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	<title>Latin@rama &#187; Populismus</title>
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	<description>Lamas &#38; Piranhas, Cumbia &#38; Macumba, Evo &#38; Evita: Das Latinorama-Kollektiv bringt Abseitiges, Aktuelles und Amüsantes aus und über Amerika.</description>
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		<title>Uribe und Bush &#8211; Melancholisches Ende einer Männerfreundschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 00:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard Dilger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag hat sich der kolumbianische Präsident Álvaro Uribe in Washington von der „lahmen Ente“ George W. Bush verabschiedet.</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2008/09/vladdo2.jpg" rel="lightbox[103]"><img class="alignnone size-medium wp-image-104" src="http://blogs.taz.de/latinorama/files/2008/09/vladdo2-300x222.jpg" alt="Vladdo" width="300" height="222" /></a></p>
<p>Seit Uribes erstem Wahlsieg 2002 sind die Staatschefs <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2002/06/22/a0117" target="_blank"><strong>enge Verbündete</strong></a>. Jetzt bedauerten sie wortreich, dass das bereits 2006 ausgehandelte <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2006/03/01/a0148" target="_blank"><strong>Freihandelsabkommen</strong></a> (TLC) wegen des Widerstands des US-Kongresses auf Eis liegt.</p>
<p>Barack Obama, der als Senator daran nicht ganz unbeteiligt war, nannte jetzt wieder einen wichtigen Grund dafür: „Wir müssen sicherstellen, dass die Arbeiterrechte geschützt werden&#8230; Man hat Gewerkschafter ermordet oder verschwindenlassen&#8230; Ich fühle mich nicht gut dabei, einen Vertrag voranzubringen, bis nicht einigermaßen klar ist, dass die Arbeiter in Kolumbien sicher sind.” Allein 2008 wurden bisher mindestens <a href="http://www.world-psi.org/TemplateEn.cfm?Section=Home&amp;Template=/ContentManagement/ContentDisplay.cfm&amp;ContentID=20989" target="_blank"><strong>38 kolumbianische GewerkschafterInnen</strong></a> ermordet.</p>
<p>In der 26-minütigen <a href="http://www.whitehouse.gov/news/releases/2008/09/20080920-4.html" target="_blank"><strong>Pressekonferenz</strong></a> vor dem Weißen Haus erklärte Bush, warum er das Freihandelsabkommen mit Kolumbien befürwortet:</p>
<p>1. Weil sonst „die Investitionen nervös werden.“</p>
<p>2. „Es ist eine Freundschaftserklärung, eine Erklärung gemeinsamer Werte.“ Die größten Nutznießer wären Multis und das Agrobusiness, die Hauptleidtragenden US-ArbeiterInnen und kolumbianische KleinbäuerInnen.</p>
<p>3. „Sollte dieses Abkommen nicht durchkommen, würde das die Stimmen des Populismus in der Nachbarschaft ermutigen“ – „Populismus“ ist auch in Lateinamerika <em>der </em>Kampfbegriff gegen sämtliche Linke jenseits der Sozialdemokratie, z. B. die Präsidenten Hugo Chávez (Venezuela), Rafael Correa (Ecuador) oder Evo Morales (Bolivien).</p>
<p>4. Last but not least: „Es liegt in unserem strategischen Interesse&#8230; es ist gut für unsere Wirtschaft, gut für unsere nationalen Sicherheitsinteressen.“ Kolumbien ist der wichtigste Brückenkopf der USA in Lateinamerika. Damit das so bleibt, gibt es seit 1999 den angeblichen Antidrogen-<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Plan_Colombia" target="_blank"><strong>Plan Colombia</strong></a>.</p>
<p>Der kolumbianische TV-Sender Caracol hob hervor, dass Uribe als Dolmetscher für Bush aktiv wurde:</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/latinorama/2008/09/21/uribe_und_bush_-_melancholisches_ende_einer_maennerfreundschaft/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>P. S.  Die Regierung Uribe „war sehr stark im Umgang mit Menschenrechten und Menschenwürde und dem Markt“, lobte Bush in einer aufschlussreichen Assoziationskette. Das stimmt nur zum Teil, wie eine <a href="http://www.cipcol.org/?p=670" target="_blank"><strong>Zitatensammlung</strong></a> zeigt, die US-AktivistInnen anlässlich des Uribe-Besuchs zusammengestellt haben.</em></p>
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