vonGerhard Dilger 08.10.2011

Latin@rama

Politik & Kultur, Cumbia & Macumba, Evo & Evita: Das Latin@rama-Kollektiv bringt Aktuelles, Abseitiges, Amüsantes und Alarmierendes aus Amerika.

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Über die Zustände an der Deutschen Schule Puebla erreichen uns folgende Informationen mit der Bitte um Veröffentlichung. Vor kurzem war die Korruptionsaffäre Thema einer Reportage im angesehenen Wochenmagazin Proceso.

Ein Gericht in Mexiko hat ein Verfahren gegen zwei ranghohe VW-Manager eröffnet. Dabei geht es um Unterschlagung und die illegale Auflösung eines Treuhandfonds  von 24 Millionen Pesos (rund 1,4 Mio Euro). Thomas Karig, Vizepräsident von VW Mexiko, und Eric Merkel Reyes, Generaldirektor für Nutzfahrzeuge, wird vorgeworfen, einen Treuhandsfonds, den die Deutsche Schule in Puebla für Witwen und Waisen eingerichtet hatte, widerrechtlich aufgelöst und das Geld abgezogen zu haben.  Klage erhoben hat der Elternbeirat der Schule. „Davon betroffen sind über tausend Schüler“, so der Vorsitzende des Elternbeirats, Augusto Galván.

Die Vorfälle datieren aus den Jahren 2003 und 2005, als der damalige Elternbeirat widerrechtlich und ohne demokratische Wahl in der Hand von Angestellten und Lieferanten der Schule sowie Verwandten und Ehegatten des Schulvorstands war. Gemeinsam beschlossen Schulleitung und Ehegatten plus Angestellte die Auflösung des Treuhandsfonds, in den alle Eltern seit 1992 eingezahlt hatten und der – für den Fall, dass ein Elternteil verstirbt – die Ausbildung der Kinder bis zur Universität garantierte.

Dabei setzten sie sich über Proteste und ein einstimmiges Gegen-Votum der Elternversammlung hinweg. Auch die Statuten des Fonds, dessen Auflösung mindestens die Hälfte aller Eltern hätten zustimmen müssen, wurden übergangen. Das Geld wurde der Schule übergeben, dann verlor sich seine Spur. Thomas Karig fungierte damals und bis heute als Vizepräsident des Schulvorstandes, die Auflösung des Treuhandfonds unterschrieben außerdem seine Frau Barbara und VW-Manager Merkel. Auch der Vorstandsvorsitzende der Schule, Norbert Weiss, und seine Lebensgefährtin Ileana Olmos waren beteiligt und stehen vor Gericht.

„Nach der Auflösung des Fonds kam es zu seltsamen Kapitalverschiebungen innerhalb der Schule und ihr angeschlossener Geschäfte“, so Galván. Etwa wurde das Kapital der schuleigenen Buchhandlung – ein Warenlager in Tante-Emma-Format – um 29 Millionen Pesos (1,6 Mio Euro) in bar erhöht. Ursprüngliches Gründungskapital: 50.000 Pesos. Eigentümer: Karig und Weiss.  Fortan gab es auch keine gewählten Elternbeiräte mehr – bis 2009 einige Eltern unter Einschaltung des mexikanischen Bildungsministerium und der deutschen Botschaft darauf beharrten und der vorhergehende Elternbeirat von den Behörden annulliert wurde, da er nicht gewählt sondern mit erschlichenen Unterschriften registriert worden war. Der Elternbeirat fordert die Rückgabe des Geldes, die Bestrafung der Verantwortlichen und eine transparente Verwaltung der Finanzen der Schule sowie ein Ende der Drohungen und Einschüchterungen des Elternbeirats.

Puebla galt als einer der korruptesten Bundesstaaten Mexikos und war 80 Jahre lang in der Hand der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) bis voriges Jahr erstmals die bürgerliche Opposition gewann. Der letzte PRI-Gouverneur, Mario Marín, hat einen Sohn an der Humboldtschule und machte in Mexiko Schlagzeilen als Protektor eines vor kurzem zu 112 Jahren Haft verurteilten Kinderschänders.

