Nun wurde der peruanische Film über eine Frau, die zu sich selbst findet, zwischen 80.000 Toten und vergewaltigten Frauen im peruanischen Bürgerkrieg, mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Alle sind voll des Lobes. Was für eine Geschichte. Bürgerkrieg, der Dschungel Südamerikas, Blut, Waffen, Sperma, böse Männer, mutige Opfer, Frauen die einen Sarg mit der toten Mutter hinter sich herziehen: ‘traumhaft’ schöne Bilder, boah, super, großes Kino. Ich selbst habe den Film leider nicht gesehen, weil ich aus Prinzip nur Filme sehe, in denen ich selber vorkomme. Oder jemand, den ich kenne. Oder jemand, den ich kennen könnte. Oder jemand, der jemanden kennt, den wenigstens meine Freundin gekannt hat oder kennenlernen könnte. Nur kennen wir und diese ganzen Genannten niemanden, der tötet, eine Waffe trägt, mit dieser in anderer Leute Köpfe schießt, Frauen vergewaltigt, verprügelt, demütigt und umbringt, ja nicht einmal eine Nachbarin, die ihre tote Mutter im Sarg hinter sich herzieht.… weiter lesen
Archive for Februar 15th, 2009
15.02.2009 von lottmann
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