Archive for the ‘Allgemein’ Category

29.01.2010 von Sven Regener
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Deutschland bleiche Mutter

von Sven Regener

Während die Horwaths ihre frühe Ankunft (sie fahren im Crew-Nightliner) in Dresden nutzen, sich Wissensvorsprünge in Sachen  Dresdner Barock zu verschaffen, geht über Leipzig eine Sonne auf, wie man sie sonst nur von weiter entfernt die Sonne umkreisenden Planeten kennt, eine Deutschland-bleiche-Mutter-Sonne allererster Beklemmigkeit, gut zum Bibeldrucken, nicht aber zum Federballspielen, irgendwie beeindruckend, aber auf eine nicht wirklich angenehme Art – vielleicht war ich doch ein bisschen voreilig mit dem Frühlingsbegrüßen, das denkt auch Hamburg-Heiner, der sich  zu dieser SMS hinreißen ließ: “Schluss mit der bloedelei, die Elbe friert zu. Ab jetzt: erbauung oder fressehalten. Gedichte, sudoku, bildung, sowas.”

Okay, hier das Resümee eines Langgedichts aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, der Verfasser ist anonym, und den Rest habe ich leider vergessen:

Ein Krach, ein Schrei
Und über die Bühne rollt:
Ein halbes Ei!

Und ein Sudoku für Anfänger:
1       3
3  1   2
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28.01.2010 von Sven Regener
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Lob des Tourmanagers (II)

von Sven Regener

Der Tourmanager ist ein emotionaler Mensch, niemand weint leichter, niemandem tut es mehr weh als ihm. Das könnt ihr ihm glauben. Aber er zeigt es nicht. Er sagt es, und damit hat es sich. “Das tut mir jetzt mehr weh, als dir”, sagt er, und die Nachricht kommt an. Wie überhaupt alle Nachrichten vom Tourmanager. Man liebt ihn, und alle lesen ihm die Wünsche von den Lippen ab, während sie sich die Ohren zuhalten. Denn er kann auch anders.
An Offtagen isst der Tourmanager vegetarisch, zum Ausgleich.


Wenn der Tourmanager sagt, er will in der Hotellobby den größten Lampenschirm der Welt hängen haben, dann kriegt er ihn!

27.01.2010 von Sven Regener
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Frühlingsbeginn mit Fondue gefeiert

von Sven Regener

So, das war’s also. Der Winter ist vorbei. Frühlingshafte Temperaturen in Deutschland. Das wurde auch Zeit. Die Winterschuhe haben ausgedient: Soundmann Ivan (Monitor) trägt weiße, leichte Sportschuhe, Backliner Uli schwarze. Starker Wille, starker Eindruck!

Florian Horwath ist der Name des Künstlers, der bei dieser Tournee (von den Schweiz-Konzerten einmal abgesehen) immer und überall als Gast dabei ist. Er hat eine Band dabei, die Horwaths, bestehend aus Mike, Bongogott und Kirre. Die Musik, die sie spielen, ist schön und toll und so sehen sie auch aus. Sie sind ein großer Glücksfall. Florian kommt aus Wien, das ist stark, die Horwaths überwiegend auch. Sie kommen supergut an. Es ist der Hammer. Alles über die Band, auch, was ja am wichtigsten ist, zum Hören, auf seiner Homepage und bei MySpace. Die neue Platte von Florian Horwath ist bei Universal in Österreich bereits erschienen und heißt “Speak To Me Now”. In Deutschland… weiter lesen

26.01.2010 von Sven Regener
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Leser fragen, der Blogger antwortet (I)

von Sven Regener

Hans-Helmut G. aus F. im Br. fragt: Warum ist in diesem Blog nichts über das Wetter zu lesen. Ich frier mir hier den Arsch ab und im Blog ist davon überhaupt nicht die Rede. Das finde ich krank!

Sven Regener: Jetzt fällt es mir auch auf, und ich werde versuchen, das zu ändern.