Die Humboldtschule gilt in Puebla als Eliteschule und ist zusammen mit der Amerikanischen Schule die teuerste Bildungseinrichtung. Die jährlichen Schulgelder belaufen sich auf durchschnittlich 4000 Euro pro Jahr. Die Schule erhält Subventionen aus deutschen Staatsgeldern in Höhe von rund einer Million Euro jährlich, davon finanziert werden 14 deutsche Lehrer. Laut Gesetz dürfen deutsche Auslandsschulen nicht gewinnorientiert sein.

Der Schulvorstand bestreitet die Anschuldigungen.

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https://blogs.taz.de/latinorama/2011/10/08/es_ist_was_faul_in_puebla_mexiko/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Aspirin, versteh doch mal, die Botschaft, VW, evtl. sogar die Wirtschaftsprüfer, die ziehen da doch alle an einem Strang, da werden Interessen abgedeckt und beschützt. Deshalb ist es ja auch so schwierig, dagegen anzugehen!

    Deshalb möchte ich mich ausdrücklich dem obigen Kommentar anschliessen: Vielen Dank diesem mutigen Elternbeirat!

    Und von wegen die Story sei schon kalt, ist sie natürlich nicht! Es geht darum, ob die Herrschaften so weitermachen können wie bisher, wie seit vielen Jahren, oder ob dem endlich mal ein Riegel vorgeschoben wird!

  • oha – da gehen die Emotionen hoch. Ehrlich gesagt ist für mich das Thema nicht der Mittelpunkt – ich wünsche mir von der TAZ einen unabhänigen und differenzierten Journalismus…so mag ich die TAZ. Aus dem Artikel geht keine differenzierte Betrachtung hervor, die letzten fünf Worte sind höchstens ein „Feigenblatt“. Besonders bei der doch sehr „alten Räubergeschichte“ (grosses Unternehmen, Unterschlagung, Kinderschänder, über tausend Schüler – alle Waisen?), darf man doch nach einem sachlichen Fundament fragen? Lieber Leon, offensichtlich bist du sehr gut informiert – besser als der Autor? Aber vielleicht bin ich hier im block falsch…. „nur für insider“? Wer etwas behauptet sollte es auch beweisen können, ich wünsche euch zumindest eine gerichtliche Bestätigung. Die Botschaft, VW, die Regierung, ggf. der Wirtschaftsprüfer scheinen eure Geschichte erst einmal nicht zu stützen – alles Verbrecher?
    Einer selbsternannten „moralischen Autorität“ würde m. E. ein wenig mehr Souveranität gut tun – die TAZ könnte zukünftig ein wenig Recherche beifügen… bitte vermeidet jede Nähe zur B…Zeitung. Danke

  • Auch Bildung schafft Gewalt! Dass Bildung ein Weg aus der Gewaltspirale Mexikos ist, könnte sein, entspricht allerdings keiner Wirklichkeit. Wir schliessen aus! Horrende Studiengebühren, abgeschirmte Schulgelände, bewaffnetes Personal, fehlende Grünflächen. Bibliotheken ohne Bücher. Akademiker ohne Jobs. Ingenieure am Fliessband. Billig und ohne Wert! Der Topmanager oder Hochschuldozent wohnt in einer „gated community“, weit von Mexiko! Dafür existiert noch nicht einmal eine deutsche Übersetzung. Mexiko ist schön, da scheint die Sonne, die Mariachis singen, die Geographie ist beeindruckend. Und die Gewalt wächst und zwar in einem berauschden Tempo. Ein Vielfaches des realen Wirtschaftswachstums! Wir haben es geschafft! Jetzt haben wir auch die Mauer. In einem Monat sterben hier mehr Leute als in dreissig Jahren Berliner Mauer. Wir haben es geschafft! Mexiko ist heute ein ganz tolles, demokratisches und freiheitliches Land. Fast genauso schön wie Italien mit Berlusconi. Wir haben es geschafft! Die Sonne scheint, der Tequila fliesst in Strömen, alles ganz toll! Schade nur, wenn wir am folgenden Tag mit abgeschittenem Kopf im Srassengraben liegen. Dann haben wir eben etwas falsch gemacht.

