Posts Tagged ‘Bergbau’

19.04.2013 von bettinahoyer
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Das Buen Vivir… kommt später

von bettinahoyer

Rafael Correa bei der 13. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft / Foto: Hoyer

„Erlauben Sie mir zunächst einmal, Ihnen mein Land ein wenig vorzustellen“, sagt ein gut gelaunter Rafael Correa auf der 13. Lateinamerika-Konferenz der deutschen Wirtschaft, als er mit den Begrüßungsfloskeln durch ist.

Ecuador, das Land mit der weltweit größten Artenvielfalt, mit einer 3.000 Kilometer langen Küste, mit großen ökologischen Schützgebieten. Auf einer Leinwand werden die Sinne umworben. Dschungel, Andenhochland, Galapagosinseln, Schnee bedeckte Berge. Und Zahlen: die größte Vielfalt bei Wirbeltieren, fünftgrößte Artenvielfalt bei Schmetterlingen, mehr als ein Fünftel der Landesfläche ist Naturschutzgebiet …

Gelungener Balztanz

„Ecuador ist wundervoll“, fasst Correa schließlich seine schwindelerregenden Zahlenreihen zusammen. „Wir Ecuadorianer und Ecuadorianerinnen haben der Natur Rechte zugesprochen. Damit sind wir Vorreiter des Umweltschutzes und des Kampfes gegen die Erderwärmung. Diese Rechte sind in unserer Verfassung verankert. Bisher ist es die erste, die der Natur Rechte einräumt“, so Rafael Correa, der… weiter lesen

12.02.2012 von Hildegard Willer
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Wenn Conga kommt, geht Ollanta

von Hildegard Willer

Gut 10 000 Bergbaugegner sind am Freitag, den 10. Februar durch Lima marschiert, um im Parlament zwei Gesetzesentwürfe abzugeben: einer soll den Bergbau in Wasserquellgebieten untersagen; der andere Bergbau mittels Zyanid und Quecksilber (was bei der momentanen Technologie einer de-facto-Einstellung des Gold- und Silberbergbaus entsprechen würde). Das letzte Mal waren soviele Menschen Ende Mai 2011 auf den Strassen Limas, um gegen die Kandidatin Keiko Fujimori zu protestieren und für den Kandidaten Humala. Dieses Mal sind es  Bergbaugegner aus ganz Peru, die  ihre Forderungen auf die Strassen der Hauptstadt tragen.

Am Protestmarsch haben vor allem Bürgerinitiativen aus ganz Peru teilgenommen, die sich gegen Bergbauprojekte auf ihren Gebieten wehren. Konkreter Anlass für den Protestmarsch sind die Auseinandersetzungen um das geplante Goldabbauprojekt “Conga” in Cajamarca, im Norden Perus. In einem 10-tägigen Fussmarsch waren gut 500 Bauern aus Cajamarca nach Lima gekommen , um gegen das von der Regierung Humala unterstützte Projekt zu… weiter lesen

25.11.2011 von Gerhard Dilger
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Humala und die Kleinbauern von Asacasi

von Gerhard Dilger

Von Stephanie Boyd, Lateinamerika Nachrichten 450


Nach den Wahlen in Peru, aus denen der linksnationalistische Ollanta Humala als Sieger hervorgegangen ist, sind die Erwartungen auf dem Land hoch. Von dort bekam er den Großteil seiner Stimmen und die Bewohner_innen erwarten, dass er sich wie im Wahlkampf versprochen für ihre Rechte einsetzt und diese gegen Großkonzerne verteidigt. In Asacasi, einem kleinen Dorf, dessen Lebensgrundlage durch ein Kupferbergbauprojekt bedroht ist, treffen die Anwohner_innen die ersten präventiven Maßnahmen, um sich gegen den schweizerischen Konzern Xstrata zu wehren.

Die Straße ist mehr als schlecht. Es würde vieler Leute, schwerer Maschinen und mehrerer Wochen harter Arbeit bedürfen, um sie erst einmal in einen schlechten Zustand zu bringen. Ohne Vorwarnung endet der Asphalt bereits nach zwanzig Minuten Fahrt außerhalb von Cuzco, der Touristenstadt mit ihren 5-Sterne-Hotels und Sushi-Restaurants. Und das, obwohl mein Ziel, die Stadt Tambobamba, nicht irgendein vergessener Ort im Niemandsland ist. Tambobamba ist die Hauptstadt der Provinz Cotabambas und liegt nur ein paar Fahrstunden entfernt vom massiven Las- Bambas-Kupferprojekt, das sich momentan in der Bauphase befindet.

