SP muss erst mal eine Mao-Beichte ablegen

von Falk Madeja

Rätselraten, Verwirrung. Das war eine Wahl, da in den Niederlanden. Den Wahlabend selbst verbrachte ich in der niederländischen Botschaft in Berlin, den Morgen schon wieder in Utrecht. Die drei grossen Parteien haben eine Klatsche bekommen: CDA mit 40 (-4), PvdA mit 33 (-9), VVD mit 22 (-6). Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende ist also ein Verlierer-Gewinner. Es reicht nun nicht für eine Zweier-Koalition, mit wem auch immer. Lachen können ein paar Radikale: Ex-Maoist Jan Marijnissen schnellte von 9 auf 26 Sitze, der nach Rechts abgedriftete Ex-VVDer Geert Wilders kam von 0 auf 9, die leicht linksgerichtete Protestanten-Partei Christen-Unie von 3 auf 6. Die Zerissenheit konnte ich fühlen, mancher meiner Freunde entschieden sich erst im Wahllokal für welche Partei auch immer.

Was nun? Es sind sowohl ein „rechtes“ Kabinett mit CDA, VVD, Christenunie unmöglich als auch ein „linkes“ Kabinett mit PvdA, SP, GrünLinks. Nicht mal das, was einige deutsche Kommentatoren eine „Grosse Koalition“ nannten, also CDA und PvdA. Ich würde das übrigens nicht „Grosse Koalition“ nennen, denn die VVD ist in meinen Augen auch eine der grossen Parteien. Also: eine „Grosse Koalition“ wäre für mich CDA, PvdA, VVD. Vielleicht wäre das die beste Lösung, bei allen anderen Konstellationen müsste irgendwelche Kleinparteien mit einbezogen werden.

Ach ja, die SP. Meiner Meinung dürfte die erst dann in der niederländischen Regierung sitzen, wenn Chef Jan Marijnissen endlich die Wahrheit spricht. Warum er aus freiem Willen einem Massenmörder wie Mao Tsetung nachgelaufen ist. Wie das alles war. Sprich es aus. Reinige Dein Gewissen, Jan.


Ein Kommentar zu "SP muss erst mal eine Mao-Beichte ablegen"

  1. Sp muss erst mal eine mao beichte.. Nice :)

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