  • Hast wohl viel Aspirin gebraucht die letzten Wochen, was? Und dass die Geschichte schon länger zurueck liegt, und wegen der politischen Protektion durch einen mehr als dubiosen Ex-Gouverneur erst jetzt vor Gericht kommt, macht die Sache keinen Millimeter legaler sondern hoechstens noch anruechiger.
    Schule, VW, Botschaft – alle sind in dem Proceso-Artikel, auf den die taz verweist, erwähnt und aufgesucht worden. Dass die Antworten duerftig ausfielen, ist wohl kaum den Journalisten anzulasten.

  • arme TAZ – ein instrumentalisierter Journalismus: keine Recherche, keine Gegendarstellung (ok die letzte Zeile), viele Behauptungen… hat die Botschaft eine Meinung, gibt es einen Wirtschaftsprüfer… und dann ist die story schon lange kalt… 2005? Man kann ja froh sein, dass die Beteiligten noch leben. Unterhaltsam sind dagegen die Kommentare: Hallo todososmoshumboldt – die „moralische Autorität“ schreibt anders…. souveräner. Euer Journalismus – liebe TAZ – war schon besser!

  • Verdienen die Größe Chefs von VW-Mexiko nicht genug ? Wie ist es so das die brauchen Geld nehmen von : die Deutsche Burger, die Eltern und noch schlimmer : auch von die Schuler die seinen Eltern verloren haben ? Wenn es nicht eine großes Geschäft wäre, wären die nicht die gleichen Aktionär in der Schreibwarengeschäft von der Schule, der Vorkindergarten, usw… Die Schule ist eine Non-Profit-Gesellschaft es kann nicht sein ein geschaft fur einigen korrupt Leute !

    No ganan suficiente dinero los ejecutivos de VW Mexico ? Cómo es que necesitan tomar dinero de los ciudadanos alemanes, los padres de familia y peor aún, también de los niños que han perdido a sus padres ? Si no fuera un gran negocio para ellos, no serían ellos mismos los accionistas de : La papelería, el Kinderwelt, la Estancia infantil de la Isla de Angelópolis, etc. El colegio es una AC sin fines de lucro, no debe ser un negocio de unos cuantos corruptos !

    Olive

  • Endlich bekommt auch Deutschland Wind von den Machenschaften an unserer „Excellenten deutschen Auslandsschule“. Mein Dank gilt dem Elternbeirat, der dies aufgedeckt hat und sich nicht von Einschüchterungs- oder Bestechungsversuchen davon abhalten ließ, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

  • BASTA!

    is Mexico a FAILED STATE?

    Its institutions are often Banana Republic quality.
    Or is this FRAUDE every day Kafka nightmare life in Les Tristes Tropiques
    Neo Colonialism?
    Ms Merkel is perhaps overly concerned with the Euro endgame?
    Are the VW leaders sleeping on the wheel?

    A society that is unable to protect its children is sinking, its social fabric terminally ill
    Open a prison, improve Humboldt School

    WE ARE ALL HUMBOLDT

    Berlin

  • Die rücksichtslose und im schlimmsten Fall kriminelle Bereicherung einer Minderheit zu Lasten einer redlichen Mehrheit ist leider kein isoliertes mexikanisches Problem. Die Zivilcourage des Elternbeirats, angesichts der in Puebla herrschenden Verhältnisse den Rechtsweg zu bestreiten, kann nicht hoch genug gewürdigt werden.

  • Armes Mexiko!

