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vonericbonse 23.04.2017

Lost in EUrope

Eric Bonse, EU-Korrespondent der taz in Brüssel, schreibt hier all das über Europa und seine Krise(n), was die EU gerne verdrängen würde | Bild: dpa

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Vorsicht, Russland mischt sich ein! So hieß es noch vor ein paar Wochen in Frankreich. Bei der Präsidentschaftswahl drohe ein ähnliches Szenario wie in den USA. Doch es kam anders: Alle mischen sich ein, bis auf einen.

Klar, Russlands Putin hat Nationalisten-Führerin Le Pen empfangen. Doch die ganz große Fake News-Attacke – wie (angeblich) im US-Wahlkampf – hat in Frankreich nicht stattgefunden.

Stattdessen hat sich Fake-Präsident Trump höchstpersönlich eingemischt – mit Bemerkungen, die auch als Unterstützung für Le Pen gewertet werden können: Sie habe „die entschiedenste Position“ zum Terror.

Das war aber nichts im Vergleich zur Einmischung Deutschlands. Kanzlerin Merkel, Finanzminister Schäuble und Vizekanzler Gabriel wollen alle dasselbe: dass der EU-freundliche Kandidat Macron siegen möge.

Nur einer schweigt: J.-C. Juncker. Der Präsident der „politischen EU-Kommission“ hält sich bedeckt. Er schweigt nicht nur zu Frankreich, sondern auch zur Türkei und zu den Wahlen in Großbritannien.

Warum? Hat er Angst, dass es schief geht? Will er nicht wieder den Schwarzen Peter bekommen, wie nach dem Brexit? Fest steht, dass es nun ernst wird für die EU. Die „Kommission der letzten Chance“ zittert…

Siehe auch „Warum Frankreich (auch) über Merkel abstimmt“ 

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