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Beiträge für die Kategorie ‘Normalfahrpreis’

28.02.2010

Das schönste Geräusch

von Elisabeth Wirth

…der letzten Monaten konnte man in den letzten 1 1/2 Wochen hören. Es war das Wasser, das sich seinen Weg durch kleine Rinnsale zu den Gullys bahnte. Dieses stete Plätschern, welches das Ende eines langen und kalten Winters einleitete.

Die Eisdecke auf dem Landwehrkanal ist geschmolzen und so versanken unzählige Weihnachtsbäume, ein Sessel und ein Einkaufswagen allein zwischen Pannierstraße und Kottbusser Damm.

Die Enten auf dem Wasser sehen wieder glücklich aus, der Fuchs stromert des Abends wieder durch die Straßen, erste Vögel zwitschern.

Mein Freund hat (natürlich) Recht behalten, jetzt wo Schnee und Eis weg sind, ist der Dreck der letzten Monate an die Oberfäche gekommen und spazieren gehen wird derzeit zum Hundekackespießrutenlauf. Doch wenn der Dreck nicht mehr überdeckelt wird und zum Vorschein kommt, kann er beseitigt werden. Das gilt für Bürgersteige und ebenso, im übertragenen Sinn, für Beziehungen, Politik u.s.w.. Ich finde es hat etwas beruhigendes, wenn die Dinge an die Oberfläche kommen und verändert werden können, anstatt im Dunklen vor sich hin zu modern.

Endlich, keine sechs Klamottenschichten mehr, keine fliegenden Haare, endlich erstes vor dem Café sitzen, der erste Regen seit Monaten. Ich finde es herrlich.

Am Kanal, Höhe Liberdastraße, hat sich jemand schon gut auf den Frühling vorbereitet. Dort steht auf der Wasserterasse ein Stuhl, der mit einem Fahrradschloss am Geländer festgemacht ist.

Die Sonne strahlt abends wieder durch mein kleines Fenster und auf dem Fußballplatz wird wieder gespielt.

Herzlich Willkommen März.

05.02.2010

Sushi und ein Sexfeuerzeug

von Elisabeth Wirth

Langsam drehen alle durch. Weiße Winterpracht war gestern. Inzwischen gammeln rutschige Eisflächen vor sich hin. Noch vor einer Woche fand ich die in kurzen Abständen folgende gelben Flecken im verharschten Schnee am Wegesrand eklig, dann machte mich ein Freund darauf aufmerksam, dass es noch viel ekliger kommt, wenn der Schnee schmilzt und die darunter liegenden Hundehaufen auftauchen und tauen.

Es ist inzwischen so rutschig, dass ich nur noch wie ein Pinguin „laufe“ und in ständiger Angst lebe, hinzufallen und in meiner unmittelbaren Nähe ein matschiger Hundehaufen liegt. Ja, dass ist unappetitlich, aber man darf sich auch nicht scheuen, dieser unbequemen Realität ins Auge zu schauen.

Und so beginnt dieser Blog mit dem Wetter und schlägt in dieselbe Kerbe, wie alle anderen Medien. Öffnete man gestern die Website der Titanic, so fand sich dort der Starcartoon (Überschrift: „Deutsche wehrt euch“), auf dem Menschen im Schnee stehen, sie halten Banner hoch auf denen steht, „Es reicht!“, „Kalt“, „Genug Frau Holle“, Stopp den Schnee!“.

Was mich wundert, dass unter Kindern und Jugendlichen immer noch nicht die Faszination abgenommen hat, Schneebälle gegen Busse zu schmeißen. Auch die Kinder bei mir im Haus drehen langsam durch. Der Sohn meiner Nachbarin, die über mir wohnt, rennt mit scheinbarer Begeisterung frühmorgens von einem Ende des langen Flures zum anderen Ende, es macht duvsch, duvsch, duvsch, duvsch, hin und her und ich hätte gerne noch ein kleines bisschen weiter geschlafen.

Gestern Abend, auf dem Weg ins Neuköllner Kneipenleben, wurde ich erst von irgendjemandem, der den Schutz der Dunkelheit nutzte und zu meinem Glück die geringe Trefferquote 0 für sich verzeichnen konnte, von Eisbällen beworfen. Etwas später schmissen ein paar unausgelastete, kichernde Kinder, undefinierbare Sachen aus dem Fenster und schlossen es schnell, während man noch dabei war seinen Kopf nach hinten zu drehen und hochzugucken. Es wird wirklich langsam Zeit für 8° über Null.

Der folgende Abschnitt trägt die Überschrift: Wie ich zu einem Sexfeuerzeug kam.

