22.04.2009 von Elisabeth Wirth
Seit ich denken kann, war die Küche das Zentrum des Hauses/ der Wohnung. Ob nun bei meiner Familie, bei Freunden oder meinen zahlreichen Wohnungen. Und egal wie klein die Küche auch war, ein Tisch musste immer reinpassen. Die Küche ist nicht nur ein Ort zum Kochen und Essen, auch zum reden, lachen, genießen, diskutieren. Zahllose Stunden und ganze Nächte können problemlos in einer Küche verbracht werden.
Mit der Wichtigkeit von Küchen, dem Kochen und den Gesprächen, die dort gemacht werden, hat sich Beatriz Lanchas Fuentes auseinander gesetzt. Herausgekommen ist ein Buch „Küchengespräche“ und die dazugehörige Fotoausstellung, die seit Samstag sind im ORi zu sehen ist.
12 junge Menschen zwischen Mitte 20 und Anfang 30 haben der Fotografin Einblicke in deren Küchen- und Kochverhältnis gegeben, aber auch in ihr Leben. Im Buch sind die Gespräche, die zwischen Pasta kochen und Gemüse schnippeln entstanden sind zu… weiter lesen
10.04.2009 von Elisabeth Wirth
Am Montag war es soweit. Ein freier, sonniger Tag lachte. Wenn man umgezogen ist, muss man sich irgendwann, in einem nahen Zeitraum ummelden. Dafür muss man zum Bürgeramt und wenn man schon einen Tag frei hat, bietet sich dieser nun mal an. Auch wenn mein Bauch mich warnt, denn Besuche bei Ämtern enden nie schön. Ich habe da meine Erfahrungen und inzwischen auch eine ausgeprägte Aversion.
In Neukölln befindet sich eines der Bürgerämter im Rathaus. Der Warteraum, dessen eine Seite sonniggelber strahlt als die Sonne draußen, ist rappelvoll. Ich ziehe meine Wartemarke. Ich bin die Nummer 338. Die Anzeige schaltet um auf 238. Juchhee, denke ich, nur 100 Menschen vor mir. Auf einem der Holzstühle mache ich es mir so bequem wie möglich, ich öffne eine Bionade und lese das Dummy Magazin. Passender könnte das Thema nicht sein: Berlin.
Regelmäßig leuchtet und tutet die Anzeige,… weiter lesen