Posts Tagged ‘Indígenas’

19.11.2011 von Peter Strack
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Wo geht es jetzt hin?

von Peter Strack
1,3 Mio Dollar fuer jeden KM Zerstoerung: Protest gegen Strassenbau , Quelle: El Dia

1,3 Mio Dollar fuer jeden KM Zerstoerung: Protest gegen Strassenbau, Quelle: El Dia

„Mama, wo geht es jetzt hin?“, fragte ein Junge heute morgen auf der Fahrt  in das Stadtzentrum von Cochabamba besorgt seine Mutter, als der Bus ploetzlich in eine Seitenstrasse abbog. „Da wird wohl irgendjemand wieder die Strasse blockieren“, lautete die lakonische Antwort.  Doch der Grenzkonflikt zwischen den Provinzen Oruro und Potosí wird derzeit ebenso verhandelt wie der zwischen den Munizipien Colcapirhua und Tiquipaya im „Herz der Mutter Erde“ selbst. Und die Kokabauern aus dem Chapare,  die derzeit gegen den Baustopp der Strasse durch das indigene und Naturschutzgebiet TIPNIS mobilisieren, haben sich erst einmal  zu Beratungen zurueckgezogen. … weiter lesen

29.10.2011 von Gerhard Dilger
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#OccupyBeloMonte

von Gerhard Dilger

Hundreds Protest at Belo Monte Dam Site

UPDATE: Statement from partners

Altamira, Brazil – On Thursday, the Belo Monte Dam construction site was occupied by 400 indigenous people, fishermen and riverine community members who oppose the project due to its severe environmental impacts and human rights violations.

The occupation was a collective decision made by 700 representatives from local communities who attended a seminar against the Belo Monte Dam held this week in Altamira, and it proved an important step forward in the continuing struggle to halt the project.

Protesters notified the Brazilian government about the occupation through letters and direct contact. The groups said in a statement: “In the face of the Brazilian government’s intransigence to dialogue and continuing disrespect, we occupied the Belo Monte construction site and blocked the Trans-Amazon highway. We demand a definitive cancellation of the… weiter lesen

29.08.2011 von Gerhard Dilger
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Four months to save the world’s last great wilderness

von Gerhard Dilger

Das deutsche Sommerloch nähert sich dem Ende, und Rettet den Regenwald ruft wieder zu einer Onlineaktion für Ecuadors visionäres Dschungel-statt-Öl-Projekt Yasuní-ITT auf:

An keinem anderen Ort der Erde wurden mehr Arten nachgewiesen als in den Regenwäldern des Yasuní-Nationalparks in Ecuador. Zu diesem Schluss kommen internationale Wissenschaftler: „Dank seiner einmaligen Lage am Äquator im Nordwesten Amazoniens liegt Yasuní im Zentrum der reichsten biologischen Zone der westlichen Hemisphäre. Es ist die einzige Stelle, wo sich maximale Vielfalt der Amphibien, Vögel, Säugetiere und Pflanzen überschneiden“, erklärt der Biologe Dr. Matt Finer.

Doch unter dem Urwald gibt es bedeutende Ölvorkommen. Bei deren Ausbeutung macht die Ölindustrie selbst vor den Schutzgebieten nicht halt. Die Fördertürme, Pipelines und Straßen fressen sich in den Regenwald hinein. Die größten bisher noch unerschlossenen Reserven – geschätzte 846 Millionen Barrel – liegen im Feld Ishpingo-Tambococha-Tiputini (ITT) an der Grenze zu Peru. Das 190.000 Hektar große Gebiet

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28.03.2011 von Peter Strack
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Allgemeinplätze, Spekulationen, Vorurteile

von Peter Strack

“Auch einer wie David Choquehuanca war mal ein Kind”, mit diesem Allgemeinplatz beginnt Anja Maier in der sonntaz ihre Reportage aus Bolivien, um den verfuegbaren Platz zunaechst mit Spekulationen darueber zu fuellen, was der bolivianische Aussenminister als Bauernkind wohl gedacht haben mag. Vielleicht war es eine der Fragen, die unbeantwortet blieben, wie Maier beklagt. Doch auch ein bolivianischer Minister redet lieber ueber seine eigenen Anliegen, als auf Klischees und Vorurteile zu antworten, die den Artikel wie ein roter Faden durchziehen.