Vorm „Pizza a Pezzi“ stehend, kramte ich in meiner Tasche und suchte ein Feuerzeug. Für gewöhnlich findet man nicht das, was man gerade braucht. Ein anderer Raucher kam mir entgegen, es folgte die obligatorische Frage „Entschuldigung, haben Sie mal Feuer?“. Als er sich schon wieder in Bewegung gesetzt hat, kommt er zurück, drückt mir das Feuerzeug in die Hand „Kannste behalten, ich hab noch eins.“ und geht von dannen. Das Feuerzeug liegt in meiner Hand und ich erblicke auf diesem ein gezeichnetes, frivol blickendes Pärchen, bei der Durchführung der Position „Der große Wagen“. So eines, hat meiner Sammlung der verloren gegangenen Feuerzeuge noch gefehlt.

Später an diesem Abend, in einem ungewöhnlich leeren „Kuschelowski“ wurden von fliegenden Händlern nicht nur Samosas und Spinatkäsetaschen angeboten, nein, auch Sushi. Das kalte Wetter ist also doch für etwas gut, zumindest für Menschen mit Verkaufssinn.

Ich trage inzwischen aus Protest meine pinke Sonnenbrille und frage mich, wann die ersten Flashmobs gegen das Wetter stattfinden. Motto: „Und alle so Brrrrr!“

24.01.2010

Ice, ice Baby

von Elisabeth Wirth

Mir ist kalt und damit bin ich nicht alleine. Als es im Dezember anfing zu schneien, war ich euphorisch. Ich versuchte jeden von den Vorzügen des Schnees zu überzeugen. Ist ja eh Winter draußen und kalt. Da macht der Schnee doch alles schöner. Silvester und Schneeflocken, Schneespaziergänge, Rodeln, Schneemänner bauen, Schneeballschlacht.

Dann, drei Wochen keine Sonne und Temperaturen, die meine Schmerzgrenze übersteigen. Gerade in der letzten Woche, in der mein Jahr 2010 erst richtig und wieder gesundet begann, will ich nicht mehr frieren. Der graue Himmel macht träge und müde. Zu Hause bullert die Heizung, mein kleines Fenster im Flur ist geschmückt von Eiskristallen, abends packt man sich lieber mit Socken ins Bett und morgens aufstehen fällt schwer, wenn man rausgeht sieht man aus wie ein Kugel auf zwei Beinen und wo man mehr als sechs Schichten hinziehen soll, ist die große Frage. Ich besitze inzwischen Legwarmer und denke, dass Thermounterwäsche vielleicht keine so schlechte Investition wäre. Gibt es sexy Thermounterwäsche war gestern Bestandteil eines Gespräches und ein Freund von mir witzelte über Themotangas.

Zumindest hat sich gestern mal die Sonne blicken lassen. Ich war beim Frisör zum Pony kürzen und bin vom Moritzplatz nach Hause gelaufen. Endlich konnte ich die neue Sonnenbrille einweihen, die ich zu Weihnachten bekommen habe und die dann gestern noch im Brillenladen in der Oranienstraße an meinen Kopf angepasst wurde. Nachmittags machte ich schon eine Verabredung für den Abend fix, damit ich nicht wie die anderen Tage der vergangenen Woche, mich um 19:00 Uhr frage, „Was machste denn heute?“ und zu dem Entschluss komme, dass es zu kalt draußen ist… Nach etlichen Stationen, auf meinem Spaziergang von Kreuzberg nach Neukölln, kam ich mit extrem schmerzenden Händen in meiner Wohnung an.

Und trotz der Kälte ging es abends noch ins ORi, welches in neuem blau erstrahlt und richtig toll aussieht und später noch ins Ä. Da hab ich endlich mal wieder das Gefühl gehabt, aus gewesen zu sein.

Ich habe keine Lust mehr auf Kälte, auf fliegende Haare, auf trockene Haut, auf sechs Schichten, auf Gedanken über Funktionsunterwäsche, auf glatte Straßen und Wege und die Gefahr, sich auf die Fresse zu packen. In meiner Wohnung blühen Tulpen und Hyazinthen und ich ersehne Zeiten, in denen ein Pulli und eine Jacke reichen, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und man glückselig vor dem Café sitzen kann.

17.01.2010

Willkommen 2010!

von Elisabeth Wirth

So, da ist es nun, das neue Jahr und ich hoffe, der geneigte Leser ist in eben dieses frohen Mutes hineingerutscht.

Ich habe Silvester in Neukölln verbracht. Noch 2005 sind wir am 31.12. um 22:00 Uhr von Hauseingang zu Hauseingang gerannt, voller Angst von einem Böller getroffen zu werden, weil man sich vorkam wie im Krieg. Silvester 2009, Neukölln total zivilisiert. Merkt man daran eine fortschreitende Gentrifizierung? An dem dazugehörigen Beitrag arbeite ich noch. Wie dem auch sei, die Stammgäste des Sander-Stübchens, einer Neuköllner Eckkaschemme, waren in der Neujahrsnacht von den hippen Mittzwanzigern bis Mittdreißigern, die für die „Arm und Sexy“ Party die Kneipe übernommen hatten, nicht begeistert. Was wurde am Rande der Elektro-/ 90s-Trashparty gepöbelt.

