Keep on rollin’

von

Noch rollt sie nicht wieder im gewohnten Fünf-Minuten-Takt, unsere M29. Nach dem Busfahrer-Streik der vergangenen zwei Wochen erklärt die BVG gegenwärtig über ihrer Fahrplanauskunft:

Nachdem am Montag der Verkehr mit Bussen und Bahnen fast ohne größere Behinderungen wieder anlief, kommt es jetzt vermehrt zu Ausfällen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bestreikt weiterhin alle Werkstätten der BVG, was vor allem im Busbereich zu Ausfällen führt. Am Morgen gingen nur 85 Prozent der Busflotte in den Betrieb, mit zunehmenden Ausfällen, besonders bei den Bussen, muss leider gerechnet werden. U-Bahn und Straßenbahn fahren weitgehend stabil, die U-Bahn durchweg im fünf, die Straßenbahn im fünf bis 20 Minuten-Takt.

Immerhin, auch in den Wochen des Streiks fuhr unsere M29 noch im Halbstundentakt. Die BVG setzte private Subunternehmer als Streikbrecher ein. In den beiden Streikwochen mit den – im wahrsten Sinne des Wortes – Not-Bussen war allerdings erlebnisreicher als sonst: Doppelt und dreifach besetzte Eindecker-Busse statt der üblichen Doppeldecker, gereizte BVG-Kunden, überlastete Fahrer. In Zeiten wie diesen lernt man die einfachen Dinge zu schätzen. Zum Beispiel, überhaupt noch einen Platz zu ergattern. Oder sich an Durchsagen wie jener eines Busfahrers am Kreuzberger Heinrichplatz zu erfreuen, der aus Platzmangel seine Fahrgäste nur noch zwischen zwei Haltestellen aussteigen ließ: „Liebe Fahrgäste, wenn wir jetzt wieder an den Wartenden vorbeifahren, schauen Sie bitte wenigstens alle mitleidig nach rechts.“

Weil M29-Passagiere aber auch sonst viel erleben, gibt es jetzt „M29 Kreuzberg“, das Blog zum Bus. Und nicht nur das, von der M29 gibt’s sogar großes Kino: M29, der Film – in sechs Minuten vom Roseneck zum Hermannplatz.

[swf]http://www.youtube.com/v/iK6zDZnyl_w,450, 370, 6, #fff[/swf]


Kommentar Schreiben

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*


*