Florian H. aus W. fragt: Warum erfährt man nicht mehr über die tolle Vorgruppe, die ihr in Österreich und Deutschland dabei habt? Das scheinen mir ganz und gar außergewöhnliche Burschen zu sein, schön und gebildet, auch im Herzen, und ihre Musik, die ist super, das sieht man gleich! Aber man erfährt nicht viel über sie in diesem Blog, das kommt mir komisch vor, das hat schon was sehr Verdächtiges, dass die bei euch quasi totgeschwiegen werden, seid ihr neidisch, weil die so gut sind und so gut ankommen? Nehmen die euch die Butter vom Brot? Würde mich… weiter lesen

25.01.2010 von Sven Regener
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Angstl

von Sven Regener

Als Hamburg-Heiner mich heute morgen in München telefonisch auf dem natürlich falschen Fuß erwischte, war er sehr ungehalten, auch ungeduldig, unwirsch und unzufrieden und auf jeden Fall unterstellend unterwegs. Ich dagegen hatte gute Laune. Das sind natürlich prima Voraussetzungen, pfeilgerade aneinander vorbeizureden, auf parallelen Gedankenpfaden, die auch im Unendlichen sich nicht kreuzen, aber das ist ja das Wesen der Parallele, das versteht sich eigentlich von selbst.

Hamburg-Heiner: Schweinshaxe kann man doch nur im Gasthof Angstl in Sonnering essen.
Sven: Das war in Innsbruck echt ein ganz prima Konzert, die Leute waren gut drauf.
HH: Schweinshaxe, die nicht aus dem Angstl ist, ist menschenfeindlich.
Sven: Aber in Linz, Bern und Zürich war das auch mega, um hier mal ein Anne-Koopmann-Wort zu benutzen.
HH: Angstl oder gar nichts. Das ist ja überhaupt die allergrößte Menschenfeindlichkeit, dass sie einem Schweinshaxen verkaufen, ohne dass sie der Angstl in Sonnering sind,… weiter lesen

24.01.2010 von Sven Regener
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Mit unscharfer Essensfotografie der Schande ein Schnippchen schlagen

von Sven Regener

Tourmanager Ralph schreibt:
“Im Blog hast du beim Schreiben von “Innsbruck” in der 1. Zeile sicher “Linz” gemeint. Aber so ist das wohl mit den Hafenstädten auf Tournee…
Viele Grüße,
Ralph”

Dabei ist alles noch viel schlimmer: Esther K. hat natürlich “Innsbruck” geschrieben, wohl weil der Veranstaltungsort in Innsbruck “Hafen” heißt, ich jedoch habe ihr geantwortet, als habe sie “Linz” geschrieben, und jetzt entlarvt sich das alles als eine Klugscheißerei von grotesken Ausmaßen.

Schlimm.

In solchen Momenten hilft nur ein Anruf bei Hamburg-Heiner. Und es ist so, wie es unter wahren Freunden sein sollte: In der Stunde der Not ist er da und geht ran, bevor das erste Läuten verklungen ist und sagt:
HH: Denk gar nicht erst daran, die Schweinerei zu vertuschen, nimm ein paar unscharfe Essensfotos und sieh zu, dass du den Schaden wiedergutmachst.
Sven: Und wenn das nicht gelingt?
HH: Dann… weiter lesen

23.01.2010 von Sven Regener
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Nibelungenbrücke

von Sven Regener

Esther K. aus B. schreibt: “Ich wusste übrigens gar nicht, dass Innsbruck einen Hafen hat. Das hätte ich dort niemals erwartet.” Tja, Esther, Linz liegt an der Donau, und wo Wasser ist, da sind auch Häfen. Der von Linz ist nicht ganz das, was man aus Bremen, Hamburg oder Singapur gewohnt ist, aber die haben ja auch mal klein angefangen.
Hier gibt es übrigens auch eine Nibelungenbrücke. Ist das, weil hier die Nibelungen auf dem Weg zu König Etzel die Donau überquerten, wobei ihnen der Priester ins Wasser fiel und dann der einzige war, der den ganzen Nibelungenausflug am Ende überlebte, weil er aufs linke Ufer zurückschwamm und deshalb nicht mehr weiter mitkam?
Keine Zeit, das zu klären. Wir müssen weiter nach Innsbruck und ich stelle ja auch nur die unbequemen Fragen. Denn auch dies ist wahr: die Wahrnehmung der Umgebung, der bildungstouristische Effekt quasi, ist auf einer… weiter lesen

