Archive for August, 2008

31.08.2008 von lottmann
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Eine ganz normale Partynacht

von lottmann

Ich hatte den Namen vorher noch nie gehört, aber in Berlin ist Erik Schmitt (?) offenbar etwas Besonderes – das schließe ich aus der Party, die ich gestern besuchte. Eindeutig eine Erwachsenen-Party, obwohl die Leute nicht älter waren als die Szene-Slacker in Mitte. Alle trugen schicke Sachen, Designer-Anzüge, weiße Hemden, Glitzerkleider die Frauen; das war schon mal eine beruhigende Abwechslung zum sonstigen Sportswear-Einerlei. Sonst sehen ja alle so aus, als kämen sie gerade vom Joggen. Von mir einmal abgesehen und Oliver Maria Schmitt (ja, das ist der andere, der echte, der berühmte Schmitt, Chefredakteur von ‘Titanic’, der Mann, der karmesinrote Maßanzüge aus London trägt und so weiter… aber das ist eine andere Geschichte). Also, ich war überrascht, daß ich so viele Leute da kannte. Nur eben den Gastgeber nicht, und auch nicht seine umwerfende bebrillte blonde Nerd-Partnerin, die die Party mehr oder weniger leitete. Nun der Schock: sie kannte mich… weiter lesen

29.08.2008 von lottmann
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Jens Jessen II

von lottmann

Bekannt wurde der ZEIT-Kulturchef Jens Jessen, zur Erinnerung für Außenstehende, durch ein beherztes Eintreten für junge Leute vor ein paar Monaten. Er verstand gut, daß die wenigen verbliebenen Jugendlichen, die wir noch haben, von den immer zahlreicher (und älter) werdenden Rentnern schikaniert und genervt werden. Wenn ihnen ein pensionierter Schuldirektor im U-Bahnhof die Zigarette aus dem Gesicht schlägt und mit schneidender Stimme auf irgendwelche absurden deutschen Verbotsvorschriften hinweist, kann es schon mal vorkommen, daß einem der harmlos paffenden Jungtürken oder -griechen die Hand ausrutscht. So schrieb er mutig und gedankenverloren in seiner Zeitung. Der Aufschrei war gewaltig. Jessen mußte lernen, daß es diesem Land viermal mehr Menschen des Jahrgangs McCain gibt als des Jahrgangs Bill Kaulitz. Daß der nächste Präsident nicht Obama heißen wird, auch wenn alle Menschen unter 47 ihn für die letzte Hoffnung der Menschheit halten, sondern McCain, der geradezu klassische U-Bahnrentner mit allen Attributen der Halsstarrigkeit, Gestrigkeit,… weiter lesen

26.08.2008 von lottmann
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…bis einem die Augen zufallen

von lottmann

…natürlich ganz selig und zufrieden, trotz Berlin & Graupelherbst.






oh, wieder in Deutschland! Dann gute Nacht…

25.08.2008 von lottmann
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Beim Blättern alter Fotoalben, gemütlich am knisternden Kamin…

von lottmann

Inzwischen ist schon lange der Herbst eingekehrt, und draußen, wenn man aus dem Fenster sieht, sieht man schon die ersten kleinen Graupelschauer…

Tagsüber kann man als Berliner zumindest in Mitte das Glück haben, daß die grauschwarzen Regenwolken für ein paar Minuten einen Spalt aufmachen und die Sonne durchlassen. Es gibt sie also noch…

Das sind die Tage im deutschen Herbst, an denen man sich an den Kamin setzt und die Fotos vom letzten Sommerurlaub anschaut…


Der gute Blogwart hat übrigens aufgrund meiner (und Rainald Goetzens) Beschwerde, die Fotos würden nicht mehr (wie vor dem BLOG-Relaunsch) gemäß meinen Vorstellungen wandgroß ins Netz gestellt, eine technische Spezialfunktion installiert, mit der sich jene taz-Leser, die die Dokumentarfotos auch jetzt noch lieber in Originalgröße betrachten möchten, selbst aushelfen können: Sie müssen nur mit der sogenannten ‘Maus’ auf das jeweilige… weiter lesen

