Posts Tagged ‘Lubumbashi’

23.03.2013 von Dominic Johnson
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Rebellen greifen Lubumbashi an

von Dominic Johnson

Spektakuläre Eskalation im schwelenden Krieg lokaler Milizen in Katanga: Kämpfer der Gruppierung “Kata Katanga”, die für ein unabhängiges Katanga eintreten und eine von mehreren Mai-Mai-Milizen in Kongos Südprovinz bilden, sind heute mittag ins Zentrum der Provinzhauptstadt Lubumbashi einmarschiert. Bei Schusswechseln mit der Armee am Nachmittag gab es unterschiedlichen Berichten zufolge 4 bis 5 Tote: 1 Milizionär und 4 Soldaten, hieß es am Abend. Was auf eine gewisse Kampffähigkeit seitens der Milizionäre hindeutet.

Rund 450 Milizioäre liefen widerstandslos über das Bergbauviertel Rwashi ins Stadtzentrum, bestätigten verschiedene Augenzeugen. Ein Menschenrechtsaktivist sagt, sie waren mit Pfeil und Bogen, aber auch mit Raketenwerfern bewaffnet. Es habe Panik unter der Bevölkerung gegeben. Fotos im Internet zeigen junge Männer mit Waffen, die in großen Gruppen zielgerichtet Straßen entlangmarschieren und die Flagge des unabhängigen Katanga aus dem 1960er Jahren hochhalten – rot-weiß diagonal mit einem grünen Streifen dazwischen. Andere Fotos, vermutlich später aufgenommen, zeigen Soldaten neben Leichen… weiter lesen

14.01.2013 von Dominic Johnson
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Warum Reisen im Kongo so nervig ist

von Dominic Johnson

Ein Jurist aus Lubumbashi, Hauptstadt von Katanga, weilt derzeit zu einer Tagung in Goma, Hauptstadt von Nord-Kivu. Eigentlich wäre er wohl am liebsten zuhause geblieben. Es wäre aber schade, denn jeder, dem er seine Geschichte erzählt, kommt mit eigenen genauso bizarren Geschichten und es ist schön, daß es diesen Austausch gibt.

Der Reihe nach. Am Samstag besteigt der Jurist, nennen wir ihn P., in Lubumbashi den CAA-Inlandsflug nach Goma. Der fliegt über Kalemie, also geographisch direkt, und braucht wenige Stunden. Daß der einfache Flug 510 US-Dollar kostet, der Hin- und Rückflug aus USD 1020 und damit soviel, wie man von hier aus nach Europa zu zahlen hat, nimmt P. hin, er hat ja keine Wahl – (und noch vor Jahren mußte man, um aus Katanga nach Kivu zu reisen, entweder in Kinshasa oder Nairobi umsteigen und übernachten).

Seine kleine Reisetasche darf nicht mit ins Handgepäck, erklärt CAA dem Reisenden. Grund:… weiter lesen

05.11.2011 von Dominic Johnson
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Noch 23 Tage: Blutiger Wahlkampfauftakt in Katanga

von Dominic Johnson

In Katangas Hauptstadt Lubumbashi ist es heute zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten der Oppositionspartei UDPS (Union für Demokratie und Sozialen Fortschritt) und solchen der regierungstreuen Partei UNAFEC (Union kongolesischer Nationalisten und Föderalisten) gekommen. Widersprüchliche Aussagen beider Seiten legen nahe, dass es Tote und Verletzte gegeben hat, wenngleich es unterschiedliche Versionen der Ereignisse gibt.

Nach Angaben aus UDPS-nahen Kreisen griffen UNAFEC-Milizen heute früh in Lubumbashi eine UDPS-Kundgebung an; ein UDPS-Kandidat namens Munongo sei schwer verletzt worden, ebenso wie 100 Aktivisten, und sei ins Krankenhaus eingeliefret worden. Von anderer, eher UNAFEC-naher Quelle kommt hingegen die Nachricht, UDPS-Aktivisten hätten die UNAFEC-Parteizentrale im Stadttteil Kenya von Lubumbashi angegriffen, die Parteiflagge heruntergerissen und Dokumente gestohlen. Es habe zwei Tote gegeben und die UN-Mission habe eingreifen müssen.