22.01.2010 von Sven Regener
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Lob des Tourmanagers (I)

von Sven Regener

Der Tourmanager ist der, der alles im Griff hat. Er kann übers Wasser wandeln, vor allem aber kann er Wasser in Wein verwandeln, ein Hinweis an den örtlichen Veranstalter genügt. Er hieß immer Tourmanager und er wird immer Tourmanager heißen. Notorische Witzbolde, die sich darin gefallen, in seiner Gegenwart von “Reiseleiter” oder “Spielleiter” zu sprechen, finden sich schnell mal ohne Catering-Ausweis wieder, und dann ist die Reue groß, kommt aber oft zu spät. Der Tourmanager ist Ankläger, Richter und Vollstrecker zugleich. Seine Höchststrafe: Das Zerschneiden des Tourpasses mit den begleitenden Worten “Goodbye, Lasagne”. Die Besten der Zunft kommen alle aus Weißensee, Tourmanager aus Weißensee sind für die deutschen Konzertagenten das, was Schweizer Landsknechte für die Päpste sind.

Leistet Übermenschliches beim Verwandeln von Wein in Wasser: Tourmanager Ralph aus Weißensee.

21.01.2010 von Sven Regener
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Die Pommesgabelhaftigkeit der äußeren Anmutung

von Sven Regener

Um halb acht dasselbe Spiel unter leicht veränderten Vorzeichen.

Hamburg-Heiner: Guten Morgen, dies ist Ihr zweiter Weckruf.
Sven: Vielen Dank. Schönen Tag noch.
HH: Ich bin’s!
Sven: Ich weiß.
HH: Weil du ein Fuchs bist.
Sven: Ich hab’s schon beim ersten Mal gewußt.
HH: Es gab kein erstes Mal. Das war die Rezeption.
Sven: Das wird jetzt fad, Hamburg. Wo warst du die ganze Zeit? Muss man erst einen Doppelblog bauen, bevor du dich meldest?
HH: War schwer beschäftigt. Musste meinen Kaktus gießen und den Müll runterbringen. Weißt ja, wie das ist.
Sven: Hamburg, du bist mein Geschöpf, ich habe dich erschaffen, ohne mich gibt’s dich gar nicht, wie kannst du da den Müll runterbringen, das ergibt doch keinen Sinn.
HH: Da bist du aber nicht der erste, dem seine Geschöpfe über den Kopf wachsen, Dr. Frankenstein.
Sven: Ich… weiter lesen

21.01.2010 von Sven Regener
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Nice Try, Hamburg!

von Sven Regener

Heute morgen um halb sieben der erlösende Anruf.

Hamburg-Heiner: Rezeption, guten Tag, dies ist Ihr bestellter Weckruf.
Sven: Haha! Sehr lustig, Hamburg.
HH: Hier ist nicht Hamburg, hier ist Zürich, Ihre Hotelrezeption, dies ist Ihr bestellter Weckruf.
Sven: Mich täuscht du nicht, Hamburg. Da kannst du Akzente imitieren, bis der Deich bricht!
HH: Ich wünsche einen guten Morgen und einen angenehmen Tag.

Und damit legte er wieder auf. Habe ich ihn dafür in die Welt gesetzt? So fühlen Väter, wenn die Söhne in die Pubertät kommen und ihren Erzeugern erzählen wollen, sie hätten zwar dran gezogen, aber nicht inhaliert!

Zürich, Limmat. Sie haben hier noch einen zweiten Fluss namens Sihl. Es ist eine glückliche, schöne Stadt mit sehr höflichen Menschen darin.