24.08.2008 von lottmann
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Fragen Sie Joachim Lottmann

von lottmann

Es hatten sich in meiner urlaubsbedingten Abwesenheit so viele Fragen angesammelt, daß ich die Rubrik ‘Fragen Sie Joachim Lottmann’ wiederaufnehmen muß, und sei es nur dieses eine Mal. Wie stets hat Nichte Hase die fünf brennendsten Fragen ausgewählt und mir vorgelegt:
„Was wollte man von Ihnen als erstes wissen, als Sie in Ihre deutsche Heimat zurückkehrten?“ Karolin Emke, Bad Nenstedt.
„’Hast Du schon den Lindemann gelesen?’ war die häufigste Frage seit meiner Rückkehr aus Umbrien, und meine Antwort stets: „Ja, ich weiß, in zwei Jahren gibt es keine Bücher mehr.“ Das allein wäre ja schrecklich genug, aber es geht ja weiter: Selbstverständlich werden die Schriftsteller und Autoren, die ihren Lebensunterhalt ohnehin größtenteils durch Zeitungsbeiträge verdienen, zum Beispiel in dieser hier, das Artikelschreiben noch forcieren. Doch auch die ernsten Zeitungen werden durch die Digitalisierung verschwinden, nicht in zwei, aber in vier Jahren. Spätestens dann kann niemand mehr mit Schreiben… weiter lesen

20.08.2008 von lottmann
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Der ‘Lindemann’ (Text) versetzt alle in Aufruhr

von lottmann

Kürzlich hörte ich im Deutschlandfunk in der Presseschau von einem Beitrag, den Thomas ‘Metternich’ Lindemann über das Ende der Verlagsindustrie verfaßt hat, fußend auf einem Interview mit dem Superverleger Helge Malchow (‘Steve Jobs der Buchbranche’). Schon am Tag darauf war es das Gesprächsthema in ganz Mitte. Im Cookies, im ’103′, im ‘broken hearts’, im ‘tous les jours’: immer nur das Gerede über ‘den Lindemann’ (Text). Ich habe daraufhin die Kollegen der Welt am Sonntag, die ja alle sehr nett sind, gebeten, mir den ‘Lindemann’ noch einmal zugänglich zu machen, für mich persönlich und für meine taz blog Leser. Hier ist er nun:
LITERATURINDUSTRIE GOES MUSIKINDUSTRIE
Von Thomas Lindemann
Der iPod für Bücher wird definitiv kommen
In den USA sind entsprechende Geräte wie das “Kindle” bereits auf dem Markt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis man auch in Deutschland Literatur herunterladen kann wie Musik.… weiter lesen

13.08.2008 von lottmann
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Triumphale Rückkehr

von lottmann

Damit konnte wirklich keiner rechnen. Von ‘mastermind’ Holm Friebe (der extra seinen Geburtstag verlegte) bis Albers, Sieger, Grethers, Glaser und so weiter war ganz Berlin Mitte gekommen, uns zu begrüßen! Erst standen alle draußen im Garten, und ab Mitternacht ging drinnen die Begrüßungsparty weiter. Als den Gettys, Lindemanns, Adorjáns allmählich die Glieder schmerzten, legte der Rückkehrer erst los (Foto).









13.08.2008 von lottmann
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Letzte Blicke auf Arkadien

von lottmann

Uraltes Wehn vom Meer,
Meerwind bei Nacht:
du kommst zu keinem her;
wenn einer wacht,
so muss er sehn, wie er
dich übersteht:
uraltes Wehn vom Meer
welches weht
nur wie für Ur-Gestein,
lauter Raum
reißend von weit herein…

O wie fühlt dich ein
treibender Feigenbaum
oben im Mondschein.




10.08.2008 von lottmann
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Tage des Glücks

von lottmann

Nach drei bis vier Tagen strenger und gerechter Prüfung durch Berlusconis Behörden werden sogar die nichtonline-Seiten der taz freigegeben…



01.08.2008 von lottmann
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Still ruht der See

von lottmann


Lago Trasimeno

Barack Obama

zu einer der fünf versteckten Getty Villen in den Abruzzen…

…und still ruht während all dem der brave Wartburg verlassen vor der Maxim Biller Bar. Keiner sieht ihn, keiner stiehlt ihn, denn alle sind ja weg. Wenn nicht in Italien, dann wenigstens am Wannsee.