Posts Tagged ‘Staudamm’

17.05.2013 von Christian Russau
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Weltbanktochter IFC und der Staudamm Belo Monte

von Christian Russau

24 Jahre nach dem “Nein” der Weltbank zu dem Vorgängerprojekt von Belo Monte ist sie nun doch am Geschäft mit dem Staudamm beteiligt. Die Weltbanktochter IFC hat einem Bericht der brasilianischen Wirtschaftszeitung Valor Econômico von heute einen 7,9-Prozentanteil an dem Versicherungskonzern SulAmérica erworben. SulAmérica wiederum ist seit Mitte 2011 Teil desjenigen Versicherungspools, der – unter Führung der Mapfre-Gruppe – 30 Prozent der Versicherungssumme des umstrittenen Staudammprojekts Belo Monte im brasilianischen Bundesstaat Pará in Deckung genommen hat. Damit hat die Weltbank nun Fakten geschaffen – und ihre 1989 getroffene Entscheidung verworfen, sich wegen der verheerenden Auswirkungen dieses Staudammprojekts nicht an diesem zu beteiligen.

Die Bagger walzen am Xingu-Fluss. Photo: Verena Glass (Xingu Vivo para Sempre)

Die Bagger walzen am Xingu-Fluss. Photo: Verena Glass (Xingu Vivo para Sempre)

Belo Monte hieß 1989 noch Kararaô. Damals waren es die massiven Proteste indigener Gruppen zusammen mit international bekannten Stars der Musikszene, die die Weltbank davon überzeugt… weiter lesen

03.02.2013 von Gerhard Dilger
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Aktionärsversammlungen (2): Siemens und Belo Monte

von Gerhard Dilger

Von Christian Russau

Anlässlich der Hauptversammlung der Siemens AG in München demonstrierte am 23.1. ein Bündnis von Menschenrechts- und Umweltorganisationen gegen die Lieferung von Turbinen an das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte am Xingu-Fluss in Brasilien. Kletteraktivisten der Organisation Robin Wood befestigten ein Protestbanner an den Streben der Olympiahalle. Vor dem Eingang begrüßten Vertreter des Aktionsbündnisses die Aktionäre mit Flugblättern, Transparenten und Banner unter dem Motto “Keinen Profit auf Kosten von Amazonas und Menschen”. Vertreter des Bündnisses hielten Reden, um ihre Forderungen direkt an die Entscheidungsträger in Vorstand und Aufsichtsrat zu richten.

“Belo Monte ist der Todesstoß ins Herz der indigenen Völker am Xingu”, ließ der katholische Bischof von Altamira, Pará, Erwin Kräutler, in seiner Ansprache an die Aktionäre mitteilen. Kräutlers Rede wurde an seiner statt von Vertretern des Bündnisses verlesen. Auch wenn europäische Firmen mit “diesem… weiter lesen

16.06.2012 von Gerhard Dilger
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Xingu+23: Belo Monte besetzt

von Gerhard Dilger

Amazon Watch, International Rivers, Xingu vivo para sempre

Amazonian Communities Occupy the Belo Monte Dam Site To Free the Xingu River: On the Eve of the Rio+20 UN Conference, Community Resistance Calls Attention to Brazilian Government’s Unsustainable Energy Policy

Altamira, Brazil – While the Brazilian Government prepares to host the Rio+20 United Nations Earth Summit, 3,000 kilometers north in the country’s Amazon region indigenous peoples, farmers, fisherfolk, activists and local residents affected by the construction of the massive Belo Monte Dam project began a symbolic peaceful occupation of the dam site to “free the Xingu River.”