    Viele Jahre in Lateinamerika haben mich gelehrt, dass Korruption dort fast endemisch ist; leider auch an einigen deutschen Schulen.
    Das Beispiel Puebla ist aus mehreren Gründen absolut empörend:
    – Es ist schlimm genug, dass die Lebensqualität immer größerer Teile der mexikanischen Gesellschaft unter Korruption und Gewalt leidet. Dass aber deutsche Industrielle, die zudem noch zu den absolut Besserverdienenden in diesem Land zählen, Gelder einer deutschen Schule veruntreuen, die man sehr gut für die Erziehung nicht so wohlhabender mexikanischer Schüler, die ein echtes Interesse an Bildung und Deutschland haben, verwenden könnte, ist zutiefst beschämend.
    – Dass diese illegalen Aktivitäten deutscher Industrieller ausgerechnet in einer pädagogischen Institution stattfinden, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Ich zitiere aus der Startseite des Hessischen Kultusministerium zum Auslandsschuldienst: „Ziele der deutschen schulischen Arbeit im Ausland sind die Förderung der Begegnung mit Kultur und Gesellschaft des Partnerlandes, die schulische Versorgung von Kindern deutscher Staatsangehöriger, die ihren Wohnsitz vorübergehend im Ausland haben, und die Förderung der deutschen Sprache.“ Ebenso dienen die deutschen Schulen der Stärkung des Studien- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Was für ein Bild Deutschlands vermitteln diese korrupten VW-Manager in Puebla?
    – Es ist völlig inakzeptabel, dass Eltern einer deutschen Schule sich nicht trauen können, ihrem Gewissen entsprechend abzustimmen, weil sie Repressionen am Arbeitsplatz oder gar ihre Entlassung und auch Nachteile für ihre Kinder in der Schule fürchten müssen!
    – Dass die deutsche Botschaft in Mexiko und auch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt die Auslandsschulen fördert, den Eltern, die diesen Skandal aufgedeckt haben, offensichtlich nicht gerade unterstützendend entgegenkommen, ist eine weitere Schande.
    – Die Schule wird mit Geldern deutscher Steuerzahler finanziert. Diese Institutionen behaupten aber, ihnen seien die Hände gebunden, wenn es um die nicht sachgemäße Verwendung von Steuergeldern geht.
    – Besonders ärgerlich ist es auch, wenn die ZfA Schulleiter rausschickt, die kaum die Landesprache beherrschen, die vom einheimischen Schulvorstand an der Nase rumgeführt werden, die aber nicht den Mumm haben einzugestehen, dass sie diesen Problemen nicht gewachsen sind.
    – Bei VW in Wolfsburg sind diese Problem lange bekannt- warum zieht man diese Mitarbeiter nicht zur Rechenschaft???

    Conciencia

  • „Man darf den Ueberbringer einer Nachricht nicht mit der Nachricht verwechseln“ – “  No confundes el mensajero con el mensaje“!
    Genau dies scheint aber bei vielen Eltern der Humboldt-Schule Puebla der Fall zu sein. Sie regen sich ueber die Vorgehensweise des ausscheidenden Elternbeirates aus, der angeblich das Image der Schule beschmutzt habe, ohne zu verstehen, dass es der korrupte Vorstand der Schule ist, der das Image seiner Schule beschmutzt!!

    Anstatt sich der Elternschaft mit Erklaerungen und Transparenz zu stellen, verliert er sich in absurden Gegenanschuldigungen. Es fehlt ihnen offensichtlich an Argumenten und Beweisen. 

    Allerdings hat er es geschafft, am vergangenen Donnerstagabend die Wahlveranstaltung so zu manipulieren mit eingekauften parteiischen Wahlleitern von der Schulbehoerde SEP, dass keine demokratische Wahl stattfinden konnte! 
    Es waren Eltern anwesend, die Lehrer an der Schule sind und die eindeutig unter Druck standen. Daher forderte der ausscheidende Beirat geheime Wahl, wurde aber ueberstimmt. Die einzelnen Kandidaten durften sich nicht vorstellen und es wurde nicht Posten fuer Posten gewaehlt, sondern der komplette Beirat auf einmal.

    Nun wird die Elternschaft von Personen vertreten, die teilweise kommerzielle Interessen an der Schule haben und teilweise eine hoechst fragwuerdige Vergangenheit aufzuweisen haben, geben Sie doch mal die Namen der Mitglieder in Google ein und sehen Sie selbst, welche Skandale da hochkommen…

    Mexico ist dort, wo es ist, weil das Land von Korruption beherrscht wird. 