Nach einem entspannten 1. Januar und einem Ausflug an den Müggelsee am 2. Januar, hat es mich erwischt, Halsschmerzen, Druck auf den Bronchien, verhaltenes, da schmerzendes Husten. Das zweite Mal innerhalb von sechs Wochen krank, nicht gut, deshalb bin ich dann zum Arzt. Das ist an einem 4. Januar, nachdem die Praxis 2 Wochen geschlossen war, eine unglaublich schlechte Idee. Schon eine halbe Stunde vor Öffnung standen 15 Menschen vor der verschlossenen Arzttür. Nach einiger Wartezeit wurde ein viraler Infekt diagnostiziert und ein entzündeter Kehlkopf.

Meine ersten Tage im Jahr 2010 haben sich seitdem hauptsächlich Film guckend auf meiner Couch abgespielt und noch immer nicht bin ich nicht gesund. Anfänglich hat mich das Kranksein aggressiv gemacht, nach fünf Tagen habe ich mich gefragt, warum es mir verdammt noch mal nicht wesentlich besser geht und inzwischen versuche ich meinem Körper die Zeit zu geben, die er eben braucht.

Wenn man krank ist, passiert etwas sehr entzückendes, man bekommt man eine Menge Tipps zum Gesundwerden, die mit den Worten „Also, was mir immer hilft ist…“ eingeleitet werden. Beim nächsten Mal, was hoffentlich nicht sobald ist, müsste man mit all den gebündelten Tipps der Krankheit trotzen.

Am letzten Montag bin ich zu einem Arzt nach Schöneberg gefahren, im U-Bahnnachrichtenprogramm las ich die Schlagzeile „Schnee-Chaos: Leben in Berlin nach Daisy“. Ja, hat sich ne Menge verändert in Berlin, nach dem Katastrophentief Daisy. Vielen Dank an die Boulevardpresse, für diesen Lacher.

Aufgemuntert hat mich auch die Nachricht aus Nordirland. „The Graduate“ in Politikkreisen. Die Frau von Ministerpräsident Peter Robinson hatte eine Affäre mit einem 19jährigen und hat diesem zu 56000 Euro verholfen. Hey Mrs. Robinson, Simon & Garfunkel lassen Grüßen.

Der Rest dieser absurden Posse ist nicht mehr so lustig. Mr. Robinson hat für die nächsten sechs Wochen sein Amt niedergelegt, damit er sich um Mrs. Robinson kümmern kann, die sich in einer psychiatrischen Klinik befindet.

Soviel zu den Anfängen des neuen Jahres. Ich noch krank, draußen noch weiß und kalt…

31.12.2009

Ein Jahresrückblick 2009

von Elisabeth Wirth

An der Kasse von Edeka. Die Kundin hinter mir und die Kassiererin kennen sich. Typischer, nachweihnachtlicher Smalltalk, die Tage zwischen den Jahren, bevorstehendes Silvester. Da sagt die Kundin „Ne, dit feiern wa nicht. Dit neue Jahr wird ja jenauso beschissen wie dit Letzte. So lange sich die Regierung nich ändert, ändert sich bei mir och nischt.“ Oh, oh, dachte ich bei mir und verließ ganz schnell den kleinen Supermarkt in der Pannierstraße.

Mit diesem Jahr endet auch ein Jahrzehnt, dem sich die großen Politmagazine schon vor Wochen unter dem Titel „Das verlorene Jahrzehnt“ angenommen haben. Es war das Jahrzehnt, in dem ich „erwachsen“ wurde. Ich war erschüttert vom 11. September und als ich am Tag danach im Auto mit meinen Eltern saß, die mich an diesem Tag zur Schule brachten, dachte ich, dass alles viel leiser, fast gespenstisch wirkt. Der Verkehr in Richtung Innenstadt, die Menschen in ihren Autos, auf ihren Fahrrädern oder die, die zu Fuß unterwegs waren. Dann kam der Afghanistankrieg, 2003 Tag X, der Irakkrieg. Ich war 17, lief in Schlaghosen, mit großem Peaceplakat durch Berlin. Eine Demo nach der nächsten. Ich glaubte, jetzt bewegt sich die Welt, politisches Bewusstsein kehrt zurück. So viele Menschen könne man nicht überhören. Im Jahr nach Tag X, 2004 zur „Erinnerungsdemonstration“ waren nur noch ein paar 1000 Leute da und es wirkte, als würde man bei einer Parteidemonstration der PDS-Rentner mitlaufen.

