08.02.2010
von Falk Madeja
Das erregt schon Aufsehen! Die Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali hat offensichtlich einen Partner gefunden. Die ursprünglich aus Somalia stammende Niederländerin, die wg. ihrer islamkritischen Haltung praktisch in den USA im Untergrund leben muss, soll sich lt. der britischen Zeitung „Daily Mail“ in den britischen TV-Promi und Autoren Niall Ferguson verliebt haben. Dann wohnt sie also auch in Großbritannien im Untergrund. die Zeitung nennt sie “Fatwa Girl”.
Der Mann (geschätztes Jahreseinkommen fünf Millionen Pfund) soll nach 13 Jahren seine Frau verlassen haben, es gibt drei Kinder (und die Frau will natürlich nun Geld, wahrscheinlich eher viel Geld). Nun, in seinem Fall soll eine außereheliche Affäre nichts besonderes sein, gleich acht mal soll er seine Frau in fünf Jahren betrogen haben. Nun ja.
Dass sich Hirsi Ali in den „Tiger Woods“ der britischen Konservativen verliebt hat, sorgt wenigstens in den Niederlanden für aufsehen. Eigentlich auch in Großbritannien. Die 40jährige wurde, so wird Times-Frau Belinda Luscombe zitiert, noch nie mit einem Partner gesehen. Ist auch schwierig, da sich Ayaan Hirsi Ali ständig vor potentiellen Attentätern verstecken muss. Die Engländer reden irgendwas von, dass es tricky sei sich mit einem Fatwa-Girl zu liieren. Jedenfalls hat sich das Paar schon küssend fotografieren lassen, und zwar bei einem Literatur-Festival.
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08.02.2010
von Falk Madeja
Was ist nur los in Utrecht? In der von der Zeitschrift “Elsevier” veröffentlichten “Moordlijst 2009″ (Mordliste 2009) lesen wir, dass im vergangenen Jahr in der Domstadt kein einziger Mord verübt wurde. Während im ganzen Land die Zahl doch von 161 auf 178 stieg! In Utrecht dagegen ist die Mordlust auf Null gesunken.
In Amsterdam dagegen stieg die zahl von 18 auf 32, in Rotterdam von 19 auf 20 und in Den Haag von 8 auf 11. Größter Einzeltäter war Karst Tates, der am Königinnen-Geburtstag bekanntlich in Apeldoorn gleich sieben Menschen ermordete. Er benutzte sein Auto und überlebt das selbst nicht. Ein Viertel (45) aller Opfer gab es nach “Streit” zu verzeichnen, 49 Menschen fielen in Beziehungskrisen zum Opfer (15 davon Kinder).
Die niederländische Polizei hat jetzt übrigens 53.320 Mitarbeiter, schreibt das Algemeen Dagblad.
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07.02.2010
von Falk Madeja
Ein 51jähriger Mann aus Leidschendam soll laut dem Algemeen Dagblad sehr erleichert sein. Eigentlich hatte der Mann seine Nachbarn erleichert - denn immer wenn seine Frau nachts arbeiten ging, ging er klauen. Er raubte seinen Nachbarn alles mögliche, was die in ihren Gärten so stehen hatten, mit Vorliebe Gartenzwerge!
Danach verbarg er all die Zwerge usw. in seinem eigenen Garten und sicherte sie seinerseits gegen Diebstahl - ganz schön lustig wenn man daran denkt, dass er offenbar der einzige Gartenzwergdieb in seinem Wohnort war. Er flog auf, nachdem einer seiner Nachbarn mit einer Videokamera sicherte. Und die registrierte, wie er ein Vogelhäuschen entwendete. Mit den Bildern ging der aufmerksame Nachbar zur Polizei, bei der der Dieb dann erkannt wurde. Er wurde verhaftet, gab erleichert seine Raubzüge zu und bekam eine Anzeige.
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03.02.2010
von Falk Madeja
Weiter gehts in Sachen Prozess gegen Geert Wilders! Der Anti-Islam-Politiker wollte eine Reihe von brisanten Zeugen auftreten lassen daruter den Mörder am Filme-Macher und Publizisten Theo van Gogh, einen gewissen Mohammed B.
Der darf nun, so das Gericht, aber nicht kommen.
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01.02.2010
von Falk Madeja
Da lachen ja die nicht-sozialdemokratischen Hühner! Die niederländische Regierungspartei PvdA bzw. die PvdA-Abgeordneten Pierre Heijnen und Paul Kalma haben ernsthaft in einem Brief die Regierung gefragt, ob die Gemeinderats-Wahlen vom 3. März nicht verschoben werden könnten. Grund: es ist ihnen persönlich bzw. ihrer Partei einfach zu kalt für den Wahlkampf!