    Leider sind im Falle der Humboldt-Schule vorallem DEUTSCHE Buerger in den Korruptionsmorast verstrickt und daher sollten besonderst auch die dt Steuerzahler aufhorchen und dies nicht weiter unterstuetzen bzw. ignorieren!

    Wir wollen unsere Kinder zu verantwortungsvollen Buergern erziehen, also muessen wir diesen Verhaeltnisse mit Zivilcourage und Mut entgegen treten und nicht eher locker lassen, bis sie beseitigt werden!
    Nicht hintenrum meckern, sondern aktiv mitarbeiten, damit diese Schule befreit wird von ihren Beschmutzungen. 

  • Al ser exalumna me parece lamentable que a pesar que siempre se haya distinguido el colegio por su nivel académico, ahora este en la boca de todos por este escándalo, sin embargo creo que es de suma importancia que se llegue al fondo de este asunto y se sepa la verdad. Si el colegio
    hizo uso de estos fondos, los debe regresar, y deben ser castigados penalmente todos los inculpados. Si realmente están involucrados directivos de otras empresas, no debe ser motivo de impunidad.
    Espero que se resuelva pronto este asunto en beneficio de los alumnos y comunidad escolar.

  • Nuestros países latinos se caracterizan por su alto nivel de corrupción y cuando uno como padre o prefesional busca la mejor formación para un hijo defiende por sobre todo sus valores, pero de que vale si el entorno es completamente adverso?que acaso a estas instituciones nadie les dijo que no solo se debe tene licencia de funcionamiento sino también la licencia social?? es decir tener la capacidad y la honestidad de poder operar cuando pueda ser transparente y profesional.
    Ambos conceptos quedan claramente definidos como ausentes en lo que a la adminsitraci{on de esta escuela se refiere, porque ojo no es académico el tema.
    Se entiende que no todos pensamos igual y que obramos de diferente manera pero si sabemos todos la diferencia entre robar y no hacerlo, entre mentir y decir la verdad, entre respetar y cohersionar y también que éstas deben ser claras. Entonces nos preguntamos como esto no está definido en un Deutsche Schule??? que no heredamos por parte de esa cultura un parametro definido de actuar, que no es eso lo que buscamos en este tipo de colegios, Por ello no se trata de personas, nisiquiera solo de montos o de intereses se trata de los valores que les dejamos a cada de nuestros hijos.Deswegen war Alles unglaublich!!!

  • Es ist Schade das in ein Land wie Mexiko wo Ausbildung so wichtig ist, haben wir importiert Korruption durch eine Deutsche Schule und eine Deutsche Firma. Das Problem liegt hier in ein paar Personen (von der Schule Verwaltung) und noch ein paar von VW, nicht in eine Große Kommunität mit circa 1300 schulerin und fast 101 Jahre alt. Mann kann viel tun wann wir Stutze von Deutschland kriegen.
    Roberto Ojeda
    (Alumnus )
    Mexiko

  • Es ist eine Schande, dass die Verantwortlichen und Geldgeber auf deutscher Seite da nicht schon längst eingegriffen haben! Was ist Deutschland für ein Land? Ist es egal, was mit den Steuergeldern der deutschen Bürger passiert und wer dann am Ende gut davon leben kann?

    Statt dass die deutschen Autoritäten der Sache auf den Grund gehen würden, verpassen sie dieser Schule ein Exzellenz-Zertifikat! Solche Auszeichnungen sind ja heute gross in Mode, das Wort “Exzellenz” in aller Munde. Doch bedeutet es irgendwas? Die Gutachter waren ja grad mal eine Woche lang in dieser Schule.

    Man kann sich dann nur wundern, wenn man mit der Realität oder dem realen Niveau vieler dieser “exzellenten” Institutionen bzw. ihrer Absolventen in Berührung kommt – und da bildet die Humboldt-Schule keine Ausnahme!
    Aber wer diese völlig überteuerte Schule bezahlt, dem geht es ja meistens auch gar nicht um eine wie auch immer verstandene Exzellenz. Das ist ja doch nur ein diskursiver Aufhänger. Es geht darum, dass eine gewisse Geldkaste unter sich bleibt bzw. sich vernetzt. Oder dass man vor anderen den Eindruck erweckt dazuzugehören. Besser Schein als Sein – so lautet die Devise!

