Archive for März, 2008

30.03.2008 von
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Auf ein Neues

von

„Streik steht an“, heißt es auf den taz-Berlin-Seiten.

Bei der BVG wird wohl ab Dienstag gestreikt – wenn ein Gespräch mit Sarrazin am Montagabend dies nicht verhindert.

Na das gibt jedenfalls frische M29-Geschichten

26.03.2008 von
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Der oder die M29?

von

Hmm, kaum schreiben zwei Autoren über das selbe Thema, gibt es Meinungsverschiedenheiten. Heißt es der oder die M29?

Elly wird ihren Standpunkt, einer Buslinie stünde ein maskulines Geschlecht zu, noch selbst verteidigen. Ich kann indes nur feststellen:

  • M29 steht als Bezeichnung für eine Linie (f.), nicht für den einzelnen Bus (die Fahrzeuge tragen ja zum Glück eigene Nummern, damit man Personal anschwärzen kann, dass einem den morgendlichen Café au lait to go verbieten will …).
  • aus dem Sprachgebrauch kenne ich zwar „der M-Neunundzwanziger (m.)“, dessen männliches Genus allerdings sowohl auf das Genus des vermännlichten (sagt man so? – besser als entmannt jedenfalls) Zahlworts als auch auf das Genus von „Bus“ zurückgehen könnte; aber „Neunundzwanzig“ ist schließlich – sind Zahlworte eigentlich Substantive – nie und nimmer männlich, sondern als Bus wie als Zahl weiblich: „die Zehn (Zahl)“, „die Zwanzig“, „die Neunundzwanzig“ heißt es, während mir etwa bei der Ziehung der

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26.03.2008 von Elisabeth Wirth
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Die neue Solidarität

von Elisabeth Wirth

Die BVG im Streik. Wer dann in Kreuzberg wohnt und kein Auto hat, jedoch treuer Kunde der öffentlichen Verkehrsbetriebe ist, hat ein Problem.

Ein mächtiges.

Um aus Kreuzberg zu kommen, gibt oder besser gesagt, gab es einige Möglichkeiten. Der M29, die U8, der 140er oder die U1.

Im Streik sind wir Gefangene, Opfer der streikenden Arbeiter.

Wie man auch zu der ganzen Streikerei steht, irgendwann muss man eben mal in einen anderen Stadtteil. Ich zum Beispiel musste zu einem Dreh nach Mitte und war wie immer spät dran. Ich hastete zum Taxistand, es war Tag drei des BVG-Streiks und ein ungewohnter Anblick meines vermeintlichen Ziels erschrak mich: Kein Taxi in Sicht, dafür aber schon ein paar in der Kälte Wartende.

„Da wird ja mal wieder jemand einen schlechten Eindruck machen“, dachte ich. In meiner Not fragte ich die Wartenden, ob nicht zufällig auch jemand in meine Richtung musste.

Als… weiter lesen

19.03.2008 von Elisabeth Wirth
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M29 – Abfahrt Hermannplatz

von Elisabeth Wirth

Es gibt sie – diese eine, ganz besondere Buslinie in Berlin: Den M29er. Schwerfällig – wie ein Elefant – schiebt er sich durch die Straßen Berlins – ein Fahrvergnügen der BVG’schen Sonderklasse.

Der M29 startet direkt im Herzen Neuköllns, am Hermannplatz. Gleich neben Karstadt stehen die begeisterten Massen, um sich mit einem der Doppelstocker einen Weg durch den Großstadtdschungel zu bahnen.

Seit ich klein war faszinieren mich Doppelstocker. Man muss nur einsteigen, die kleine Treppe empor klettern, es sich auf einem der zahlreichen Plätze bequem machen und aus dem Fenster blicken. Man beobachtet das Treiben, die Gedanken schweifen, die Stadt zieht vorbei und schon befindet man sich am Ziel.

Nur ganz selten kommt es vor, dass der M29 ein schnöder, einfacher, sich auf einer Ebene befindender Bus ist. Das schränkt dann schon die Fahrbegeisterung ein, schürt jedoch die Vorfreude auf die nächste… weiter lesen

17.03.2008 von
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Keep on rollin’

von

Noch rollt sie nicht wieder im gewohnten Fünf-Minuten-Takt, unsere M29. Nach dem Busfahrer-Streik der vergangenen zwei Wochen erklärt die BVG gegenwärtig über ihrer Fahrplanauskunft:

Nachdem am Montag der Verkehr mit Bussen und Bahnen fast ohne größere Behinderungen wieder anlief, kommt es jetzt vermehrt zu Ausfällen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bestreikt weiterhin alle Werkstätten der BVG, was vor allem im Busbereich zu Ausfällen führt. Am Morgen gingen nur 85 Prozent der Busflotte in den Betrieb, mit zunehmenden Ausfällen, besonders bei den Bussen, muss leider gerechnet werden. U-Bahn und Straßenbahn fahren weitgehend stabil, die U-Bahn durchweg im fünf, die Straßenbahn im fünf bis 20 Minuten-Takt.

Immerhin, auch in den Wochen des Streiks fuhr unsere M29 noch im Halbstundentakt. Die BVG setzte private Subunternehmer als Streikbrecher ein. In den beiden Streikwochen mit den – im wahrsten Sinne des Wortes – Not-Bussen war allerdings erlebnisreicher als sonst: Doppelt und dreifach besetzte… weiter lesen