31.12.2008 von Elisabeth Wirth
Es kündigt sich an. Schon seit Tagen. Ein Knallen. Wie kurzes Donnerknallen. Heute Abend wird es heißen: Aufgepasst. Die Straßen werden neblig sein. Schwefel geschwängerte Luft. Ein Spießrutenlauf durch Kreuzberg und Neukölln. Immer in der Hoffnung, auch dieses Jahr keinen, aus offenen Fenstern, fliegenden Böller auf den Kopf zu bekommen. Es ist Silvester. Noch ist es hell draußen. Noch scheint die Sonne. Doch mit jeder Sekunde wird die beißende Kälte beißender. Und dann ist Mitternacht. Raketen die gen Himmel fliegen. Eine wunschvolle Nacht. Wieder ein neues Jahr, wieder tausende neue Möglichkeiten, noch unberührt, wie ein Buch mit leeren Seiten. Aber sie werden sich füllen. 2009 wir kommen.
Allen ein spannendes, bewusstes, hoffnungsvolles und tolles Jahr.
30.12.2008 von Elisabeth Wirth
Es ist fast vollbracht. Der Countdown läuft. Noch 1 verbleibender Tag von 366, da Schaltjahr. Wow. 2008. Kurzes Resümee: Zwei gefüllte Kalender – einer privat, eine für die Arbeit. 2 picke pack voll geschriebene Tagebücher. Ca. 500 Emails – geschriebene, sowie erhaltene. Ich war durchschnittlich zwei Mal im Monat im Kino, habe mir gut 10 Cds gekauft und mich einmal tattowieren lassen. Ich hab nen bisschen was über mich gelernt, zum Beispiel, dass ich nicht nachträglich bin und ich habe gelernt, dass Spontaneität, SpontanEität geschrieben wird. Meine Myspaceseite zählt 1200 Profilaufrufe seit 01.06.08. Ich war auch in diesem Jahr nicht so richtig im Urlaub. Dafür habe erfolgreich nicht aufgehört zu rauchen, trotz Nichtraucherschutzgesetz. Von mir wurde eine „Widerstandsgruppe“ gegründet, die „ERAF“, ich bin zu Greenpeace Energy gewechselt, bin ein Jahr älter geworden und finde inzwischen, die Ein-Daumen-Hoch-Bewegung-in-die-Luft total super. Das war ein kleiner Ausflug in Zahlen und Fakten… weiter lesen
24.12.2008 von Elisabeth Wirth
Kreuzberg ist leer. Das dachte ich schon am Sonntag vor 1 1/2 Wochen, als ich mittags punkt 12 das Haus verließ. Dicke Wolken hingen tief. Am Kotti schienen sie noch tiefer zu hängen, ein paar Tauben, eine zerbrochene Sektflaschen auf einem Kotzehaufen. Sonst war kaum jemand zu sehen, ich setzte meinen Weg zu Trigger Copy fort. Trigger Copy rettet Leben.denn nachts um 11:25 Uhr hatte sich mein Drucker dazu entschieden, aufgrund leerer Patronen, den Geist aufzugeben. Was für ein Glücksgriff, ein offener Copy Shop am Sonntag.
Am Abend sollte ich in Halle auftreten. Einige Stunden, bevor ich mit dem Zug fahren sollte, endlich mit Texten schwarz auf weißem Papier, endete meine vormittägliche Odyssee in der Ankerklause. Hier saßen, jene, die nicht mehr im Bett lagen.
Morgen wird das anders aussehen, morgen hat die Ankerklause geschlossen, morgen ist Weihnachten. Ich warte noch immer auf ein Paket von Amazon… weiter lesen
02.12.2008 von Elisabeth Wirth
Was waren die Schlagwörter, die einem in den letzten Monaten permanent um die Ohren flogen? Finanzkrise, Angst, Terror, Rezession!!! Da konnte man lesen, hören, gucken. Überall Experten, die über Lösungen debattierten, das Ende der Welt prophezeiten oder meinten so ein kleiner Crash gehört auch mal dazu in der Finanzwelt und ist ja gar nicht so schlimm.
Wirklich Durchblick scheint niemand zu haben. Weder der Laie, der erst im September begann, den Wirtschaftsteil zu lesen, weil er so gerne verstehen wollte, was da los ist, noch der Experte, der sich eigentlich den lieben langen Tag mit nichts anderem beschäftigt. Dafür waren alle plötzlich ganz versessen auf Marx und sein Kapital.
Die liebe, aus den Fugen geratene Finanzwelt (klingt ein bisschen nach Parallelwelt/ Science Fiction). Wirklich real sind ja die Sparkassen. So mit Tür öffnen, am Bankomaten Geld holen und so weiter. Die gibt’s ja auch… weiter lesen