Normalerweise profitieren Städte, die an Straßen zu Bergbauprojekten liegen, von einer vernünftigen Straßenanbindung – vor allem wenn es die Straße zur Provinzhauptstadt ist. Nicht so Tambobamba. Die Arbeiter_innen des Bergbauunternehmens werden per Hubschrauber eingeflogen und die Straße verbleibt in einem armseligen Zustand. … weiter lesen

21.09.2011 von Knut Henkel
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Angriff auf den “Held der Umwelt”

von Knut Henkel

In der Grenzregion im Norden Perus befinden sich große Vorkommen an Kupfer und Molybdän. Die sollen in der Erde bleiben, wenn es nach der lokalen Bevölkerungsmehrheit geht. Das sehen allerdings nicht alle so, wie ein Angriff auf Perus bekanntesten Umweltschützer Marco Arana zeigt.

Marco Arana war auf dem Weg zu den Feiern anläßlich des vierten Jahrestags des Referendums in Huancabamba.  Dort hatten am 18. September 2007 mehr als 90 Prozent der Bewohner der Provinzstadt im Norden Perus für die Landwirtschaft und gegen den Bergbau gestimmt. Ein Erfolg für den Erhalt des einzigartigen Ökosysstems in der Region, den Arana, ein ehemaliger Pater, der vor zehn Monaten in die Politik ging, mit den lokalen Umweltaktivisten feiern wollte.

Marco Arana ist Perus bekanntester Umweltschützer und wurde 2009 vom Time Magazine zum "Held der Umwelt" gekürt.

Doch als der Wagen Aranas das Dorf Cajas Capsol passierte, wurde der PKW von Kugeln und… weiter lesen

05.06.2011 von Hildegard Willer
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Ein 5. Juni in Peru – eine Dosis “Memorex”

von Hildegard Willer

“Memorex” – die Pille für alle, die an gesellschaftlichem Gedächtnisschwund leiden. Als solcherart verpackte “Medizin” brachten die Keiko-Fujimori-Gegner in den letzten Tagen die Übeltaten des Fujimori-Regimes der 90-er Jahre wieder in Erinnerung.
Wenn man allerdings verstehen will, warum die Peruaner heute die Wahl zwischen zwei Präsidentschaftskandidaten der Extreme haben, dann reicht eine geringere Dosis Memorex: auf den Tag genau vor zwei Jahren kündigte sich im Massaker von Bagua bereits an, dass im neuen Wirtschaftswunderland Peru einiges faul ist.
Zur Erinnerung: die Indigenas des Amazonastieflandes hatten monatelang gegen die von Alan García vorgesehenen neue Eigentumsregelung des Amazonasgebietes protestiert. Der peruanische Staat wollte die Gemeinschaftsrechte der Indigenas einschränken, um einfacher Schürf- und Bohrrechte an in- und ausländische Investoren vergeben zu können. Protest heisst in Peru meist die Blockade einer der grossen und wenigen Überlandstrassen. So blockierten vor zwei Jahren auch die Indigenas die Strasse zu einem für die Hauptstadt wichtigen… weiter lesen

23.11.2010 von Gerhard Dilger
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Peruanische Kleinbauern contra Minenprojekte

von Gerhard Dilger

Die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen wächst, Umwelt und soziale Interessen sollen geopfert werden. Doch es regt sich Widerstand. In der Region Piura, im Norden Perus, haben vor drei Jahren Tausende von Kleinbauern und -bäuerinnen das Bergbauprojekt Río Blanco mit überwältigender Mehrheit abgelehnt.

In einer Region von Nebelwäldern und fruchtbaren Tälern wollen sie die Zukunft ihrer ökologischen Landwirtschaft und den Export von z. B. Kaffee sicherstellen. Der Río Blanco ist ein Zufluss des Amazonas. Der Einzug des industriellen Bergbaus würde Flussquellgebiete zerstören, die extrem artenreiche Tier- und Pflanzenwelt der amazonischen Region erheblich gefährden.

Der Umweltaktivist Fidel Torres reist ab Donnerstag durch sieben deutsche Städte

Soziale Bewegungen und Gemeinschaften von vier Provinzen fordern die Einrichtung von bergbaufreien Zonen, in denen keine Bergbauprojekte umgesetzt werden. Du kannst die Menschen in Nordperu unterstützen, indem Du unsere Petition unterzeichnest.

schreibt die Aktionsgruppe Mining in Paradise?

22.08.2010 von Claudius Prößer
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Chiles Lengede

von Claudius Prößer

Chile hat sein Bergmann-Wunder: 17 Tage nach dem Einsturz einer Gold- und Kupfermine im Norden des Landes gibt es Gewissheit, dass alle 33 unter Tage vermissten Arbeiter am Leben sind. Eine Sonde, die nach mehreren gescheiterten Versuchen am Sonntag den Schutzraum traf, in dem die Männer vermutet wurden, kam mit einer handschriftlichen Notiz zurück. Die Freude der Angehörigen, die seit mehr als zwei Wochen bei dem Bergwerk kampieren, ist unbeschreiblich.