Ich machte mein Abitur, ich reiste, ich zog aus und weg und zurück und um. Ich verliebte mich in diesem Jahrzehnt ein paar mal, ich hatte Beziehungen, ich liebte, ich stritt, ich litt, ich hatte Liebeskummer, ich lernte mit einem Ende fertig zu werden und neu anzufangen.

Das Jahrzehnt klingt global mit Finanzkrise, Klimakrise und Demokratiekrise aus. Am Anfang des Jahres 2009 stand Hoffnung und die lag auf den Schultern von Barack Obama. Aber „Change“ braucht seine Zeit. Die Finanzkrise blieb, erfasste Opel und Quelle, Schutzschirme wurde aufgespannt, Abwrackprämie, Konjunkturprogramme, G20 Treffen zur Regulierung der Finanzmärkte und ein Mann war wieder groß im Kommen – Karl Marx grüßte.

Im Frühjahr outet sich Nordkorea als Atomstaat. Eine alte Angst ist zurück und Barack Obama spricht in Prag von einer Welt ohne Atomwaffen. Im Sommer gehen nicht mal 50% der Wahlberechtigten in Europa zur Europawahl und in Iran demonstrieren Hunderttausende gegen die gefälschte Präsidentenwahl. Brutal wird von der Staatsmacht zurückgeschlagen. In Deutschland gehen Studenten für bessere Studienbedingungen auf die Straße – Bildungsstreik.

Im September wählt Deutschland und wenige Wochen/ Monate später scheinen die Träume der vermeintlichen Wunschkoalition Schwarz-Gelb zu platzen. Wachstumsbeschleunigungsgesetz, steigende Staatsverschuldung, die Debatte um Kopfpauschalen im Gesundheitswesen, Kundusaffäre, Verlängerungen der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Die Antiatomkraftbewegung bekommt neuen Aufschwung.

9. November, deutscher Schicksalstag, die Welt feiert 20 Jahre Mauerfall. Im Dezember, der mit Hoffnung geladene Klimagipfel in Kopenhagen ist weitestgehend gescheitert. Keine klaren, verbindlichen Ziele und kein entschlossenes Handeln. Dabei wäre es so wichtig gewesen, jetzt die Ziele zu stecken und strenge Regeln aufzustellen, an die sich alle halten, anstatt das Thema ein weiteres Mal zu vertagen.

Zu Weihnachten steht wieder der internationale Terrorismus im Fokus – ein vereitelter Bombenanschlag in einem Flugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit und in Iran gehen die Proteste gegen das Regime blutig weiter.

Oft genug kann man sich fragen, in was für einer Welt leben wir? Globalisierung, Konsumgeist, Ausbeutung, Beschleunigung, Erderwärmung, Datenspeicherung, Schweinegrippe, Religionskampf, Macht, Krieg, Terror… Es erscheint mir, als würden wir in einer Welt leben, die von Angst regiert wird, die ihre Traumata nicht bearbeitet, sondern immer weiter hetzt, nach dem Kollaps kurz den Atem anhält und dann doch weiter spekuliert.

Es wird viel gemotzt, ob nun an Supermarktkassen oder Stammtischen. Da werden „Schuldige“ gesucht, da werden Reden geschwungen über die da oben, da wird Verantwortung abgegeben. Wir müssen uns aber alle fragen, in was für einer Welt wir leben wollen. Wenn wir nicht wissen, wohin mit dem Atommüll, sollten wir in aller erster Linie an Alternativen denken, wenn wir wollen, dass Eisbären nicht nur im Zoo schwitzen, sondern weiter am Nordpol leben, sollten wir etwas gegen die Erderwärmung tun, wenn wir keine Schlagzeilen mehr über Kinderarbeit lesen wollen, sollten wir bereit sein, mehr als ein paar Euro für ein T-Shirt auszugeben und wenn wir Frieden haben wollen, sollten wir weiter im Gespräch bleiben.

Wir sollten uns von der Angst nicht hemmen lassen, wir sollten wach sein, denken und nachfragen, nach neuen Wegen gucken.

Ist dieses Jahrzehnt wirklich verloren und ist alles wirklich so aussichtslos? Nicht wenn wir dieselben Fehler noch einmal und noch einmal wiederholen, nicht wenn wir endlich lernen umzudenken. Jetzt wird der Zyniker sagen, dass der Mensch nicht dazu lernt. Einstein hat einmal festgestellt, dass das Universum und die menschliche Dummheit ungegrenzt seien und war sich dann aber mit dem Universum nicht ganz so sicher. Einstein hat aber auch mal gesagt, dass der Kopf rund ist, damit das Denken die Richtung ändern kann. Vielleicht braucht die Änderung der Denkrichtung in den Köpfen nur seine Zeit und wir könnten ja schon mal anfangen.