    Deutschland sollte in der Lage sein sicherzustellen, dass aus einer deutschen Auslandsschule Absolventen (aller Schichten) hervorgehen, die fähig und gewillt sind, an der Entwicklung des Landes mitzuwirken. Und nicht mit den Mächtigen paktieren und die Augen vor Korruption verschliessen! Denn das kann dem Ansehen Deutschlands grossen Schaden zufügen – und zwar nachhaltig!

  • Habe ein bisschen gegoogelt und auf spanisch viel gefunden dazu.
    Sehr interessant, was die dort unter demokratischen Wahlen verstehen:

    http://www.lajornadadeoriente.com.mx/2011/10/07/puebla/edu204.php
    (immerhin werden die Eltern schon von Menschenrechtsorganisationen unterstützt, so schlimm scheint es da zuzugehen)

    Oder was sich da für Leute aufstellen lassen in den Reihen der Schulleitung:

    http://e-consulta.com/portal/index.php?option=com_k2&view=item&id=18791:nombran-nueva-mesa-directiva-de-paterfamilias-en-primaria-del-humboldt&Itemid=332
    (der Schatzmeister ist angeblich in Geschäfte mit Drogenhändlern verwickelt)

  • Darauf, dass deutsche Beamte da mal was tun könnt ihr sicher lange warten. Die sitzen in ihrer Komfortzone und geben Vorgänge nach oben ab, bis sie sich irgendwann von selbst erledigt haben.

    Oder habt ihr jemals erlebt, dass ein dt. Beamter für irgendwas zur Rechenschaft gezogen wird? (Ausser bei einem Regimewechsel Stichwort: Entnazifizierung und Stasi-Säuberung – und selbst die waren doch recht unvollständig…)

    Scrollt mal ein bisschen runter hier im Blog.

    – Die deutsche Botschaft hat ihre Staatsangehörigen an Argentiniens Militärdiktatur ausgeliefert, während Dritte-Welt-Diplomaten ihr Leben riskiert haben, um nicht nur eigene, oppositionelle Staatsangehörige sondern auch Fremde aus dem Land zu schaffen

    – Kinderschänder und Altnazi Paul Schäfer wurde jahrzehntelang gedeckt von dt. Politiker (F-J. Strauss) und der Deutschen Botschaft. Und seine Nr. 2, Hartmut Hopp, ist jetzt nach Deutschland geflüchtet, weil Chile ihn verurteilen will. Und was macht Deutschland? Schützt ihn.

  • „Die Wahrheit ist wertvoll an sich, noch wertvoller aber ist es, sie zu finden.“
    A. von Humboldt

    Liebe Eltern der Humboldtschule:

    Wir möchten Ihnen zunächst für Ihre Unterstützung danken und die vielen Solidaritätsbekundungen, die wir in den zwei Jahren unseres Bemühens um Transparenz und Ehrlichkeit erhalten haben. 2009 haben wir einen illegalen Elternbeirat abgelöst, der wirtschaftlich mit der Schule verbandelt war und mit betrügerisch erschlichenen Unterschriften registriert wurde. Diese Illegalität sollte eine noch viel grössere verschleiern: die illgeale Auflösung des Treuhandfonds für Witwen und Waisen des Elternbeirats und das völlige Fehlen eines gewählten, legalen Elternbeirats zwischen 2004 und 2009.

    In den vergangenen zwei Jahren haben wir Zeichen gesetzt, konstruktive Vorschläge eingereicht und positive, sozial verantwortliche Initiativen angestossen. Dank des aufopferungsvollen Einsatzes unserer Mitglieder haben wir eine Debatte ausgelöst und einen wichtigen Wandlungsprozess angestossen.

