Posts Tagged ‘Santa Cruz’

21.12.2011 von Gerhard Dilger
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Rio: Panik im Thyssen-Krupp-Stahlwerk

von Gerhard Dilger

Von Christian Russau und Katarine Flor, amerika21.de

 

Rio de Janeiro. Am 9. November dieses Jahres soll es im umstrittenen ThyssenKrupp-Stahlwerk TKCSA in Rio de Janeiro zu einem Vorfall gekommen sein. Dabei brach unter den Arbeitern der Stahlhütte Panik aus. Dies zeigen die Bilder eines nun amerika21.de zugespielten Videos, das ein anonym bleibender Mitarbeiter des Stahlwerks mit seinem Handy auf dem Werksgelände aufgenommen hatte. Auf dem Video sind Arbeiter zu sehen, die in Panik von dem Hochofen des Stahlwerks wegrennen. Über den Vorfall hatte im November zuerst die Zeitung der Gewerkschaft der Ingenieure von Rio, Senge-RJ, berichtet. Ein besorgter Anwohner hatte der Zeitung von “einer großen Staubwolke” beim Stahlwerk und einem explosionsartigen Knall berichtet, der im Umkreis von bis zu 500 Metern zu hören gewesen seien soll.

Die Werksleitung der TKCSA erklärte gegenüber der Gewerkschaftszeitung, im Werk sei es… weiter lesen

17.09.2008 von Gerhard Dilger
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Boliviens Opposition lenkt ein

von Gerhard Dilger

Aufatmen in Bolivien: Vor wenigen Stunden haben die oppositionellen Gouverneure Rubén Costas aus Santa Cruz (l.) und Mario Cossío (M.) in Verhandlungen mit der Regierung von Evo Morales eingewilligt.

Zusammen mit Vizepräsident Álvaro García Linera hatte Cossío die Grundlagen seit Freitag ausgearbeitet. Entscheidend für das Einlenken war die einhellige Unterstützung der Regierung durch die südamerikanischen PräsidentInnen am Vorabend.

Ab morgen soll in Cochabamba über die Verteilung der Erdgassteuer, die Autonomie der Provinzen und die neue Verfassung verhandelt werden.

P. S. Auf dem Bild ganz rechts ist Branko Marinkovic zu sehen, der einflussreiche Chef des “Bürgerkomitees” von Santa Cruz.

14.09.2008 von Gerhard Dilger
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„Spiegel Online“ contra Evo Morales

von Gerhard Dilger

In bemerkenswerter Offenheit hat Spiegel Online im bolivianischen Konflikt gegen Präsident Evo Morales Partei ergriffen.

„Der Indio-Präsident (…) spricht schlecht und ungern Spanisch, er nennt sich Sozialist, in seinem Büro hängt ein riesiges Porträt von Che Guevara aus Kokablättern,“ höhnt Jens Glüsing, langjähriger Spiegel-Korrespondent in Rio. Der „unbedarfte Indio-Präsident“, ein – wie könnte es anders sein – „Schützling“ von Hugo Chávez aus Venezuela, „spaltet das Land“, lautet Glüsings schlichte Diagnose.

Dazu passt die wohlwollende Charakterisierung des Unternehmers Branko Marinkovic: „Er ist in Santa Cruz geboren, hat sich hier hochgearbeitet, jetzt besitzt er eine Fabrik für Speiseöl. Er ist weiß, er zählt zur wirtschaftlichen Elite des Landes, er hat Arbeitsplätze geschaffen und mitgeholfen, die von der Zentralregierung in La Paz lange vernachlässigte Provinzstadt in eine blühende Metropole zu verwandeln.“

Kein Wort davon, dass es die rechtsextremen jugendlichen Anhänger von Marinkovic waren, die am Dienstag Regierungsbüros in Santa Cruz besetzten und… weiter lesen

13.09.2008 von Benjamin Kiersch
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Zur aktuellen Krise Boliviens

von Benjamin Kiersch

Gestern besuchte ich die nette Dame beim Umzugsunternehmen, das gegenwärtig meine Blockflötenkollektion und anderes Hab und Gut von Cochabamba nach Berlin transportiert, um die letzte offene Rechnung zu begleichen. Beim Abschied sagte sie mir: „Herr Kiersch, ich gebe ihnen noch meine Handynummer, falls Sie noch Fragen haben“. „Nicht nötig, die habe ich doch“, antwortete ich. „Nein, ich habe ab nächste Woche eine neue Nummer – die Firma wechselt von ENTEL zu einem anderen Anbieter.“ Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wir sind schließlich keine masistas“.

Plünderung des ENTEL-Gebäudes letzten Mittwoch in Santa Cruz: Foto: El Deber

Die Büros der Telefongesellschaft ENTEL – die Evo Morales im Mai diesen Jahres per Dekret verstaatlicht hatte waren in den letzten Tagen wiederholt das Ziel von Attacken gewalttätiger Gruppen gewesen. In Santa Cruz plünderte der Mob die ENTEL-Zentrale, setzte das… weiter lesen

12.09.2008 von Florencia Abbate
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Internationale Solidarität mit der Demokratie in Bolivien

von Florencia Abbate

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Pando zwischen Anhängern der Opposition und Regierung in Porvenir im Departament Pando im Norden Boliviens, bei denen gestern 8 Menschen starben und über 30 verletzt wurden, hat Argentinien der Regierung von Evo Morales den Rücken gestärkt.

Aymaras

Aymaras im Andenhochland

Die Regierung von Cristina Kirchner sieht die Angriffe auf Bauern, Regierungsbeamte und die internationale Presse in den letzten Tagen in den östlichen Departamentos als „terroristische Sabotageakte“. In der Stellungnahme heißt es: „[Die argentinische Regierung] mahnt die internationale Gemeinschaft, die verfassungsmäßige Ordnung und territoriale Einheit Boliviens zu unterstützen, und die gewalttätigen Aktionen zu verurteilen, die von lokalen Autoritäten gesteuert sind, sowie jegliche externen Versuche, die Regierung zu destabilisieren.”

Damit spielt das Kommuniqué auf Leopoldo Fernández, den Präfekten Pandos, an: Ein Sprecher von Evo Morales hatte den Oppositionspolitiker für die gestrigen blutigen Ausschreitungen in Porvenir verantwortlich gemacht.

Die Situation in Pando ist… weiter lesen