Archive for Juli, 2007

10.07.2007 von lottmann
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2. Kapitel: Die Zukunft

von lottmann

Gut draufloslabern heißt sicher auch, ab und zu was Theoretisches einfließen zu lassen! Ja, also dann: Wenn man erst einmal darauf achtet, sieht sie sie ÜBERALL, diese Sendungen “zum Klima”. Also mir geht es jetzt so. Nicht nur ‘Galileo special’, auch die anderen Kanäle verwenden diese neue (alte?) Naturreligion, diese Klima-ist-alles-Ideologie. Und immer die gleichen Bilder und Sequenzen. Das eine bestimmte Holzhaus, das in Österreich weggespült wurde vor sieben Jahren, habe ich nun schon zwei Dutzend Mal gesehen, pro Sendung dreimal. Sie haben ja verdammt WENIG Bilder & Sequenzen für ihre wilde These. Dafür aber immer diese drohende Gottvater-Stimme aus dem Off: “Und wieder ahnen hier die Menschen zum erstenmal, welch zerstörerische, unaufhaltsame Kraft die NATUR haben wird”… “Und alles nur, weil sich der Mensch über Jahrhunderte gedankenlos an der NATUR versündigt hat”… etc, man kann jedesmal ‘Natur’ durch ‘der Allmächtige’ ersetzen, und es paßt. Doch nun zu meiner Theorie:… weiter lesen

08.07.2007 von lottmann
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…und weiter…

von lottmann

Ich verdanke dieser Frau Klümper vom Deutschlandradio Kultur nun doch tatsächlich einen der schönsten Abende seit meiner Rückkehr aus Kuba. Ich habe natürlich den Fernsehapparat daraufhin eingeschaltet, was ich ja sonst nur selten tue. Vor allem habe ich so nach drei, vier Stunden mitbekommen, daß es bei dem Konzert gar nicht um Afrika ging, sondern um das Klima. Der Kulturvergleich zwischen all den Drehorten war interessant. So waren London und New York echte Gottesdienste dieser unserer Popkultur, während es anderswo mau und aufgesetzt wirkte. Allein Madonna – was für eine Kraft! Da kommt kein Islam gegen an. Und dann mittendrin der Film von Al Gore. “Eine unbequeme Wahrheit”. Der PERFEKTE Film überhaupt. Also wenn man einmal so gütig ist und das Wort Propagandafilm eine Sekunde lang völlig wertfrei als Genrebezeichnung nimmt und NICHT als Schimpfwort, dann war es der beste Film dieses Genres aller Zeiten. Ich bin danach aufgesprungen und… weiter lesen

06.07.2007 von lottmann
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von lottmann

Einfach draufloslabern heißt ja auch sicher, dass man solche Alltagstelefonate erzählt. Also wie den Anruf, den ich gestern von einer Frau Klümper vom Deutschlandradio Kultur bekam. Ob ich nicht einen Kommentar zu dem Großkonzert der Afrikahilfe im Radio sprechen wolle. Ich fühlte mich sofort geschmeichelt und sagte: „Ja, ja, was soll ich sagen? Ist das Mikro schon an?“ Nun, sie bräuchten noch eine Stimme GEGEN das Event. Ich wußte übrigens gar nicht, daß diese grauenhaften Bonos, Geldofs und so weiter SCHON WIEDER loslegten.
„Ja, genau, ich bin total dagen!“
„Und warum?“
„Weil es eine Volksverdummungsaktion ist.“
„Was ist denn dumm daran?“
„Na, es ist völlig unpolitisch.“
„UNPOLITISCH? DAS? Politischer geht’s doch gar nicht!“
Ich hielt kurz die Luft an. Ich mußte mich sortieren. Hier lagen ja gleich zwanzig Mißverständnisse auf einmal in der Luft, also vom Potential her, ich erkannte es an der… weiter lesen

05.07.2007 von lottmann
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1. Kapitel: Zurück in Deutschland

von lottmann

Der berühmten ersten Schock-Stunde folgt dann jedesmal das genaue Gegenteil nur Stunden später. Wir kennen das alle. Die Penner, Veganer, militanten Tierschützer, Solarstromfanatiker, Geschlechtsumwandler und so weiter entpuppen sich plötzlich als besonders herzliche Mitmenschen. Alle sind jutt druff, wa. Der Hundepunk gibt seinem Hund Vodka zu trinken, weil er kein Geld für Tierfutter hat. Erst dachte ich an eine Masche, aber der Hund war wirklich betrunken. Jeder ist allein, hat keinen Zweiten, ist geworfen in die Single-Existenz und somit jedem anderen Single ganz nah. Keine Stadt der Abschottung. Millionen sitzen auf den harten Holzsitzen der S-Bahn und wollen kommunizieren. Und lieb sein. Schon sehr besonders, diese Stadt. Ein Leuchten in allen Gesichtern. Tolles Berlin!
Und dann, wie gesagt, Prinzessinnenbad. Ein Film, der nur in Berlin gedreht werden konnte. Lichtjahre besser als jedes Eichinger-Machwerk aus München.
Judith ist 26, ihre beste Freundin auch. Die Mädchen im Film sind jünger,… weiter lesen