David Choquehuanca und Evo Morales

Schon vor einem Vierteljahrhundert, mit 25 Jahren, soll Choquehuanca bereits „der“ Koordinator der bolivianischen Kleinbauern gewesen sein – die Anfuehrer und Anfuehrerinnen von damals, die verschiedenen Ausrichtungen, die Konflikte untereinander, dass mit Evo Morales am Ende die Gewerkschafter gegenueber den radikalen Indígenas wie dem „Mallku“ Felipe Quispe die Oberhand behielten, nun gut, das mag eher ein Thema fuer Historiker… weiter lesen

10.12.2010 von Gerhard Dilger
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“Unsere Unterdrückung begann nicht mit Lula”

von Gerhard Dilger

Anastácio Peralta ist Sprecher der Guarani-Kaiowá in Brasilien. Derzeit ist er in Europa auf Rundreise, um über die Verteidigung indigener Landrechte gegen mächtige Interessen der Agrarindustrie zu informieren. Mit ihm sprach für Neues Deutschland Martin Ling.

Brasiliens Präsident Lula wird von fast allen Beobachtern ein exzellentes Zeugnis für seine achtjährige Regierungszeit ausgestellt, die im Januar endet. Wie stellt sich seine Bilanz aus indigener Sicht dar? Unser Leiden begann nicht mit Lula. Unsere Unterdrückung begann vor mehr als 500 Jahren. Eroberung und Gründung Brasiliens zielten nicht darauf, denen zu nützen, die schon dort waren – weder den Ureinwohnern noch den Tieren oder der Natur. Brasilien hat von Beginn an eine Politik ohne Rücksicht auf die Völker betrieben, die schon dort lebten. Die Idee war, dass es irgendwann keine Indianer mehr geben sollte. Sie haben uns die Zweige abgeschnitten, sie haben die Stämme verbrannt, aber es ist ihnen

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08.12.2010 von Gerhard Dilger
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Belo Monte verhindern!

von Gerhard Dilger

Rettet den Regenwald lädt wieder zu einem Online-Protest ein:

Der Staudamm Belo Monte in Brasilien ist eines der dringlichsten Projekte, gegen das sich Rettet den Regenwald einsetzt. Bereits heute bedecken Stauseen zur Wasserkraftnutzung mindestens 34.000 Quadratmeter Brasiliens. Diese Zahl gesteht zumindest der staatliche Elektrizitätskonzerns Eletrobras ein. Umweltgruppen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus.

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Durch den Bau Belo Montes würde einer der artenreichsten Flüsse der Welt in seiner Struktur verändert. Im Rio Xingu leben heute drei- bis viermal so viele Fischarten wie in ganz Europa zusammen. Mindestens 668 Quadratkilometer Regenwald würden geflutet und wären für immer verloren.

Der Großteil der Energie, die Belo Monte produzieren soll, ist für die energieintensive Exportindustrie Brasiliens bestimmt. Vor allem die Hersteller von Aluminium im Norden des Landes werden sich über den günstigen Strom freuen. Sie zahlen nur ein Drittel des sonst üblichen Strompreises.

Der Protest der indigenen Völker gegen… weiter lesen

07.12.2010 von Gerhard Dilger
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“Im Namen jener, die mit mir kämpfen”

von Gerhard Dilger

Gestern wurden in Stockholm die Alternativen Nobelpreise 2010 verliehen.

Der austrobrasilianische Bischof Erwin Kräutler, der nigerianische Umweltaktivist und Vorsitzende von Friends of the Earth International Nnimmo Bassey, der Nepalese Shrikrishna Upadhyay und die Organisation Ärzte für Menschenrechte/Israel teilen sich ein Preisgeld von 200.000 Euro. Kräutler, der sichtbarste Kopf des Widerstandes gegen den Bau des Megastaudamm Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu, sagte, er akzeptiere die Auszeichnung “im Namen all jener, die heute mit mir kämpfen – für die indigenen Völker, für Amazonien und für die Menschenrechte”.

