Allen Freunden wünsche ich aufrichtig und von ganzem Herzen ein gesegnetes und friedvolles Osterfest 2008 (Foto). Viele, nein alle sind zu ihren Eltern gefahren, nur Judith Bröhl und ich haben uns mit der ersten Staffel von ‘Germany’s next top model’ aus der ganzen Sache rausgezogen. Wobei zu sagen ist, daß wir zu der Sendung unterschiedlich stehen. Während Judith ein kompromißloser Fan der Sendung, aber kein Fan von Heidi Klum ist, ist es bei mir umgekehrt. DER SPIEGEL schrieb einmal, 90 Prozent der deutschen Männer wollten mit Heidi Klum schlafen. Ein alter Streitpunkt zwischen Frau Bröhl und mir. Ich behaupte – ja WEISS – daß der SPIEGEL immer recht hat, wegen der tollen Dokumentation. Was nun die Sendung anbetrifft, so habe ich Mühe, die Konzentration nach der dritten Folge hintereinander aufrechtzuerhalten. Sind die Mädchen wirklich SO TOLL? Ohne Zweifel sind sie allesamt tapfere Repräsentanten ihres sozialen Milieus (untere Unterschicht). Und es… weiter lesen
Archive for März, 2008
Niemand sollte sich etwas vom Wetterbericht erzählen lassen. Graupelschauer und Gefrierpunkt, sagen sie, aber es scheint die Sonne, und vor und in der Maxim Biller Bar bietet sich ein Bild des Frühlings. Ja, Leipzig ist vorbei, Clemens Meyer schickte uns noch ein Foto, das ihn mit Charlotte Roche zeigt, und von Rainer Langhans gibt es noch ein allerletztes Foto mit ihm und mir auf der legendären Rowohlt Party. Im Hintergrund sieht man noch Philipp Rühmann, den Enkel des großen deutschen Schauspielers.
Bald wird es ein FURIOSES neues Lottmann-Buchprojekt geben, das das kommende Deutschland in den Blick nimmt, eine Welt der Wirtschaft, der Finanzkrise, des ökonomischen Wahnsinns und der kulturellen Scheinblüten. Ich lasse mich selbst überraschen. Mit Vollgas in die Endzeit! Und in den Herbst des Lebens: der Titel soll auf Verlagswunsch ‘August, September, Oktober’ heißen.
Zu DEM Star des Leipziger Buchspektakels entwickelte sich in den vier Messetagen ‘Der letzte 68er’ Rainer Langhans, der bis heute insgesamt 16 offizielle Medienauftritte hatte und dabei von Auftritt zu Auftritt charismatischer wurde. Vielleicht wäre das auch anderen gelungen, wenn sie so viele öffentliche Bewährungsproben gehabt hätten (anstatt nur eine), aber das ist unwahrscheinlich. Irgendwann am zweiten Tag war der Punkt erreicht, wo man unter zehntausenden von Menschen – vom oben installierten Lift aus – erkennen konnte, wo sich gerade Langhans bewegte: wie ein Magnet die Eisenspäne, so zog er die vielen kleinen Menschen konzentrisch an. Und er bot jedem Moderator / jeder Moderatorin eine neue Show. Manchmal gefiel es ihm, die vor ihm sitzende Medienfrau mit harschen Argumenten und gnadenloser Redeweise geradezu dauerzuohrfeigen. Etwa wenn er über Charlotte Roche und ihre Pipimädchenblödheiten herzog, oder gleich ganz die Idiotie der Pornographisierung geißelte. Dann wieder, nur 30 Minuten später beim nächsten… weiter lesen
Die Leipziger Buchmesse stand dieses Jahr unter dem Zeichen bzw. dem Themenschwerpunkt „Das Internet und die Bedeutung der Kommune 1“. Jutta Winkelmann und Gisela Getty, gerade bekannt geworden als „Die Zwillinge“, stellten ihr Buch über sich, die Kommune 1, Rainer Langhans und das Internet vor. Langhans selbst assistierte mit seiner Autobiographie „Ich bin´s“, die gerade im Blumenbar Verlag erschien. Auf zahlreichen Lesungen, Veranstaltungen, Interviews, Signierstunden und Fernseh-Talkshows traten alle Freunde der Zwillinge und der Kommune 1 auf, im Schnitt viermal pro Messetag: die Medienpräsenz brach diesmal wirklich alle Rekorde.