Ich gehe in jedes Jahr mit neuen Hoffnungen, vielleicht auch mit den alten, in leicht veränderter Form. Ich mag Silvester, eine Zäsur, Neuanfang. Dieses Jahr war Reibung, war Auseinandersetzung, war auf und ab. Wie all die Jahre zuvor, werden meine Wünsche samt Rakete gen Himmel fliegen. Wie all die Jahre zuvor, werde ich alte Geister vertreiben, werde wieder etwas loslassen und Platz für Neues machen und wie all die Jahre zuvor, werde ich mit einem hoffenden Herzen in das neue Jahr starten.

15.12.2009

Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten

von Elisabeth Wirth

Überall auf den Straßen rennen gehetzte Menschen, die noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für Mutter, Vater, Geschwister, Großeltern, Kinder, Tanten und Onkel, Neffen und Nichten, Cousinen und Cousins, Liebhabern, Eheleuten und Freunden sind. Was für ein alljährlicher Stress.

Für alle, die auch noch suchen, bietet sich am Freitag eine Veranstaltung im ORi – Friedelstraße 8 an. Dort findet die große Weihnachtauktion statt.

Versteigert wird KUNST, hauptsächlich Fotografien, aber auch Grafiken und Malerei. Den aktuellen Auktionskatalog kann man sich schon jetzt im Internet angucken. Am Freitag kann dann, mit kleinen Einstiegspreisen mitgesteigert werden.

29.11.2009

Nächtliche Wasserschäden

von Elisabeth Wirth

Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals und wenn überhaupt, so schnell die „Klapsmühle“ betreten würde. Nicht gemeint ist die Einrichtung für psychisch erkrankte Menschen, sondern eine von Neuköllns einschlägigen Eckkneipen. In der „Klapsmühle“ arbeitet mein Nachbar, der unter mir wohnt. Eben dieser Nachbar klingelte gestern Nacht bei mir.

Aber beginnen wir mit dieser Geschichte von vorne. Ein ereignisreicher Samstag lag hinter mir. Abends saß ich müde in meiner Wohnung, mir war kalt und so entschloss ich mich, einen entspannten Badewannen-Lese-Abend zu machen. Irgendwann nach 22:00 Uhr war meine Wanne voller warmem Wasser, die Rosenbadekugel hatte sich aufgelöst und duftete vor sich hin. Ich stieg also in die Wanne, lag darin und entspannte allmählich. Zwischendrin ließ ich ein bisschen Wasser ab. Dieser Fakt ist für den Verlauf dieser Geschichte unverzichtbar!

Nach knapp 20 Minuten Badespaß klingelt es an der Tür. Einmal, Zweimal. Für unwahrscheinlich hielt ich die Variante, dass George Clooney mit einer Martiniflasche vor meiner Wohnungstür steht. Ich springe also aus der Wanne, wickle mir mein Handtuch um den nassen Körper und renne zur Tür. Dort steht, schon erwähnter Nachbar, bei dem das Wasser aus der Decke, direkt am Lampenspot in moderaten Massen tropft. Der Nachbar wartet vor der Tür, ich ziehe mir schnell was an. Vorbei ist die Zeit der Entspannung und ihre leichte Wirkung ist schon verflogen. Wir gucken uns das Dilemma an und wissen wirklich nicht, was zu tun ist. In unserer Verzweiflung und mit Unwissenheit rufen wir den Hausverwalter an. Sein Handy ist zu dieser späten Zeit natürlich aus. Im Mietvertrag steht, man sei verpflichtet dem Vermieter über etwaige Schäden unverzüglich zu informieren. Da es sich nicht um eine kaputte Glühbirne im Hausflur handelt, entschließe ich mich, meine Eltern zu Rate zu ziehen. Aber mehr, als dass ich das Badewasser nicht ablassen und mein Nachbar nicht den Lichtschalter im Bad anmachen sollte, fällt ihnen auch nicht ein. Nachts den Weiß-ich-was-Notdienst anrufen kostet richtig Geld und das wollen die Bar auf die Hand. Unter meiner Matratze lagert weder Geld, noch eine lausige Goldbarre. Also entschließen wir uns abzuwarten und mein Nachbar will dem Hausverwalter wenigstens auf den AB sprechen. Wie sich heraus stellt, befindet sich das Büro des Hausverwalters in seinem Haus, so dass dieser, als der Nachbar den Vorfall schildert, doch noch rangeht. Inzwischen ist es kurz vor 24:00 Uhr. Morgen, sagt der Hausverwalter, will er jemanden vorbei schicken.

Aus dem morgen, was heute gewesen wäre, wird ein übermorgen, was heute also morgen ist. Sprich, Montag wird jemand kommen und sich die Misere angucken. Da in meiner Badewanne das inzwischen kalte Badewasser steht, kann ich nicht duschen gehen. Zum Glück habe ich eine nette Nachbarin, die mich ihre Dusche benutzten lässt.

