Archive for Juli, 2011

14.07.2011 von lottmann
blogavatar

Italien

von lottmann

Ferien in Italien sind eine feine Sache, wie jeder weiß (Foto am Ende des Artikels), vor allem, wenn man womöglich einer der letzten ist, der in den Genuß dieser tausendjährigen deutschen Tradition kommt (die deutschen Kaiser, Goethe, die Zigarette danach, und so weiter). Das Land bricht aber nun zusammen. Berlusconi weint (!) im Fernsehen:

Schon wieder sollen 47 Milliarden eingespart werden. Völlig unmöglich. Der Gangster ‚regiert‘ gerade noch mit einer (mühsam gekauften) Stimme Mehrheit. Die sogenannten Bunga Bunga Partys gibt es nicht mehr. Die Prozesse sind im Wesentlichen im Sande verlaufen. Der Cavaliere hat zuletzt sogar mit Hilfe gekaufter Zeugen beweisen können, daß kein einziger Cent aus Steuergeldern für die Bezahlung von Callgirls geflossen ist. Mehr noch: Silvio hat nicht nur die ihm zugetanen Prostituierten aus eigener Tasche auf Heller und Pfennig bezahlt, sondern, zusätzlich, ohne Not, doch wohl aus Idealismus, einzig für die „politische Landschaftspflege“… weiter lesen

09.07.2011 von lottmann
blogavatar

Thomas Klupp gewinnt Ingeborg Bachmann Publikums-Preis in Klagenfurt

von lottmann

Der ostdeutsche Autor Thomas Klupp hat bei den diesjährigen 35. Tagen der deutschsprachigen Literatur angeblich den für den Markterfolg entscheidenden Publikumspreis gewonnen. Nach noch nicht bestätigten Berichten – alle sechs Preise werden erst am Sonntag um 11.30 Uhr offiziell bekanntgegeben – übertraf der Text des jungen Görlitzers, der als Letzter der 14 Teilnehmer am Samstag Nachmittag antrat, alle bis dahin gesetzten Favoriten. Neben Antonia Baum behandelte der Autor als einziger die tatsächlichen Veränderungen der Wirklichkeit, die in den letzten Jahren in dramatischer Weise stattgefunden haben. “Das Verhalten der Menschen hat sich durch Facebook, Internet, Freundes-Netzwerke und die allesdurchdringende Pornographisierung von Staat und Gesellschaft in den letzten drei Jahren stärker verändert als in den 30 Jahren davor, und das Ergebnis ist ein nie für möglich gehaltener Antihumanismus, der in Thomas Klupps Werk in bisher nie gekannter Schärfe beschrieben wird”, lautet die Begründung. Abgesehen davon, daß bei diesem schönen Lob Michel Houellebecq… weiter lesen