05.07.2007 von lottmann
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Teil II: DRAUFLOSLABERN

von lottmann

“Abends war ich die Bernauerstraße entlang gegangen und an dem geschlossenen Imbiss BORDERLINE vorbeigekommen. Ich dachte an die Rollenspiele in den jüngsten Blogeinträgen bei Lottmann. Er versucht etwas dabei, das ist zu spüren, vielleicht ist es das Experimentelle des Literarischen, worauf man beim authentoiden Autor aber eigentlich keine Lust hat. Es überzeugt einen nicht richtig, es ist einem egal. Der Text soll lieber einfach LOSLABERN. Letztlich war das doch die schönste und höchste Form von Literatur…”
Wer, wenn nicht ein wirklich netter Zeitgenosse wie Rainald Goetz, konnte mir diesen entscheidenden Tip geben? Gestern in Vanity Fair. Auf der Stelle ließ ich alle Kunstfiguren aus Kuba im Gepäck liegen. Wolfgang Herrndorf und so weiter. Ich hatte mich zwar noch darauf gefreut, bald so zu WERDEN wie er und nicht nur so zu heißen, wollte mir auch die Mitte-Glatze schneiden lassen und seine, Herrndorfs, Kleidungsstücke nachkaufen. Aber in der Tat wäre… weiter lesen

04.07.2007 von lottmann
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Adios, Sen. Herndorff!

von lottmann

Reflexiones del Comandante en Jefe

Una respuesta digna par Sen. Herndorff,

los hechos se suceden con increíble ritmo. A veces ocurren varios simultáneamente. Uno siente deseos o más bien necesidad de comentar alguno por su importancia intrínseca y su valor como ejemplo. No hablo hoy de lo ocurrido en Ginebra, que ha sido considerado un merecido triunfo revolucionario de los países del Tercer Mundo. Hablaré de la respuesta de Cuba al Consejo de Relaciones Exteriores de la Unión Europea, publicada el pasado viernes 29 de junio en la primera página de Granma.
Son palabras dignas de nuestra Revolución y su alta dirección política. Uno por uno fueron abordados y clarificados los puntos que debían recibir inmediata respuesta. Los enumero y reitero:
1.- “Con Cuba, solo será posible un diálogo entre soberanos e iguales, sin condiciones ni amenazas pendientes. Si la Unión Europea desea algún diálogo con Cuba debe… weiter lesen

03.07.2007 von lottmann
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Adios, Fidel!

von lottmann

DIE TÖTUNGSMASCHINE
Der Sonntag ist ein guter Tag, um das zu lesen, was Sciencefiction zu sein scheint.
Es wurde angekündigt, dass der CIA den Geheimhaltungsvermerk für hunderte, über illegale Aktionen handelnde Seiten aufheben würde, Aktionen, die Pläne zur Beseitigung von ausländischen Regierungschefs beinhalteten. Plötzlich wird die Veröffentlichung angehalten und um einen Tag verschoben. Es wurde keine kohärente Erklärung hierzu abgegeben. Jemand – vielleicht ein Vertreter aus dem Weißen Haus – hat einen Blick auf das Material geworfen.
Das erste Dokumentpaket, dessen Geheimhaltungsvermerk aufgehoben wurde, ist als „Family Jewels“ bekannt und besteht aus 702 Seiten über illegale Aktionen des CIA zwischen 1959 und 1973. Von diesem Teil wurden ungefähr 100 Seiten gestrichen. Es geht hierbei um Aktionen, die von keinem Gesetz ermächtigt werden, Mordkomplotts gegen andere Führungskräfte; Experimente mit Drogen an Menschen mit dem Ziel, ihren Verstand zu kontrollieren; Spionage an Bürgerrechtskämpfern und Journalisten; unter anderen Aktivitäten dieser… weiter lesen

03.07.2007 von lottmann
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SIE nochmal

von lottmann

Vielen ist es schon aufgefallen. Der Autor dieses Blogs ist verstummt. Seit mehreren Tagen bereits. Ist „Herrndorf“ in seine eigene Flinte gefallen, wie einst Hemingway an gleicher Stelle? Oder umgekommen als Guerillero wie Ché? Wahr daran ist: er hatte viel zu tun. Er mußte Infiltrationsmaterial aus dem Westen stoppen. Von seinem militärischen Unterstand aus wurden Touristen aus der BRD aufgegriffen, die Miss Kitty Produkte in Kuba aussetzen wollten sowie abspielbare Tonträger der Interpreten Madonna („Material Girl“, „Only Money counts“) und 50 Cent („Fuck your Ass“). Dann mußte er einen kommunistischen Text über Kuba für die Printausgabe der heutigen taz verfassen. Allein das hat Tage gekostet.
Wann wird der Autor dieses Blogs wieder für den Blog schreiben? Dazu kann ich, gerade als Frau, versichern: Alle Kuba-Visa laufen, ohne Ansehen der Person, des Geschlechts oder der politischen Verdienste, nach vier Wochen ab. Die dürften bald um sein.

SIE