Heute hat sich mein Vater auf die Suche nach der Ursache gemacht. Er hatte gemutmaßt, genauso wie der Hausverwalter und der Handwerker, mit dem ich heute telefoniert habe, dass das Wasser an der Fußbodenentwässerung, wegen Verstopfung, übergelaufen ist. Mit Werkzeug kam er her, öffnete die Revisionsklappe und fand: nichts. Eigentlich hätte unter der Badewanne Wasser stehen müssen. Unter meiner Badewanne ist es so trocken, wie in der Sahara.

Nach dem Motto „Wenn schon, denn schon“ aka „Murphys Law“ wird aller Wahrscheinlichkeit irgendein Rohr undicht sein. Ich frage mich, wann ich wieder in meiner Wohnung Duschen werden kann. Wäsche waschen traue ich mich auch nicht. Zu allem Überfluss (ein Wort, welches zum Thema passt) ist mir heute auch noch was total Dämliches passiert. Eigentlich dürfte ich das gar keinem erzählen, aber für die Kunst, eine gute Story oder eine super Pointe, macht man sich auch mal „nackig“. Beim duschen bei meiner Nachbarin also, habe ich es geschafft, mir beim Beine rasieren, den halben Nagel des rechten Mittelfingers abzuhobeln. Und das ist mir nicht zum ersten Mal passiert. Anfang des Jahres, auf meiner Arbeitsreise, in einem Hotel in Dortmund fand die Premiere statt. Es würde mich nicht wundern, wenn ich damit in Guinnessbuch der Rekorde komme. Nun schmückt ein Kinderpflaster von Ikea meinen Mittelfinger – Auch Schön.

Wie es jetzt weiter geht, mal gucken. Meine neue Devise lautet eh „Immer schön locker bleiben!“. Schaff ich nicht immer, aber was ist das Leben, wenn nicht ein Übungsfeld für Neues. Nun komme ich endlich auf die „Klapsmühle“ zurück, in der mein Nachbar ja arbeitet und schließe damit den Rahmen dieses Eintrags. In die „Klapsmühle“ bin ich heute also rein, um mir seine Telefonnummer für den Fall geben zu lassen, dass Wände aufgebrochen werden müssen. Und da ich ein freundlicher Mensch bin, werde ich ihn über den Verlauf aller, eventueller Baumaßnahmen auf dem Laufenden halten. Denn, morgen, wenn endlich der Handwerker kommt, wird mein Nachbar hinterm Tresen besagter Eckkneipe stehen, in der einschlägiges Neuköllner Eckkneipenpublikum vor seinem Bier sitzt, die Luft vom Rauch neblig ist, Dartscheiben an den Wänden hängen und im Billiardraum ein Plakat einer fast nackte Frau angepinnt ist.

10.11.2009

Wendekinder

von Elisabeth Wirth

Heute vor 20 Jahren ist die Mauer gefallen. Es war einer der glücklichsten Tage im Leben meiner Eltern und somit auch für mich.

Am Abend des 09. November 1989 war mein Vater gerade dabei die Heizungsrohre in dem Haus zu streichen, in dem bis Januar 1989 meine Uroma gelebt hatte. Im Radio lief der Radiosender Rias und als er hörte, dass die Mauer offen ist, klatschte der Lackpinsel auf den Fußboden. Er rannte in unsere alte Wohnung, nahm dort angekommen mich und meine Schwester auf den Schoß und sagte mit Tränen in den Augen „Ihr zwei wachst als freie Europäer auf!“.

Ich war damals vier Jahre alt, meine Schwester war zwei Tage vorher zwei Jahre alt geworden und von dem Jahr 1989 und der Wende sind mir Gefühlsfragmente geblieben. Viele Freunde meiner Eltern hatten in den Jahren zuvor einen Ausreiseantrag gestellt oder waren geflohen. Die Schwester meiner Mutter hatte im Sommer 1989 mit Mann und meiner damals 1 1/2 jährigen Cousine einen Fluchtversuch gewagt und waren an der ungarischen Grenze ertappt worden. Sie mussten in die DDR zurückreisen. Ich habe noch das Bild in meinem Kopf, wie ich mit meinen Eltern in einem Treppenhaus stehe und sie aus einer verlassenen Wohnung Sachen sichern. Auch meine Eltern machten sich Gedanken über eine Ausreise, es gab Überlegungen unser Haus, welches sich1989, nach dem Tod meiner Uroma im Umbau befand, zu verkaufen.

Meine Schwester und ich gingen in einen evangelischen Kindergarten, weil unsere Eltern nicht wollten, dass wir in einen staatlichen Kindergarten gehen. Die Kirche in der DDR war eine Art Schutzraum und ich erinnere mich noch an Abende in der Kirche und Gerhard Schöne Konzerte.