In the early morning hours, three hundred women and children arrived in the hamlet of Belo Monte on the Transamazon Highway, and marched onto a temporary earthen dam recently built to impede the flow of the Xingu River. Using pick axes and shovels, local… weiter lesen

09.06.2012 von Gerhard Dilger
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Gilberto Gil gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

Gilberto Gil unterstützt das Protesttreffen Xingu+23, das kommende Woche in Amazonien gegen das Megaprojekt Belo Monte stattfindet -

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parallel zum Beginn der Aktivitäten um den Umweltgipfel Rio+20.

10.04.2012 von Gerhard Dilger
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Belo Monte: Das Unheil nimmt seinen Lauf

von Gerhard Dilger

Beim Bau des riesigen Wasserkraftwerks Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu herrschen statt Partizipation Autoritarismus und Vetternwirtschaft. Bischof Erwin Kräutler aus Altamira fühlt sich an die Diktatur erinnert. Letztes Jahr begannen die Bauarbeiten für das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt.

Nach dem ersten bestätigten tödlichen Arbeitsunfall kam es jetzt zu Streikmaßnahmen und Straßensperren, die über über die Ostertage unterbrochen wurden.

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Ausschnitte aus “Countdown am Xingu II”, dem neuen Dokumentarfilm von Martin Keßler

 

Präsidentin Dilma Rousseff zufolge ist das Megaprojekt für die “Entwicklung” Brasiliens und speziell Amazoniens erforderlich. Dennoch dürfte ein Großteil des hoch subventionierten Stroms privaten Stahl- und Aluminiumwerken zugutekommen, womit die Rolle Amazoniens als Rohstofflieferant für Europa, Nordamerika und Asien fortgeschrieben wird. Gerade diese internationale Dimension, die in der öffentlichen Debatte meist ausgeklammert wird, ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis des Megaprojekts.

In den letzten Jahrzehnten haben die Länder des… weiter lesen

29.10.2011 von Gerhard Dilger
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#OccupyBeloMonte

von Gerhard Dilger

Hundreds Protest at Belo Monte Dam Site

UPDATE: Statement from partners

Altamira, Brazil – On Thursday, the Belo Monte Dam construction site was occupied by 400 indigenous people, fishermen and riverine community members who oppose the project due to its severe environmental impacts and human rights violations.

The occupation was a collective decision made by 700 representatives from local communities who attended a seminar against the Belo Monte Dam held this week in Altamira, and it proved an important step forward in the continuing struggle to halt the project.

Protesters notified the Brazilian government about the occupation through letters and direct contact. The groups said in a statement: “In the face of the Brazilian government’s intransigence to dialogue and continuing disrespect, we occupied the Belo Monte construction site and blocked the Trans-Amazon highway. We demand a definitive cancellation of the… weiter lesen

01.09.2010 von Gerhard Dilger
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Horrorszenario Belo Monte – und die Alternativen

von Gerhard Dilger
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Am Amazonasnebenfluss Xingu soll in den kommenden Jahren Belo Monte gebaut werden, das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt. Der jahrzehntelange Widerstand von Indígenas und UmweltaktivistInnen war, so scheint es, umsonst.

Das Megaprojekt kann durchaus als Paradebeispiel für die Politik von Luiz Inácio Lula da Silva gelten, der am 1. Januar 2011 als erfolgreichster brasilianischer Präsident seit Jahrzehnten aus dem Amt scheiden wird. 80 Prozent der Bevölkerung stehen hinter seinem Kurs.

Anders als vom “Wirtschaftswunder” der Militärdiktatur in den 70ern haben nämlich Millionen armer BrasilianerInnen von Lulas sozialdemokratischer Mischung aus Wachstum und Sozialprogrammen profitiert. Und für die Fortsetzung dieser Politik sei mehr ” saubere” Energie nötig, begründet er den Bau von Belo Monte.