    Wir haben einen enormen Korruptionsskandal aufgedeckt und die Beweise den Eltern, der Öffentlichkeit, VW Mexiko und den entsprechenden mexikanischen und deutschen Stellen vorgelegt. Der Prozess gegen die Führungsriege der Schule und zwei hohe VW-Manager wegen der illegalen Auflösung des Treuhandfonds der Eltern über 24 Millionen Pesos geht seinen Weg. Sie sind es, die das Image der Schule befleckt haben und nicht wir, die das aufgedeckt haben. Unser weiteres Engagement schulden wir denjenigen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben – und auch all denen, die aus Furcht, fehlendem Bürgersinn und Unwissenheit nicht teilnahmen oder die wirtschaftlich von der Schule abhängen und daher eingeschränkt waren in ihrer Meinungsäusserung. Eine nicht geheime Abstimmung in einer derart konfliktiven Ausgangslage begünstigt stets diejenigen, die wirtschaftlich am längeren Heben sitzen. Nicht von ungefähr haben weniger als 20 Prozent der gesamten Elternschaft an einer Wahl teilgenommen, die von der übermächtigen und realitätsverzerrenden Propaganda der Schuldirektion gekennzeichnet war.

    Todosomoshumboldt stellt eine Alternative dar zu dem ärmlichen Spektakel, das wir am Donnerstag abend erlebt haben. Dies war keine demokratische Wahl, sondern eine Farce, ein ungleicher Wettbewerb gegen die geballte Ansammlung kleinlicher persönlicher Interessen und die erbärmliche Komplizenschaft der Funktionäre des Bildungsministeriums, die gleichzeitig die Schule berieten, wie die Wahl am besten zu manipulieren sei.

    Für alle darin Involvierten ist diese Farce ein Schandfleck. Sie illustriert aber auch die Altlasten einer Gesellschaft, die wenig demokratische Erfahrung hat: Die Einschüchterung und Manipulation durch diejenigen, die eigentlich unparteiische Schiedsrichter sein sollten und allen Kandidaten gleiche Chancen einräumen müssten, die Verletzung des Grundrechtes der geheimen Wahl, die Aufoktroyierung einer Wahlordnung, die gegen die Tagesordnung verstösst, illegale Praktiken wie die Abstimmung über geschlossene Listen, was die freie Meinungsäusserung beschränkt, die Unterbindung jeglicher inhaltlicher Auseinandersetzung und das Verbot, diese Verstösse zu dokumentieren.

    Eine Wahl unter solchen Umständen ist weder frei noch demokratisch. Hinzu kommen einige mexikanische Besonderheiten wie Einschüchterung, der Stimmenkauf mittels Stipendien, Verträgen oder anderen wirtschaftlichen Vorteilen und das Ankarren von Wählern. Dies alles ist leider auch ein trauriges Spiegelbild dessen, was in der mexikanischen Gesellschaft derzeit passiert, in unserem und in Ihrem Leben ist dies aber glücklicherweise nur eine Episode.

    Ein unschätzbarer Gewinn der vergangenen zwei Jahre war es, so viele Menschen wie Sie kennengelernt zu haben, die den Mut haben, zu Ihren Idealen zu stehen und sie auch dann zu verteidigen, wenn alle ihre Rechte mit Füssen getreten werden. Unser Vorsatz, unseren Kindern ein gutes Beispiel zu geben in Sachen Aufrichtigkeit, Legalität und Transparenz ist keine Eintagsfliege, sondern ein lebenslanger Kompromiss. Wir werden weiterhin mit unserer moralischen Autorität unsere Stimme gegen Missbrauch aller Art erheben.

    Vielen Dank!

    Todosomoshumboldt
    Puebla, 6. Oktober 2011

    Comunicado a la opinión pública:

    “La verdad es valiosa por sí misma; pero más valiosa es la capacidad de encontrarla”.
    Alexander von Humboldt

    Ante lo ocurrido anoche durante la elección de la Mesa Directiva de Padres de Primaria, queremos primero agradecer el apoyo recibido dentro y fuera de nuestra comunidad educativa y las numerosas manifestaciones de solidaridad para nuestro empeño en pro de la transparencia y honestidad que hemos emprendido desde nuestra elección.