Sie meinen den Straßenwahlkampf, aber Beobachter - wie wir - denken, dass sie eher Angst vor dem eiskalten Atem des Wählers an der Urne haben. Schaffte die PvdA bei den letzten Gemeinderats-Wahlen noch 23 Prozent, könnte es diesmal vielleicht die Hälfte sein. Bei landesweiten Umfragen liegen die PvdA-Leute bei etwas mehr als zen Prozent, also in etwa so wie die sächsische SPD. Wenn wir das schon mal mit Deutschland vergleichen: sicher, die niederländische Eisenbahn hat auch heuer wieder ihr Winter-Chaos, aber mit Schneemassen wie in Mecklenburg-Vorpommern haben sie an der Nordsee definitiv nicht zu kämpuch nicht der Kälte.
Was soll die PvdA machen, wenn die Wetter-Umstände in anderen Jahreszeiten so sind wie sie dann nun mal sein können? Wenn im Herbst zu viele Blätter fallen? Im Sommer die Sonne zu heiss ist? Es im Frühling für den Wahlkampf noch nicht genug rote Rosen gibt (rote Rosen - Parteisymbol, wurden früher mal gern ausgeteilt)? Sich einfach 300 Tage im Jahr aus Wahlkämpfen wegen nicht genehmen Wetter ausschliessen lassen?
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30.01.2010
von Falk Madeja
Fremde, aufgepasst! Sollte Euch in den Niederlanden irgendein Ordnungshüter die Augen mit Pfefferspray vernebeln, vergesst eine Sache nicht. Die Angelegenheit hat mit Korruption zu tun. Die Sache sit also nicht nur unangenehm, sie hat sozusagen auch noch ein Geschmäckle.
Es gibt nämlich einen Produzenten in den USA, der ein niederländische Entscheidungsträger mit 15.000 Dollar bestochen hat. Und daraufhin auf einen Umsatz von 2,4 Millionen Dollar gleich mal 480.000 Dollar Gewinn gemacht hat. Der niederländischen Polizei und auch den Gewerkschaften stehen jetzt sozusagen die Tränen in den Augen, lesen wir im Algemeen Dagblad.
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26.01.2010
von Falk Madeja
Ja, Glauben ist natürlich eine Glaubenssache. Ob es Gott gibt oder nicht wissen wir nicht, also glauben wir daran oder eben nicht. Bei Klaas Hendrikse aus dem niederländischen Middelburg ist diese Angelegenheit allerdings äußerst kompliziert. Er ist nämlich Pastor – und glaubt nicht an Gott.
Das hat zur Folge, dass die PKN (Protestantische Kirche in den Niederlanden) gegen ihn eine Prozedur in Gang gesetzt hat, schreibt De Volkskrant (früher mal katholisch, heute linksliberal). Diese Prozedur beginnt beim Kerkenraad (Kirchenrat) und könnte durch alle möglichen Instanzen dann bei der landesweit agierenden PKN-Leitung enden. Hendrikse befürchtet, dass die Prozedur ihn noch bis 2012 beschäftigen könnte und darum schrieb er jetzt einen Brief an die General-Synode der PKN. Darin schreibt er, dass die PKN was ihn betrifft aus der Kirche ausschließen könne. Er sei auch nicht der einzige, der an Gott zweifeln würde. Jede Woche würden 1000 Leute aus der Kirche austreten. Einer Untersuchung des TV-Senders IKON aus dem Jahr 2006 zufolge soll ein Sechstel aller Pfarrer an Gott nicht glauben oder zweifeln, ob es ihn überhaupt gibt.
Er wolle nicht mehr an der Prozedur mitwirken, allerdings kann er auch ohne Mitarbeit aus seinem Amt geworfen werden. De Volkskrant kommentiert: „Für die PKN ist die Affaire Hendrikse explosiv Material. Wird der Pastor entlassen, dann machen die Freisinnigen Kabal. (…) Darf der Pastor mit seinen ‘gotteslästerlichen Sprüchen’ bleiben, dann werden die strengen Protestanten auf die Pauke schlagen.“
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25.01.2010
von Falk Madeja
Der niederländische Verkehrsminister Camiel Eurlings überraschte dieser Tage seine Landsleute mit einem seltsamen Manöver. Er sagte nämlich, dass er die Einführung des sogenannten Kilometer-Geldes vom Willen des Volkes abhängig machen wolle. Nicht des ganzen Volkes, sondern derjenigen seiner Landsleute, die Mitglied des ANWB (niederländischer ADAC) sind. Die dürfen seit Samstag und dann noch knapp drei Wochen über die Einführung des Kilometergeldes abstimmen.
