis zu ziehen, wäre gefährlich. Alle anderen Veränderungen bewegen sich im Promillebereich.

Hier die Zahlen im Einzelnen (mit Veränderungen gegenüber dem Vortag in Klammern):

Kabila 5.882.269 (46,41%, -2,40)
Tshisekedi 4.591.000 (36,22%, +2,59)
Kamerhe… weiter lesen

05.12.2011 von Dominic Johnson
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Die dritten Ergebnisse: Die Spitzenreiter bröckeln – Tshisekedi holt nicht auf

von Dominic Johnson

Die Wahlkommission CENI hat spät am Abend des 4. Dezember die dritte Runde ihrer Wahlergebnisse vorgelegt, nach wie vor ohne Detailangaben oder Aufschlüsselung der nach Provinz zusammengerechnet Zahlen der einzelnen Kandidaten.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen, mit Veränderung gegenüber dem Vortag in Klammern:

Kabila 4.941.550 (48,81%, -1,69)
Tshisekedi 3.402.650 (33,61%, -0,83)
Kamerhe 722.763 (7,14%, +1,81)
Kengo 419.964 (4,15%, +1,01)
Mbusa 191.207 (1,89%, -0,07)
Mobutu 163.737 (1,62%, -0,08)
Bombole 73.916 (0,73%, -0,04)
Andeka 73.777 (0,73%, -0,06)
Kakese 51.907 (0,51%, +0,02)
Mukendi 43.819 (0,43%, -0,03)
Kashala 37.945 (0,37%, -0,01)

und wieder nach Provinzen, in der Reihenfolge des Fortschritts der Auszählung – mit Anzahl und Anteil der ausgewerteten Wahlbüros in Klammern, und bei den Kandidaten die Veränderung gegenüber dem Vortag:

- Bas-Congo (2397, 86,29%): Tshisekedi 74%(-1), Kabila 20%(+1), Kamerhe 2%, Andeka 1%
- Maniema (1220, 73,1%): Kabila 87% (+1), Kamerhe 7%(-1),… weiter lesen

04.12.2011 von Dominic Johnson
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Die zweiten Ergebnisse: Zunehmende Polarisierung

von Dominic Johnson

Die Wahlkommission CENI hat heute die Verkündung von Teilergebnissen fortgesetzt. Ebenso wie gestern wurden lediglich Gesamtzahlen pro Provinz verlesen, keine Ergebnisse einzelner Wahlkreise. Sie beziehen sich inzwischen auf 21.265 Wahlbüros, das sind 33,3% der Gesamtzahl, also mehr als doppelt so viele wie am Vortag. Die Trends verfestigen sich – und damit, wie man sehen wird, auch die Ablehnung seitens der Opposition, die fest von ihrem eigenen Sieg überzeugt ist und das hier nicht wiederfindet.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen – mit den Veränderungen gegenüber dem Vortagsstand dazu.

Kabila: 3.275.125 (50,5%; -1,36)
Tshisekedi: 2.233.447 (34,44%; +0,49)
Kamerhe: 345.677 (5,33%; +0,85)
Kengo: 203.337 (3,14%; +0,36)
Mbusa: 127.275 (1,96%; +0,02)
Mobutu: 112.713 (1,74%; -0,31)
Andeka: 51.256 (0,79%; -0,03)
Bombole: 49.702 (0,77%; -0,04)
Kakese: 31.889 (0,49%; -0,03)
Mukendi: 29.840 (0,46%; +0,02)
Kashala: 24.649 (0,38%; +0,02)
(Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß auf der… weiter lesen

18.11.2011 von Dominic Johnson
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Noch 10 Tage: Der alltägliche Choleratod im Kongo

von Dominic Johnson

Wenn der kongolesische Wahlkampf überhaupt einen Inhalt hat, dann die Frage, ob das Land vorankommt und ob es den Leuten besser geht als vor fünf Jahren. Laut Weltbank ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2010 immerhin auf 199 US-Dollar gestiegen, gegenüber 121 fünf Jahre zuvor. Also ein spürbares Wachstum.

Zugleich liegt die DR Kongo in der jüngsten Ausgabe des “Human Development Index” des UN-Entwicklungsprogramms UNDP für das Jahr 2011 auf Platz 187 – von 187 Ländern. Fünf Jahre zuvor lag das Land auf Platz 167 von 177 Ländern. Also ein spürbarer Rückschritt.

Stellvertretend für viele Facetten des Elends sei an dieser Stelle auf die Cholera eingegangen, die weite Teile des Landes heimsucht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind dieses Jahr im Kongo bis Mitte November bisher 17.515 Menschen an Cholera erkrankt und 508 davon gestorben. Mitte Juli waren es erst 265 Tote. Weltweit gibt es jedes Jahr rund 3 Millionen… weiter lesen