Posts Tagged ‘Porto Alegre’

16.10.2008 von Gerhard Dilger
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Gaúcho-Rock: Cachorro Grande

von Gerhard Dilger

Einer meiner Lieblingsbands aus Porto Alegre ist Cachorro Grande (dt. Großer Hund).

Hier auf einem gemeinsamen Konzert mit Skank aus Belo Horizonte:

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Und das war ihr erster Hit Debaixo do chapéu (2001):

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05.10.2008 von Gerhard Dilger
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Wahlkampf auf brasilianisch

von Gerhard Dilger

Wahlkampf macht Spaß – jedenfalls auf dem Biomarkt von Porto Alegre. Impressionen vom Endspurt für die heutigen Kommunalwahlen in Brasilien.

Wahlkampf in Porto Alegre

Ana von der Sozialismus-und-Freiheit-Partei (PSOL) möchte, dass Luciana Genro Bürgermeisterin wird. Die Bundesabgeordnete gehörte vor Jahren zu den prominentesten Abweichlern von Lulas Arbeiterpartei (PT). Um das Image als Bürgerschreck loszuwerden, ließ sie sich zu Beginn des Wahlkampf ihre wilden Locken glätten. Sie wettert gegen Korrupte und ist ganz sicher, dass sie auch die Stimme ihres Vaters Tarso Genro bekommt. Der ehemalige PT-Bürgermeister gehört jetzt als Justizminister zu Lulas wichtigsten Mitstreitern.

Wahlkampf in Porto Alegre

Ein paar Meter weiter umwirbt Umweltdezernent Beto Moesch von der alles andere als Progressiven Partei (PP) das skeptische rot-grüne Publikum. Bei dem nämlich hat die PT-Kandidatin Maria do Rosário die meisten Sympathien. Die ehemalige Kommunistin, die ebenfalls im Kongress von Brasília sitzt, gehört zum Lula-Flügel und besiegte in den Vorwahlen den Parteilinken Miguel Rossetto.

Wahlkampf in Porto Alegre Chancen,… weiter lesen

28.09.2008 von Gerhard Dilger
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Revolutionen

von Gerhard Dilger

In unseren Breitengraden ist wieder viel von „Revolution” und „Sozialismus” die Rede.

Hugo Chávez (l.) sieht sich als Erbe des „Befreiers“ Simón Bolívar. Er hat in Venezuela die „bolivarianische Revolution“ ausgerufen und predigt seit dem 2005er-Weltsozialforum von Porto Alegre den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. In Bolivien übertreibt Evo Morales (r.)  von der „Bewegung zum Sozialismus“ nicht, wenn er sein Ziel als „demokratische und kulturelle Revolution“ umschreibt. Und Ecuadors Präsident Rafael Correa (M.) nennt das dortige linke Transformationsprojekt „Bürgerrevolution“.

Doch anders bei als früheren Revolutionen kommt in Venezuela, Bolivien und Ecuador die Macht nicht mehr aus den Gewehrläufen, sondern aus den Urnen. Die durchaus widersprüchlichen Reformprozesse sind eindeutig demokratisch legitimiert.

Beim heutigen Referendum über die neue, fortschrittliche Verfassung in Ecuador geht es zugleich um eine Bestätigung der „Bürgerrevolution“. Die Idee zu einem Verfassungskonvent wurde zuerst in den 90er Jahren von der indigenen… weiter lesen

23.09.2008 von Gerhard Dilger
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Insel der Blumen

von Gerhard Dilger

Heute mal ein echtes Film-Schmankerl aus Porto Alegre – Jorge Furtados Klassiker Insel der Blumen (1989):

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Teil 2 und Alternativ-Version in hoher Auflösung

01.09.2008 von Gerhard Dilger
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Frauenpower in Brasilien

von Gerhard Dilger

So wie es heute aussieht, könnte nach Chile und Argentinien auch Brasilien bald von einer Präsidentin regiert werden. Die Favoritin für 2010 heißt Dilma Rousseff und ist bereits seit 2002 die starke Frau in der Regierung. Zunächst war sie für Bergbau und Energie zuständig, und seit drei Jahren laufen sämtliche Fäden bei der Präsidialamtsministerin von Luiz Inácio Lula da Silva zusammen. In diesem Job hat die Exguerillera ihren Ruf als effiziente und unbestechliche, wenn auch alles andere als grüne Technokratin noch gefestigt.

Dilma Rousseff in Porto Alegre

Der charismatische Volkstribun Lula nämlich beabsichtigt zunächst nicht, erneut zur Wiederwahl anzutreten – anders als etwa seine Kollegen Hugo Chávez in Venezuela oder Álvaro Uribe in Kolumbien. Doch ein langfristiges Machtprojekt verfolgt auch der ehemals radikale Mitbegründer der Arbeiterpartei PT. Daher baut er die loyale Rousseff als Nachfolgerin auf. 2014 – so ein realistisches Szenario – könnte er dann wieder selbst zum Zug kommen.

Seit… weiter lesen

23.08.2008 von Gerhard Dilger
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Wim W. was here

von Gerhard Dilger

Wim Wenders war gerade in Porto Alegre.

Wim Wenders in Porto Alegre

Im Rahmen der Vortragsreihe Fronteiras do Pensamento (Grenzen des Denkens) plädierte der hierzulande sehr geschätzte Filmemacher für ein Kino, das sich stark an spezifischen Orten und Kulturen orientiert – im Gegensatz zu einem „globalen Einheitskino“: „Jene anonymen internationalen Produktionen langweilen mich zu Tode.“

Besonders würdigte Wenders die Filme von Glauber Rocha, einem der Begründer des avantgardistischen cinema novo der 60er Jahre. „Vorher war Brasilien für mich ein metaphorisches Land, ein verrückter Geisteszustand“, bekannte ein gut gelaunter Wenders, „damit lag ich wohl gar nicht so verkehrt.“

Neben Rochas Antônio das Mortes (1969) hätten ihn die Politklassiker Memorias del subdesarrollo (Kuba, 1968) und La hora de los hornos (Argentinien, 1968) beeinflusst, erzählte er.

Walter Salles´ Motorcycle Diaries (2004), die Verfilmung von Che Guevaras frühen Tagebuchaufzeichungen, lobte er als Beispiel für einen „optimalen“… weiter lesen