In der Nacht des 9./ 10. Novembers feierten meine Eltern und am Vormittag des 10. November 1989 machten sich meine Eltern mit uns auf den Weg nach Westberlin, über den Grenzübergang Sonnenallee. Menschenmassen, ab S-Bahnhof Baumschulenweg. Wir Kinder saßen auf den Schultern unserer Eltern, der Kinderwagen musste irgendwie auch noch getragen werden.

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir in Westberlin. Erst auf dem Rückweg, sagt meine Mutter, wurde ihr erst so richtig klar, was passiert war und ganze Emotionswelten überrollten meine Eltern.

Die DDR war ein Staat, der die Masse über das Individuum stellte. Plötzlich durfte man endlich laut sagen, was man dachte und musste nicht ständig aufpassen, in wessen Gegenwart man was sagt. Endlich durfte gefühlt werden, was man fühlt.

Für meine Familie hat der Mauerfall alles verändert.

Mein Vater ging noch 1989 nach Westberlin arbeiten. Ende November 1989 machten meine Eltern den Umzug meiner Tante und Familie nach Hamburg mit. Auf einer verschneiten Autobahn, alten Autos mit Hängern. Weihnachten feierten wir in Hamburg und brachten dorthin einen Weihnachtsbaum mit, der auf dem Autodach transportiert wurde und stark ausgerupft ankam.

Die folgenden Jahre habe ich als emotionsgeladen und auch unsicher in Erinnerung. Alles veränderte sich. Anfang der 90er Jahre machten sich meine Eltern selbstständig. Ich sehe auch noch vor mir, wie meine Mutter, an der einen Hand meine Schwester, an der anderen mich haltend, über den Ku-damm rennt, an dem wir Anfang der 90er Jahre oft waren und sie für uns Klamotten bei H&M einkaufte. In meiner Erinnerung ein Gefühl von Aufregung, Spannung und Freiheit. Ich glaube, der Ku-Damm war für mich als Kind etwas Besonderes.

In der Schule wurden die Kinder von ihren Eltern mit Spielzeug und Markenklamotten zugeballert. Wir gehörten zu den wenigen Kindern, die weder ein Gameboy, noch Polly Pocket oder Barbies samt Barbiemobil und Ken hatten. Manchmal hat uns das zu Außenseitern gemacht. Dafür gingen wir zur Musikschule, machten einen Töpferkurs, spielten Theater, meine Schwester machte Leichtathletik und ich verschlang Bücher nur so. Meine Eltern reisten mit uns Kindern in all den Jahren viel und ich habe als Kind fast ganz Europa kennen gelernt. Ich bin mit Berlin, als Gesamtberlin aufgewachsen und identifiziere mich nicht als Deutsche, sondern in erster Linie als Berlinerin und Europäerin. Das verdanke ich meinen Eltern und der Art, wie sie uns erzogen haben und dem Mauerfall, der diese Freiheit in einer Gesamtheit ermöglicht hat, die in der DDR so nicht möglich gewesen wäre.

In meiner Schulzeit waren noch viele der alten DDR-Lehrer tätig und das hat meine Schullaufbahn nicht immer einfach gemacht. Als ich anfing zu laufen und das erste Mal hinfiel, schützte ich mich nicht automatisch mit meinen Händen und Armen und knallte mit dem Kopf auf den Asphalt. Ich kletterte auch als Kind nicht auf die Klettergerüste. In der DDR suchten meine Eltern Ärzte auf, aber niemand nahm das ernst. Erst Mitte der 90er benannten Ärzte meine Schwierigkeit, als eine Koordinationsschwäche. In der Schule konnte ich keine Rolle, also kein Boden- und Geräteturnen mitmachen. Von den Lehrern wurde mir unterstellt, ich würde mich nur nicht bemühen. Es klingt absolut absurd, aber diese Tatsache, hat mich meine ganze Schulzeit verfolgt.

Ich bin mit dem Satz „Lasst euch nicht vor einen fremden Karren spannen“ aufgewachsen. Ich habe nie von meinen Eltern gehört, ich könnte oder dürfte etwas nicht, weil ich ein Mädchen bin. Es gab kein schwarz oder weiß. Wir sollten lernen selbstständig zu denken und Dinge zu hinterfragen. Ich lernte und lerne freies Denken und Fühlen. Ich hatte das Glück, dass ich die Möglichkeit hatte, mich als Individuum begreifen zu dürfen.

Für mich ist vieles selbstverständlich, was für meine Eltern und viele andere in meinem Alter, damals nicht selbstverständlich war.

In den letzten Jahren, wenn ich vom Friedrichshain über die Oberbaumbrücke nach Kreuzberg fuhr, habe ich oft gedacht, dass es verrückt ist, dass man das vor einigen Jahren nicht konnte. Heute wohne ich in Neukölln, in dem Dreieck Neukölln, Kreuzberg, Treptow und der alte Grenzstreifen ist nicht weit entfernt.

