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Chile ist vernetzter als jedes andere lateinamerikanische Land, so viel steht fest. Die Dichte hochwertiger, also schneller Internetanschlüsse ist enorm, aber noch bleiben große Lücken in der Fläche. Vor allem ärmere Haushalte können es sich nicht leisten, sich das Netz ins Haus zu holen – aber jetzt hat sich Telefónica Chile, Tochter der spanischen Telefónica und landesweit größter Anbieter, etwas ganz Innovatives ausgedacht und seit Wochen aggressiv beworben: Banda Ancha Libre heißt es, sprich: Breitband für lau. “Surf gratis – und das für immer” lautet der Slogan, und beim Produkt-Launch in der vergangenen Woche war auch Pablo Bello da, Staatssekretär für Telekommunikation, der sich persönlich als Speerspitze der Digitalisierung versteht und im Vorstand der Stiftung País Digital sitzt.
Screenshot: www.telefonicachile.cl
Inzwischen haben viele aufmerksame Blogger das Kostenlos-Internet analysiert (hier, hier oder hier) und als großen Schwindel gebrandmarkt. Dass man für einmal Modem-Kaufen à 29.900… weiter lesen
Am 18. Juli 2008 hob die argentinische Polizei ein Drogenlabor in einem Landhaus in einem Ort mit dem schönen Namen Ingeniero Maschwitz (Provinz Buenos Aires) aus. Neun Mexikaner und ein Argentinier, die dort in aller Ruhe Ecstasy und Methylamphetamin herstellten, wurden festgenommen.
Eigentümer des Hauses ist der neunundvierzigjährige Mexikaner Jesús Martínez Espinoza, der zwei Tage vor der Polizeiaktion das Land verlassen hatte – mit einem falschen Pass und 25 kg Ephedrin im Gepäck, die er unerkannt durch die Sicherheitskontrollen schmuggeln konnte.
Seit Martínez im Mai letzten Jahres zum ersten Mal nach Argentinien einreiste, ist er vierzehn Mal dorthin zurückgekehrt. Angeblich besitzt er sieben gefälschte Pässe und arbeitet für das Sinaloa-Kartell, eines der weltweit größten Drogenkartelle, das in 36 Ländern operiert.
Der Chef des Sinaloa-Kartells ist der Mexikaner Joaquín Guzmán Loera, alias „El Chapo“. Der Mann, so die Legende, wechselt nach jedem Anruf sein… weiter lesen
Religiosität hat viele Gesichter, eines der gruseligsten sind die fanatischen Predigten evangelikaler Christen. Auch in Chile gehören ihre theatralischen Tiraden zum akustischen Inventar der Innenstädte und der armen Peripherie, während die Oberschicht eher diskreten Sekten wie dem Opus Dei zugeneigt ist.
Ein besonders krasses Exemplar geistert seit einiger Zeit durchs Internet: Nezareth Casti Rey, ein kleiner peruanischer Junge, der vor Tausenden die Irrlehren der Evolution verdammt (und was man als Evangelikaler noch so alles geißelt).
Zum Glück ist das Internet nicht nur in der Lage, solcherlei zu multiplizieren, es bietet auch Raum für Parodien, die das Grauen angenehm entschärfen. Nezareth, der mittlerweile 17 ist, aber munter weiterpredigt, wurde schon vielfach remixt, unter anderem von einem chilenischen DJ. Keine große Kunst, aber doch lustig:
Wie man liest, kamen Madonnas Fans beim “Sticky&Sweet”-Konzert im Berliner Olympiastadion nicht recht in die Gänge, mehr noch, ein Viertel der 75.000 Plätze soll leer geblieben sein. Mit einem derart kühlen Empfang für die 50-jährige Entertainerin ist in Santiago nicht zu rechnen. Ganz im Gegenteil, alle wollen am 10. Dezember ins Estadio Nacional, alle sind aufgekratzt und durch den Wind, denn es ist das erste und vermutlich letzte Mal, dass la reina del pop ein Konzert in Chile gibt.
Natürlich können nicht alle ins Stadion. Und über die Frage, wie die Veranstalter das Publikum aussieben, ist ein erbitterter Streit ausgebrochen. Sicher, allein die Ticketpreise zwischen 35 und 250 Euro garantieren, dass nur ein Bruchteil der Interessenten reelle Chancen hat, in Sichtweite der der Pop-Göttin zu gelangen. Andererseits geben eingefleischte Fans, wenn’s denn sein muss, auch ein Monatsgehalt für die Eintrittskarte aus. Am demokratischsten wäre in… weiter lesen