    En 2009 fuimos electos para reemplazar una directiva de padres ilegal vinculada a intereses de la dirección del Colegio, registrada con firmas fraudulentas, sustraídas de otros eventos académicos.
    Esa ilegalidad flagrante fue orquestada para ocultar que entre 2004 y 2009 el Colegio impidió una representación electa y legal que reclamara el patrimonio y los derechos violados de la comunidad de padres.

    En los últimos dos años de trabajo colectivo honesto, hemos impulsado un trabajo que ha transformado sustancialmente la vida interna del Colegio, promoviendo iniciativas constructivas y responsables, originando un debate abierto y modificado de raíz su lugar en el imaginario de la sociedad.

    También hemos colocado en manos de la comunidad del Colegio, de los gobiernos de México y Alemania, de la dirección de la empresa VW, de la Justicia y de la opinión pública, las pruebas de un escándalo mayúsculo de corrupción en contra de nuestra comunidad.
    El juicio por la disolución ilegal del fideicomiso para huérfanos y el desvío de 24 millones de pesos que involucra a las autoridades del colegio y dos altos funcionarios de la empresa VW, seguirá su curso. Son ellos y no quienes descubrimos el fraude quienes han manchado la imagen del Colegio.

    Tenemos una responsabilidad ante las personas que nos han depositado su confianza, sin contar las que no acudieron por temor, falta de cultura ciudadana, ignorancia o que no pudieron expresarse libremente por depender económicamente del Colegio.
    Una elección sin voto secreto en pleno conflicto y antagonismo favorece siempre a quienes controlan los intereses económicos de una comunidad. No es casual que menos del 20 por ciento de los padres acudió a la cita, en medio de una campaña sucia y manipuladora, controlada por los directivos del Colegio.

    Todosomoshumboldt representa una alternativa diferente al lamentable espectáculo que presenciamos anoche, contra toda la maquinaria de intereses mezquinos.

    La vergonzosa complicidad pública de los funcionarios de la SEP que debían ser imparciales, manipularon con abierto cinismo la elección. Tenemos pruebas que actuaron como consejeros de la planilla impuesta por las autoridades del Colegio.

    Lo que ocurrió anoche es una mancha imborrable para todos los confabulados en esta trama y refleja todos los vicios de una sociedad que tiene poca costumbre democrática.

    La intimidación y la manipulación orquestada por las autoridades que deberían ser imparciales y garantizar condiciones iguales para todos los candidatos; la violación al secreto del voto; la imposición de una agenda violatoria del orden del día; maniobras ilegales como el voto por planilla y no por cargo; impedir un debate sobre ideas; e impedir la filmación de una asamblea pública, anuló la posibilidad de una verdadera elección libre.

    Además de prácticas como el acarreo, la intimidación y la compra de votos mediante chantaje de becas, prebendas y contratos. Todo ese proceso lamentable es un reflejo de lo que pasa en la sociedad mexicana actualmente, pero es apenas un episodio en el devenir de la vida de esta comunidad y de las nuestras.
    Lo más satisfactorio es el encuentro de un buen número de gente en nuestra comunidad y en la sociedad con el valor civil de dar la cara y mantenerla bien levantada ante esas aberraciones.

    Nuestra propuesta para dar el ejemplo a nuestros hijos en honestidad, la legalidad y por la transparencia, no termina en una jornada. Es un compromiso ilimitado y la voz de esa colectividad mantendrá su autoridad moral con la búsqueda de la verdad.

    ¡Muchas gracias!
    Todosomoshumboldt
    Puebla 06 de octubre de 2011

  • unglaublich. Und so etwas wird mit deutschen Steuergeldern unterstützt? Solchen Leuten vertraut man Kinder an?? Das mindeste wäre ja wohl, dass sie suspendiert werden. Wieso interveniert die Bundesregierung da nicht? Ach sorry, hab vergessen, Kinderschänder im deutschen Schuldienst wurden ja auch nie suspendiert, sondern immer nur „strafversetzt“, bis sie neue Opfer gefunden hatten und die Eltern protestierten.

    Und VW scheint ja auch ein netter Verein zu sein. Hatten die nicht auch in Brasilien Prostituierte bezahlt, um die Gewerkschaft gefällig zu machen???

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