Das klingt plausibel, und doch führt dieser Weg in eine Sackgasse. Seriöse Studien belegen, dass mit dem gleichen Milliardenaufwand das brasilianische Hochspannungsnetz so modernisiert werden könnte, dass damit gleich mehrere Belo Montes eingespart würden.… weiter lesen

25.06.2010 von Gerhard Dilger
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Lula im Labyrinth

von Gerhard Dilger

Oft reicht der Platz in der Zeitung nur für das Allernötigste. Ganze 80 Zeilen hatte ich vorgestern, um den Besuch von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in Altamira zu würdigen, bei dem er den Bau des Megastaudamms Belo Monte vehement verteidigte. Ein paar wichtige Details möchte ich hier nachtragen.

Es war eine Wahlkampfveranstaltung für seine Parteifreundin Ana Júlia Carepa (r.), die im Oktober als Gouverneurin des Amazonas-Bundesstaats Pará wiedergewählt werden will. Ohne ein Bündnis mit der Zentrumspartei PMDB, deren Seilschaften wiederum den staatlichen Stromsektor dominieren, ist das allerdings undenkbar. Die Staudammgegner, die Lula in seiner kurzen Rede spöttisch attackierte, hatten am Vortag die Transamazônica-Landstraße blockiert. Ins Stadion, das mit Regierungsanhängern besetzt war, wurden die meisten erst gar nicht hineingelassen. Besonders empörte sie, dass ein “kooptierter” Xikrin-Indígena auf der Bühne so präsentiert wurde, als wären die Urvölker der Region für das Wasserkraftwerk.

Stunden später… weiter lesen

19.02.2010 von Gerhard Dilger
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Staudamm Belo Monte stoppen!

von Gerhard Dilger

Gerade erreicht mich folgende Mail von KoBra, dem Netzwerk der deutschen Brasilien-Aktionsgruppen:

Liebe Freundinnen und Freunde von KoBra,

wie wir berichtet haben, hat die brasilianische Waldbehörde am 1.  Februar die vorläufige Lizenz für den Bau des Belo-Monte-Staudamms erteilt.


Gegen das Projekt gibt es seit über 20 Jahren erbitterten Widerstand, vor allem seitens der Kayapó und anderer indigener Völker sowie durch Flussanwohner und soziale Bewegungen an der Transamazônica. Zuletzt hatte ein 20-köpfiges Expertenteam von renommierten brasilianischen Universitäten ein Gutachten erstellt, das auf die immensen ökologischen und wirtschaftlichen Kosten des Bauvorhabens hinweist. Diese Kosten stehen nicht im Verhältnis zu dem wirtschaftlichen Nutzen, so das Fazit der Professoren. Das Umweltgutachten lässt außerdem offen, was mit den von Belo Monte vertriebenen Menschen geschehen soll und wie die waldreiche Region den Zuzug von schätzungsweise bis zu 300.000 Menschen verkraften soll. Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten wieweiter lesen

23.11.2009 von Gerhard Dilger
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Sending out an S.O.S. – Sting gegen Megastaudamm

von Gerhard Dilger

Sting hat sich gegen den Bau des umstrittenen Riesenstaudamms Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet eingesetzt. In São Paulo gab der Rockstar gestern eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem Kayapó-Sprecher Raoni.

Foto: Dennis Barbosa/Globo Amazônia

“Brasilien braucht Energie, aber vielleicht braucht es nicht Belo Monte”, sagte Sting so diplomatisch wie möglich, die Betroffenen müssten angehört werden. Bereits 1989 hatten sich Roani und Sting erfolgreich gegen das Megaprojekt eingesetzt, für das der Amazonas-Nebenfluss Xingu aufgestaut werden soll. Die Regierung Lula möchte im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen, der mehrere indigene Völker in ihrer Existenz bedroht.

“Ich will in Frieden leben, ich will, dass meine Enkel in Frieden leben”, sagte Raoni. “Als ich vor 20 Jahren zum ersten Mal an den Xingu kam, spürte ich, dass der Tropenwald wichtig für die Welt ist”, erklärte Sting, der damals seine Rainforest Foundation gegründet hatte. Heute sei… weiter lesen