Archive for November, 2009

29.11.2009 von Elisabeth Wirth
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Nächtliche Wasserschäden

von Elisabeth Wirth

Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals und wenn überhaupt, so schnell die „Klapsmühle“ betreten würde. Nicht gemeint ist die Einrichtung für psychisch erkrankte Menschen, sondern eine von Neuköllns einschlägigen Eckkneipen. In der „Klapsmühle“ arbeitet mein Nachbar, der unter mir wohnt. Eben dieser Nachbar klingelte gestern Nacht bei mir.

Aber beginnen wir mit dieser Geschichte von vorne. Ein ereignisreicher Samstag lag hinter mir. Abends saß ich müde in meiner Wohnung, mir war kalt und so entschloss ich mich, einen entspannten Badewannen-Lese-Abend zu machen. Irgendwann nach 22:00 Uhr war meine Wanne voller warmem Wasser, die Rosenbadekugel hatte sich aufgelöst und duftete vor sich hin. Ich stieg also in die Wanne, lag darin und entspannte allmählich. Zwischendrin ließ ich ein bisschen Wasser ab. Dieser Fakt ist für den Verlauf dieser Geschichte unverzichtbar!

Nach knapp 20 Minuten Badespaß klingelt es an der Tür. Einmal, Zweimal. Für unwahrscheinlich hielt ichweiter lesen

10.11.2009 von Elisabeth Wirth
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Wendekinder

von Elisabeth Wirth

Heute vor 20 Jahren ist die Mauer gefallen. Es war einer der glücklichsten Tage im Leben meiner Eltern und somit auch für mich.

Am Abend des 09. November 1989 war mein Vater gerade dabei die Heizungsrohre in dem Haus zu streichen, in dem bis Januar 1989 meine Uroma gelebt hatte. Im Radio lief der Radiosender Rias und als er hörte, dass die Mauer offen ist, klatschte der Lackpinsel auf den Fußboden. Er rannte in unsere alte Wohnung, nahm dort angekommen mich und meine Schwester auf den Schoß und sagte mit Tränen in den Augen „Ihr zwei wachst als freie Europäer auf!“.

Ich war damals vier Jahre alt, meine Schwester war zwei Tage vorher zwei Jahre alt geworden und von dem Jahr 1989 und der Wende sind mir Gefühlsfragmente geblieben. Viele Freunde meiner Eltern hatten in den Jahren zuvor einen Ausreiseantrag gestellt oder waren geflohen.… weiter lesen

02.11.2009 von Elisabeth Wirth
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Grüße von der Couch

von Elisabeth Wirth

Diesmal nicht im freudschen Sinne. Dieser Zustand ist dem Wetter geschuldet. Die Uhren laufen seit einer Woche anders, es wird früher dunkel, die Blätter fallen von den Bäumen, es ist kalt und es regnet. Hat irgendwer morgens Lust aufzustehen? Mich drücken die Wolken- und Regenmassen nur tiefer in meine Matratze. Ich habe meinen Tag heute auf meiner Couch, mit dem Schreiben und Beantworten von E-Mails, verbracht. Am Wochenende wurde mein Geburtstag gefeiert. Freitag hieß es Wohnung putzen und einkaufen, Samstag kochen und backen und abends Fete. Eigentlich hatte ich vor, einen Geburtstagsblogeintrag zu schreiben. Angefangen hatte ich damit sogar. Aber was soll man über Geburtstagskoller schreiben, wenn man sich eigentlich noch im August wie ein kleines Kind gefreut hat. Lieber läute ich die Zeit weniger vorhandener Zweifel ein, die Zeit der Zuversicht, eines neuen Jahres, ungeschriebener Seiten, neuer Erfahrungen, des morgendlichen durch die Wohnung Tanzens, des Alten hinter mir… weiter lesen