Der Weg von Westberlin zurück nach Ostberlin führte meine Eltern und uns damals über Kreuzberg, über die Schlesische Straße zum Treptower Park. Und als meine Eltern nach den ersten Tagen in Westberlin wieder das Haus betraten, klebte der Lackpinsel am Boden fest.

02.11.2009

Grüße von der Couch

von Elisabeth Wirth

Diesmal nicht im freudschen Sinne. Dieser Zustand ist dem Wetter geschuldet. Die Uhren laufen seit einer Woche anders, es wird früher dunkel, die Blätter fallen von den Bäumen, es ist kalt und es regnet. Hat irgendwer morgens Lust aufzustehen? Mich drücken die Wolken- und Regenmassen nur tiefer in meine Matratze. Ich habe meinen Tag heute auf meiner Couch, mit dem Schreiben und Beantworten von E-Mails, verbracht. Am Wochenende wurde mein Geburtstag gefeiert. Freitag hieß es Wohnung putzen und einkaufen, Samstag kochen und backen und abends Fete. Eigentlich hatte ich vor, einen Geburtstagsblogeintrag zu schreiben. Angefangen hatte ich damit sogar. Aber was soll man über Geburtstagskoller schreiben, wenn man sich eigentlich noch im August wie ein kleines Kind gefreut hat. Lieber läute ich die Zeit weniger vorhandener Zweifel ein, die Zeit der Zuversicht, eines neuen Jahres, ungeschriebener Seiten, neuer Erfahrungen, des morgendlichen durch die Wohnung Tanzens, des Alten hinter mir Lassens und Neuen Begrüßens.

So habe ich mit meinen Freunden und meiner Familie ordentlich angestoßen und gefeiert.

Da ich ja letztens schrieb, bei jedem Wetter rausgehen zu wollen, schlüpfe ich jetzt in meinen Parka und meine Gummistiefel und spaziere zu Edeka. Und danach geht es für heute wieder auf die Couch. Siri Hustvedts „Die Leiden eines Amerikaners“ will gelesen werden.

Demnächst dann mehr zum Arbeiten im „Betahaus“ und skurrilen Stadtimpressionen per Foto.

12.10.2009

Endspurt

von Elisabeth Wirth

Draußen ist es oll. Draußen regnet es. Draußen ist Herbst. Draußen geht das Jahr zu Ende. Zu dieser Erkenntnis komme ich mit jedem Tag ein bisschen mehr. Richtiger wäre, diese Erkenntnis holt mich ein. Ohne mein Wollen. Mein Ich ist noch im Sommer. Mein Ich will den Endsommer genießen. Mein Ich scheint noch nicht bereit zu sein, zum frieren und zum Regenschirm brauchen.

Vor einem Monat bin ich erst aus 30°-Sommer-Spanien zurückgekommen. Endsommer ist vorbei. Heute Nacht erwarten uns Temperaturen um den Gefrierpunkt. Und in den Supermärkten gibt es nicht erst seit heute wieder Spekulatius, Lebkuchen und Co.. Wir befinden uns nun mitten in der Endspurtzeit des Jahres 2009. Der Countdown läuft. Noch 81 Tage. Eigentlich habe ich mich immer auf den Herbst gefreut, denn im Oktober feiere ich meinen Geburtstag. Uneigentlich finde ich den Herbst auch ganz schön. Leider rast mein Zeitgefühl. Es kommt mir vor, als wäre meine Arbeitsreise nach NRW, Anfang Januar, gerade erst gewesen. Mein Umzug liegt fast 8 Monate zurück. Frühling und Sommer sind vorbei. Jetzt Herbst, in zwei Wochen Zeitumstellung, Erntedankfest, Nikolaus, Weihnachten, Silvester – Jahr vorbei.

Mit guten Vorsätzen ist man in dieses Jahr gestartet. Man hat sich was vorgenommen, das ein oder andere gewünscht. Jetzt zum Endspurt kann man noch mal den Zettel mit Vorsätzen, Plänen und Wünschen 2009 rausholen. Meiner ist samt Rakete gen Himmel geflogen. Ich kann also nur noch rekapitulieren. Alle anderen, die ihren Zettel aufgehoben haben, können jetzt abhaken und die nächsten 2 1/2 Monate dazu nutzen, den „Rest“ umzusetzen oder aufs neue Jahr zu warten. Bei meinem Zeitgefühl komme ich zu meiner neuen/ alten/ ich-arbeite-dran Lebenseinstellung, jeden Tag „nutzen“ wollen, leben, mutig sein, loslassen, Neues suchen, inne halten, sich umschauen, bewusst atmen, den Wein nicht für morgen sparen, bei egal welchem Wetter raus gehen.

So wäre zwar mit diesem Jahr immer noch Endspurt, aber mit den Dingen, die wir uns so vornehmen und wünschen können wir immer anfangen. Egal, wie weit das Jahr fortgeschritten ist.