Keine Spur von Politikmüdigkeit

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Selbst in der Vorweihnachtszeit ist von Politikmüdigkeit keine Spur – zumindest nicht auf der Internetplattform www.abgeordnetenwatch.de .

Mehr als 65.000 Bürgerinnen und Bürger haben in den ersten zwölf Tagen ihres Bestehens die Internetplattform abgeordnetenwatch.de besucht. 830 Fragen wurden bisher an die Bundestagsabgeordneten gestellt. 233 Abgeordnete haben schon geantwortet.

Die virtuelle Bürgersprechstunde wird also von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von den Abgeordneten gut angenommen.

Und was bewegt die deutschen Gemüter vor Weihnachten? Die meisten Fragen wurden rund um das Thema Gesundheit, vor allem aber zum Rauchverbot gestellt. Dicht gefolgt von Fragen zum Themenkomplex Arbeit und zu den Themen Demokratie und Bürgerrechte. Zahlreiche Fragen beziehen sich auch ganz konkret auf das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten bei kontroversen Gesetzesentscheidungen. Denn dieses Abstimmungsverhalten ist für jeden Abgeordneten auf abgeordnetenwatch.de dokumentiert. Vor allem die Abstimmungen zum Antidiskriminierungsgesetz und zur Mehrwertsteuererhöhung beschäftigen die meisten Online-Frager.

Sogar prominente Abgeordnete nehmen das Angebot des Online-Dialogs wahr. So versichert etwa Gregor Gysi in einer Antwort, dass er sich in seiner Fraktion noch nie jemanden “vorgeknöpft” habe oder “fraktionsinterne Standpauken” gehalten habe.

Über die Seite www.abgeordnetenwatch.de können Bürgerinnen und Bürger seit dem 8. Dezember mit den Bundestagsabgeordneten per Internet in den Kontakt treten. Durch Eingabe ihrer Postleitzahl gelangen die Nutzer direkt zu den Profilen Ihrer Wahlkreisabgeordneten. Fragen und Antworten sowie das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten bei wichtigen Gesetzesentscheidungen sind dort öffentlich einsehbar.


2 Kommentare zu "Keine Spur von Politikmüdigkeit"

  1. Pingback: Gläserner Staat: Politikerdatenbank installiert at Florian Altherr, Mainz

  2. Ich lese und höre immer den Begriff “Politikmüdigkeit” oder “Politikverdrossenheit”. Alle plappern den einmal geprägten Begriff nach.
    Dabei geht es um “Politikerverdrossenheit”. Das ist ein erheblicher Unterschied. Wundern Sie sich deshalb nicht über das rege Interesse an Politik.