In seiner  Dankesrede unterstrich Kräutler, der auch den Indianermissionsrat Cimi leitet, die bedrohliche Situation der Guarani-Indígenas im brasiliansichen Bundesstaat Mato Grosso do Sul: „Schmerz, Verzweiflung und Unsicherheit“ prägten ihr Leben, ihr Lebensraum sei auf „kleine Gebiete beschränkt,… weiter lesen

23.09.2010 von Gerhard Dilger
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Yasuní-ITT, Herr Niebel und der Emissionshandel

von Gerhard Dilger

In der Debatte um den Versuch von Minister Niebel (FDP), Ecuadors Dschungel-statt-Öl-Initiative zu sabotieren, ist bislang ein zentraler Aspekt unterbelichtet geblieben.

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Es erscheint auch zweifelhaft, ob dieser Ansatz (die Yasuní-ITT-Initiative, GD) gegenüber den zahlreichen anderen derzeit diskutierte Alternativlösungen (z. B. Reducing Emissions for Deforestation and Degradation, REDD) tatsächlich komparative Vorteile aufweist. (…) Gleichzeitig arbeiten wir mit Ecuador jedoch weiterhin beim Thema Klimawandel und Waldschutz (REDD) intensiv zusammen (…)

schrieb Niebel am 14. Januar.

Eine Antwort geben Oilwatch-AktivistInnen in ihrem Offenen Brief an den Bundestag:

OILWATCH ist ein internationales Netzwerk, das die Auswirkungen der Erdölförderung insbesondere in tropischen Ökosystemen beobachtet und analysiert. Analysen belegen immer wieder die katastrophalen Folgen der Erdölförderung für die lokale Bevölkerung, denn die Ölgewinnung geht mit Militarisierung und Gewalt einher,  sie führt zur Verseuchung von Grund- und Trinkwasser und zur Veränderung von Mikro- und globalen

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27.08.2010 von Gerhard Dilger
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“Lula arroganter als Militärdiktatoren”

von Gerhard Dilger

“Wir kämpfen seit 30 Jahren gegen dieses Monstrum”, sagt Erwin Kräutler, Bischof von Altamira und Vorsitzender des Indígenamissionsrates CIMI, “Lulas Arroganz übertrifft die der Militärs” . Die Generäle hatten in den 70er Jahren als erste das Projekt riesiger Staudämme am Amazonas-Nebenfluss Xingu ins Auge gefasst. Der Exgewerkschafter setzte sich nun mit der Dampfwalze über alle gut begründeten Einwände hinweg und brach damit auch das Versprechen, das er Kräutler vor einem Jahr gegeben hatte.

Gestern unterzeichnete er allen Protesten zum Trotz den Konzessionsvertrag für das Wasserkraftwerk Belo Monte. Die Maßnahme sei ein “Sieg für den Energiesektor”, sagte Lula. Wohl wahr: Das Konsortium Norte Energía bekommt für 35 Jahre die Nutzungsrechte an dem Staudamm, der 2015 in Betrieb gehen soll.  Nach einer skandalösen Ausschreibung werden alle großen und viele kleine Bau- und Stromfirmen beim Milliardenprojekt dabeisein – der Staat wird ihnen mit… weiter lesen

25.06.2010 von Gerhard Dilger
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Lula im Labyrinth

von Gerhard Dilger

Oft reicht der Platz in der Zeitung nur für das Allernötigste. Ganze 80 Zeilen hatte ich vorgestern, um den Besuch von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in Altamira zu würdigen, bei dem er den Bau des Megastaudamms Belo Monte vehement verteidigte. Ein paar wichtige Details möchte ich hier nachtragen.

Es war eine Wahlkampfveranstaltung für seine Parteifreundin Ana Júlia Carepa (r.), die im Oktober als Gouverneurin des Amazonas-Bundesstaats Pará wiedergewählt werden will. Ohne ein Bündnis mit der Zentrumspartei PMDB, deren Seilschaften wiederum den staatlichen Stromsektor dominieren, ist das allerdings undenkbar. Die Staudammgegner, die Lula in seiner kurzen Rede spöttisch attackierte, hatten am Vortag die Transamazônica-Landstraße blockiert. Ins Stadion, das mit Regierungsanhängern besetzt war, wurden die meisten erst gar nicht hineingelassen. Besonders empörte sie, dass ein “kooptierter” Xikrin-Indígena auf der Bühne so präsentiert wurde, als wären die Urvölker der Region für das Wasserkraftwerk.

Stunden später… weiter lesen