Das Kilometer-Geld läuft darauf hinaus, dass alle Auto-Niederländer ein Kästchen im Auto haben sollen, über das die gefahrenen Kilometer abgerechnet werden. Der niederländische Staat könnte damit allerdings auch die Wege seiner Bürger kontrollieren.
Es gibt logischerweise zahlreiche Gegner. Nehmen wir die Zeitung “De Telegraaf”. Dort haben bis Montag Abend sage und schreibe 196.590 Leute abgestimmt, die Ergebnisse gibt es morgen. Datenschützer finden die Staats-Kontrolle über alle Auto-Wege fragwürdig, Meinungsforscher kritisieren, dass die gewählte Methode - ANWB-Mitglieder und niemand sonst - nicht koscher sei. Und zu allem Überfluss sagt dann auch noch ANWB-Vorsitzender Guido van Woerkom im Algemeen Dagblad, dass der Minister völlig daneben liege, wenn er die ANWB-Umfrage als Ersatz für ein Referendum nehmen wolle. Die PVV des Anti-Islam-Aktivisten Geert Wilders will gleich mal ein richtiges Referendum organisieren.
Bislang sollen über 200.000 Menschen auch die ANWB-Umfrage ausgefüllt haben. Komischerweise geht dabei unter, dass inzwischen auch die Wege von mehr als einer Million Niederländer fast lückenlos kontrolliert werden können. Denn seit einigen Wochen gibt es bei der niederländischen Eisenbahn, lokalen Verkehrsfirmen wie RET (Rotterdam) und GVB (Amsterdam) als Fahrkarte die sogenannte OV-Chpkarte. Hiermit checkt man beim Einstieg in Zug, Tram oder Bus ein und beim Ausstieg aus. Auf einer Website können dann alle meine Fahrten kontrolliert werden, von wem auch immer.
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25.01.2010
von Falk Madeja
Der HFC Haarlem, Ex-Klub des berühmten Ruud Gullit, ist am Ende. Der Klub, Letzter in der Ersten Division (zweite Liga) ist heute bankrott erklärt und wird sofort aus der Meisterschaft genommen. Am Dienstag gibt es noch ein Training, sozusagen ein Auslaufen. Dann können alle Spieler transferfrei gehen.
Der Klub war immerhin 120 Jahre alt! Am Ende konnte eine Schuldenlast von 1,8 Millionen Euro nicht mehr bedient werden.
1946 war der Klub Landesmeister. Traurigberühmt war das Europapokal-Duell im Jahre 1982 in Moskau. Spartak Moskau erzielte in der letzten Minute das 2:0, es brach eine Panik aus - nach offiziellen Angaben starben 60, nach inoffiziellen Angaben 340 Menschen, schreibt Voetbal International.
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24.01.2010
von Falk Madeja
Das gibt eine saftige Gegendarstellung! Prinz Willem-Alexander wurde vom Klatschblatt „Prive“ beschuldigt, im Jahre 1986 gar nicht die berühmte Elfstädte-Tour gefahren zu sein! Es geht um eine knüppelharte Schlittschuhfahrt zwischen elf friesischen Städten, die nur alle paar Jahre stattfindet. Zuletzt vor knapp zehn Jahren, wir von MeineGüte hatten uns das damals angeschaut.
In Prive sagte nun ein lt. Algemeen Dagblad „Republikaner“ namens Lutzen Haak aus Drachten, dass der Kronprinz nie und nimmer die ganze Tour gefahren sein könne. Er sei erst kurz nach Franeker aufs Eis gestiegen und ja, es gäbe zwar Bilder von der Ankunft des Prinzen – aber eben keine vom Start. Willem-Alexander habe erst ein paar Tage vor der Tour mit der damals bekannten Eisschnellläuferin Ria Visser ein bisschen geübt und für einen Untrainierten sei es unmöglich, die schwere Tour zu Ende zu bringen.
Das saß. Wollte der Prinz aber nicht auf sich sitzen lassen. Die Pressestelle der Regierung, der RVD, nannte die Behauptungen „unsinnig“. RVD-Sprecherin Andrea de Graaf fügte hinzu, dass der Prinz noch in Harlingen vom Staatsfernsehen NOS interviewt worden sei und das liege vor Franeker. Seine Sicherheitsleute könnten alles bezeugen. Jedenfalls muss Prive nun in der kommenden Woche eine Gegendarstellung drucken.
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