Abends, also nach 18 Uhr, wenn die Messe schloß, startete jedesmal ein öffentliches Nachtleben, das ebenfalls alles bisherige in den Schatten stellte. Mit drei fetten ´Hummer´-Limousinen wurden die Kommunarden durch die weitverzweigte Groß- und Altstadt Leipzigs kutschiert, von location zu location, von einer In-Party zur nächsten. Bernhard von Guretzki, schwerreicher Oligarch hinter dem Blumenbar Verlag, steuerte selbst. Severin von Winzenburg,… weiter lesen
“Bist Du eigentlich für die Seeheimer, oder für die Netzwerker, in der SPD?” fragte ich gedankenverloren Judith, als wir heute morgen im ‘Hallmackenreuther’ frühstückten. Ich war noch etwas verquollen, gerade erst aufgestanden, und von der gestrigen Gala der Lit.Cologne samt anschließender Party arg zerzaust. Ich überdachte nicht, daß Judith die Unterschiede zwischen Seeheimern und Netzwerkern gar nicht kannte. Ihre Antwort war entsprechend:
“Ich weiß nicht, was du meinst. Ob in Wirklichkeit die Betzi SELBST in dich verliebt ist?”
Ich hatte ihr von Betzis Ausraster erzählt. Nun war ich es, der sagte:
“Ich weiß nicht. Keine Ahnung. Nie drüber nachgedacht. Ist sie nicht viel zu alt dafür?”
“Verliebtsein hat doch nichts mit dem Alter zu tun.”
“Du meinst wirklich..? Die gute alte Betzi… in MICH?”
Sie setzte sich zurecht. Ihre Augen riß sie auf. Nun kam etwas Programmatisches:
“Also! Ich hab da ja so… weiter lesen
Inzwischen bin ich schon die zweite Woche in Köln. Als Judith merkte, daß ich wohl länger wegbleiben würde, fuhr sie einfach hinterher. Verliebtheit ist ja alterslos. Deswegen hatte ich auch mit Betzi Ärger bekommen, die von irgendwem gehört hatte – ich kann nur mutmaßen, von wem – Judith sei gerade so ´verliebt´ in mich, und daraufhin ausrastete. Das ginge nicht, das glaube sie, Betzi, nicht, sie fände das merkwürdig, und so weiter. Ich habe das nicht kommentiert. Jedenfalls haben wir eine tolle Zeit in der Domstadt, laufen durch die frühlingshafte Stadt, die Schildergasse, den Rudolfsplatz mit dem Hahnentor, besuchen diese Veranstaltungen der sogenannten ´LIT.COLOGNE´, was ein großes Literaturfestival ist und im Namen an die ´ART.COLOGNE´ erinnern soll, was eine große Kunstmesse ist. ´Cologne´ ist wiederum das französische Wort für ´Köln´. Man muß es nur gescheit erklären, und es wird ein Schuh draus! Sogar eine Schiffreise haben wir schon gemacht, auf… weiter lesen
In den letzten Tagen wurde ich manchmal auf den Artikel in WELT KOMPAKT angesprochen. Er hat wohl ziemlich viel her gemacht. Unfried bot mir eine Gehaltserhöhung an:
„Lottmann, ich hab´ Sie kommen lassen, weil wir bei taz online einen guten Schreiber zu schätzen wissen. Und da heutzutage das ganze Geld durchs Internet hereinkommt…“
Auf seinem protzigen Endlosschreibtisch lag versteckt auf seiner Seite das kleine WELT KOMPAKT Blättchen, ich sah es aber trotzdem. Von wegen Internet. Der Alte hatte einfach das Portrait von Thomas André und Daniel Cordobán Schmidt über mich gelesen – und war beeindruckt, wie alle. Auch Judith rief nun dauernd an. Sie redet ja gern, manche sagen: zu gern, aber dass sie mich schon eine Stunde nach dem gemeinsamen Frühstück draussen vor dem ‘day et jour’ (Foto) verliebt wieder anruft… hatte ich André & Cordobán zu verdanken. Ich ließ es mir gern gefallen. Mein lieber Bruder… weiter lesen