Der UN-Radiosender Radio Okapi meldet, UNAFEC-Aktivisten hätten vor ihrem Parteisitz einen UDPS-Wahlkampfkonvoi angegriffen. Es seien Knüppel und Macheten zum Einsatz gekommen. In jedem Fall war dies der Tag, an… weiter lesen

04.02.2011 von Dominic Johnson
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Lubumbashi wieder ruhig, Lage bleibt mysteriös

von Dominic Johnson

Kongos Armee hat die Lage in Lubumbashi wieder unter Kontrolle. Ein Mensch wurde bei den heftigen mehrstündigen Kämpfen um den Flughafen von Katangas Hauptstadt getötet, heißt es von offizieller Seite; was da eigentlich am frühen Morgen passiert ist, als eine Gruppe Bewaffneter den Flugplatz stürmte, bleibt unklar. Katangas Provinzgouverneur dementiert dermaßen nachhaltig, daß überhaupt irgendetwas passiert sei, daß es schon wieder seltsam wirkt: Lediglich “zwei oder drei” Menschen hätten versucht, Panik zu schüren, es habe auch gar keine Schußwechsel gegeben und eine Stellungnahme an die Bevölkerung sei mangels Ereignis nicht notwendig.

Die Menschen, die aus Lubumbashi ängstliche E-Mails versendeten, sehen das möglichweise anders, zumal Sicherheitskräfte vor öffentlichen Gebäuden in Lubumbashi aufmarschiert sind und die Provinzregierung Krisensitzungen abhält. Geschäfte und Schulen blieben geschlossen.

Jean-Claude Katende, Präsident der einst in Lubumbashi ansässigen Menschenrechtsorganisation ASADHO (Afrikanische Menschenrechtsvereinigung), steht aus Kinshasa heraus in Verbindung mit Freunden und Familie in Lubumbashi und bestätigt: “Man sagt… weiter lesen

04.02.2011 von Dominic Johnson
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Schüsse in Katanga, Flughafen von Lubumbashi dicht

von Dominic Johnson

Aus Lubumbashi, Hauptstadt der südkongolesischen Bergbauprovinz Katanga, kommen beunruhigende Nachrichten: Heute früh im Morgengrauen sollen unidentifizierte Bewaffnete versucht haben, den Flughafen der Stadt zu besetzen. Kongos Regierungssprecher Lambert Mende sagt, die am Flughafen stationierten Militärs seien gegen 4 Uhr morgens unter Beschuss geraten. Die Nachrichtenagentur AFP sagt, es habe drei Stunden lang Schusswechsel gegeben und für den Angriff sei eine “sezessionistische Gruppe” verantwortlich.

Augenzeugen in Lubumbashi berichten von vierstündigen Schusswechseln und Gerüchten, in Angola basierte Katanga–Exilanten seien für den Angriff verantwortlich. Die meisten Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen seien am Morgen geschlossen geblieben, ebenso die Straße zum Flughafen. Der Flugverkehr ist eingestellt.

Mehr Informationen an dieser Stelle, sobald es welche gibt.

19.12.2010 von Dominic Johnson
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TP Mazembe wird nicht Weltmeister!

von Dominic Johnson

Der Höhenflug des besten kongolesischen Fußballvereins ist gestoppt. Tout-Puissant Mazembe aus Lubumbashi verlor am Samstag in Abu Dhabi das Endspiel der Klub-WM, ein weltweiter Wettbewerb der Fußballvereine, mit 0:3 gegen Inter Mailand.

In Katangas Hauptstadt Lubumbashi, wo TP Mazembe herkommt, war die Enttäuschung groß. Wütende Fans griffen chinesische Einrichtungen und Geschäfte an, darunter die Zentrale der im Kongo aktiven chinesischen Telefongesellschaft CCT. Die Polizei griff mit Warnschüssen ein, wobei dummerweise auch die Großbildleinwand im Stadtzentrum beschädigt wurde, auf der die Fans das Spiel verfolgt hatten.

Wieso Chinesen? Weil der Schiedsrichter ein Japaner war, und nach Meinung der kongolesischen Fans hatte er Mazembe benachteiligt. Japaner und Chinesen sehen aus Sicht von Kongolesen gleich aus.