Präsident Sebastián Piñera hat das “Wunder”, von dem nun alle sprechen, voll ausgekostet: Obwohl die Nachricht von dem gelungenen Kontakt bereits die Runde gemacht hatte, verkündete er vor Ort mit Überschwang (“Viva Chile, Mierda!”) die frohe Botschaft, den Zettel der Verschütteten in der Hand: “Dies hier kommt aus den Eingeweiden der Erde, es ist eine Botschaft unserer Bergleute, die sagt, dass sie leben und vereint darauf warten, ans Sonnenlicht zurückzukehren und ihre Familien in die Arme zu… weiter lesen

17.05.2009 von Florencia Abbate
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Pascua Lama: Die Plünderung beginnt

von Florencia Abbate

Bei einem Treffen am 11. Mai in der Casa Rosada hat der Vorstand des kanadischen Bergbauunternehmens Barrick Gold Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner über den Start des Pascua-Lama-Projekts informiert. Pascua Lama, eines der derzeit größten Bergbauprojekte weltweit, sieht Investitionen von rund drei Miliarden Dollar vor.

Das riesige Investitionsvolumen hatte das Unternehmen schon im Jahr 2001 angekündigt, als es die Machbarkeit des Projekts prüfte, bei dem beiderseits der argentinisch-chilenischen Grenze Silber und Gold abgebaut werden sollen. Die Mine soll nach bisherigen Planungen Ende 2012 ihren Betrieb aufnehmen und in den ersten fünf Jahren 750.000 bis 800.000 Unzen Gold sowie 35 Millionen Unzen Silber im Jahresdurchschnitt fördern. Die Gesamtdauer des Projekts wird auf 25 Jahre geschätzt. Am Ende hätte Barrick 18 Millionen Unzen Gold und 718 Millionen Unzen Silber gefördert.

Sowohl in Argentinien als auch in Chile stößt das Vorhaben auf heftigen Widerstand durch die Bewohner des betroffenen Gebietes,… weiter lesen

12.05.2009 von
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Neue Offensive gegen peruanische Menschenrechtsorganisation

von

Gerade mal ein Jahr ist es her, da versuchte die peruanische Regierung, das Europäische Parlament (EP) mithilfe eines Antrags der Europäischen Volkspartei (EPP, Zusammenschluss der konservativen und rechten Parteien) zu instrumentalisieren, um im eigenen Land soziale Protestbewegungen und Menschenrechtsorganisationen zu kriminalisieren. Jetzt lanciert sie eine Neuauflage jener Offensive, die sie als Antiterrorkampf verkauft – und wieder stehen die Menschenrechtsorganisationen am Pranger.

Mit dem Unterschied, dass die sozialdemokratische Fraktion sich diesmal der offensichtlich manipulierten Initiative nicht verweigerte. Am 7.  Mai 2009, bei einer der letzten Abstimmungen der zu Ende gehenden Legislaturperiode, enthielten sich die meisten SozialdemokratInnen der Stimme, wohl wissend, dass sie damit der Zustimmung des Hauses insgesamt den Weg öffneten; die spanischen Sozis votierten sogar für den EPP-Vorschlag, die MRTA-Guerilla auf die EU-Liste terroristischer Vereinigungen zu setzen.

Allen Grund zur Freude: Perus Präsident Alan García

Im April 2008, im Vorfeld des EU-Lateinamerika-Gipfels der Staatschefs in der peruanischen Hauptstadt Lima,… weiter lesen

10.03.2009 von Gerhard Dilger
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Ecuadors UmweltaktivistInnen unter Druck – Onlinepetition unterschreiben!

von Gerhard Dilger

Gestern hat die ecuadorianische Regierung der Umwelt-NGO Acción Ecológica mit fadenscheinigen Gründen die Zulassung entzogen.

Im entsprechenden Dekret des Gesundheitsministeriums heißt es,  die NGO habe gegen ihre Gründungsziele verstoßen und ihre Aktivitäten nicht mit dem Ministerium koordiniert.

Alberto Acosta, früherer Bergbauminister und Vorsitzender des Verfassungskonvents, wirft Präsident Rafael Correa “autoritäres Verhalten” vor. Es handle sich um eine Vergeltungsmaßnahme, weil Acción Ecológica im Januar zusammen mit den indigenen Organisationen den Widerstand gegen das neue Bergbaugesetz angeführt hattte, sagte Acosta gegenüber Latin@rama. Mit dem Gesetz will die Regierung ausländische Unternehmen für die Förderung der Bodenschätze Ecuadors gewinnen.

Nach den ersten Meldungen internationaler Nachrichtenagenturen ruderte Gesundheitsministerin Caroline Chang zurück. Ihr Dekret stelle keinen Angriff auf die Umweltgruppe dar, erklärte die Ministerin: “Es gibt keinerlei Interesse, irgendeiner Organisation zu schaden, schon gar nicht Acción Ecológica”. Vielmehr werde das zuständige Umweltministerium die Zulassung erneuern, versuchte Chang die Wellen zu glätten.

Acción Ecológica… weiter lesen